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Von wem dürfen wir wahre Gerechtigkeit erwarten?Der Wachtturm 1989 | 15. Februar
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Das Wort kam in einer der berühmtesten Reden vor, die je gehalten wurden. Diese Rede ist für uns heute von Belang, denn sie bietet eine vernünftige Grundlage, von der wir ausgehen können, um festzustellen, wie und wann einmal Gerechtigkeit für alle herbeigeführt werden wird, ja wie uns das sogar persönlich von Nutzen sein kann.
4 Der Begriff „Agnostiker“ ist von einem griechischen Wort abgeleitet, das „unbekannt“ bedeutet. Paulus erwähnte dieses Wort in Verbindung mit einem Altar, auf dem die Inschrift stand: „Einem unbekannten Gott“. Seine kurze Rede wurde von dem Arzt Lukas im 17. Kapitel der Apostelgeschichte aufgezeichnet. In dem Kapitel 17 wird zunächst gezeigt, wie Paulus nach Athen kam. Auf Seite 6 findet man die einleitenden Bemerkungen des Lukas und den vollständigen Wortlaut der Rede.
5. Unter welchen Umständen hielt Paulus seine Rede vor den Athenern? (Laß Apostelgeschichte 17:16-31 vorlesen.)
5 Die Rede des Paulus ist tatsächlich eindrucksvoll und verdient eine eingehende Betrachtung. Angesichts der schwerwiegenden Ungerechtigkeiten, die wir überall beobachten, können wir daraus viel lernen. Berücksichtigen wir zunächst die näheren Umstände, über die in Apostelgeschichte 17:16-21 berichtet wird. Die Athener waren stolz darauf, daß ihre Stadt ein berühmtes Zentrum der Gelehrsamkeit war, ein Ort, an dem einst Sokrates, Platon und Aristoteles gelehrt hatten. Athen war auch eine sehr religiöse Stadt. Überall sah Paulus Götzen — wie zum Beispiel Statuen des Kriegsgottes Ares oder Mars, des Zeus, des Äskulap (des Gottes der Heilkunde) sowie Statuen Poseidons (des ungestümen Gottes des Meeres), des Dionysos, der Athene und des Eros.
6. Was ist im Vergleich zu dem, was Paulus in Athen vorfand, in deiner Gegend zu sehen?
6 Was wäre bei einem Besuch in deiner Stadt oder Gegend zu sehen? Vielleicht eine Menge Götzenbilder oder religiöser Statuen — und das selbst in Ländern der Christenheit. Anderswo wären es möglicherweise noch mehr. In einem Reiseführer heißt es: „Indische Götter sind im Gegensatz zu ihren launenhaften griechischen ‚Brüdern‘ monogam, und ihren Gemahlinnen schrieb man die eindrucksvollsten Kräfte zu ... Es gibt ohne Übertreibung Millionen Götter, die mit allen Lebensformen und Naturerscheinungen zu tun haben.“
7. Was ist über die Götter der alten Griechen zu sagen?
7 Viele griechische Götter wurden als engstirnig und sehr unmoralisch dargestellt. Ihr Lebenswandel wäre in den meisten Ländern für Sterbliche eine Schande, ja sogar ein Verbrechen. Mit gutem Grund fragt man sich daher, welche Art Gerechtigkeit die alten Griechen wohl von solchen Göttern erwarteten. Jedenfalls fiel es Paulus auf, daß die Athener ihnen besonders ergeben waren. Von der Gerechtigkeit seiner Sache überzeugt, begann er ihnen die erhabenen Wahrheiten des echten Christentums zu erläutern.
Die Zuhörerschaft — eine Herausforderung
8. (a) Durch welche Ansichten und Standpunkte zeichneten sich die Epikureer aus? (b) Was glaubten die Stoiker?
8 Einige Juden und Griechen hörten ihm interessiert zu. Wie würden aber die einflußreichen epikureischen und stoischen Philosophen reagieren? Wie du feststellen wirst, glichen ihre Vorstellungen in vieler Hinsicht heute üblichen Ansichten, selbst gewissen Lehren, die man heutzutage Schülern beibringt. Nach Auffassung der Epikureer sollte man im Leben nach einem Höchstmaß an Lust streben, besonders vergeistigter Lust. Ihre Philosophie „Eßt und trinkt, denn morgen sterben wir“ war durch ein völliges Fehlen von moralischen Grundsätzen oder Tugenden gekennzeichnet (1. Korinther 15:32). Sie glaubten nicht, Götter hätten das Universum erschaffen, sondern nahmen an, das Leben sei in einem auf den Gesetzen der Mechanik beruhenden Universum durch Zufall entstanden. Des weiteren waren die Götter ihrer Meinung nach nicht an den Menschen interessiert. Wie verhielt es sich mit den Stoikern? Sie legten Nachdruck auf Logik und waren der Ansicht, Stoff und Kraft seien die Hauptelemente im Weltall. Die Stoiker glaubten nicht an einen persönlichen Gott, sondern stellten sich eine unpersönliche Gottheit vor. Ihrer Ansicht nach wurden die menschlichen Belange vom Schicksal beherrscht.
9. Inwiefern predigte Paulus in einer herausfordernden Situation?
9 Wie reagierten diese Philosophen auf die Lehren, die Paulus öffentlich vertrat? Neugier und intellektuelle Arroganz zählten damals zu den Charakterzügen der Athener. Daher begannen die Philosophen, mit Paulus zu argumentieren. Schließlich führten sie ihn zum Areopag. Oberhalb des Marktplatzes von Athen, doch noch unterhalb der hoch aufragenden Akropolis, befand sich ein Felshügel, der nach dem Kriegsgott Mars oder Ares benannt war: der Marshügel oder Areopag. In alter Zeit tagte dort ein Gericht oder eine Ratsversammlung. Man führte also Paulus möglicherweise einem Gericht vor, das sich in unmittelbarer Nähe der Akropolis versammelt hatte, die mit ihrem berühmten Parthenon, den kleineren Tempeln und zahllosen Statuen eine eindrucksvolle Kulisse bildete. Nach Auffassung einiger drohte dem Apostel Gefahr, weil das römische Recht die Einführung neuer Götter untersagte. Aber selbst wenn er nur zur Klarstellung seiner Glaubensansichten zum Areopag geführt worden war oder um den Beweis für seine Befähigung als Lehrer zu erbringen, stand er dort immerhin vor einer ernst zu nehmenden Zuhörerschaft. Würde es ihm gelingen, seine wichtige Botschaft darzulegen, ohne Befremden zu erregen?
10. Inwiefern führte sich Paulus taktvoll ein?
10 Aus Apostelgeschichte 17:22, 23 ist zu erkennen, wie taktvoll und weise Paulus seine Ausführungen begann. Einige seiner Zuhörer mögen den Hinweis auf die Religiosität der Athener und ihre vielen Götzen als ein Kompliment aufgefaßt haben. Statt ihren Polytheismus anzuprangern, nahm Paulus auf einen Altar Bezug, den er gesehen hatte, einen Altar, der einem „unbekannten Gott“ geweiht war. Wie die Geschichte bezeugt, gab es solche Altäre, was unser Vertrauen in den Bericht des Lukas bestärken sollte. Paulus benutzte den Hinweis auf den Altar als eine Art Sprungbrett. Die Athener würdigten Wissen und Logik. Dennoch räumten sie ein, daß es einen Gott gab, der ihnen „unbekannt“ (griechisch: ágnōstos) war. Es entsprach daher nur der Logik, Paulus zu gestatten, eine Erklärung über diesen Gott abzugeben. Sicherlich konnte niemand daran etwas auszusetzen haben, oder?
Kann Gott nicht erkannt werden?
11. Wie brachte es Paulus fertig, daß seine Zuhörer über den wahren Gott nachdachten?
11 Was war das nun für ein „unbekannter Gott“? „Der Gott“, der die Welt und alles, was darin ist, gemacht hat. Niemand würde die Existenz des Universums leugnen sowie das Dasein von Pflanzen und Tieren und von uns Menschen. Die Macht und die Intelligenz, ja die Weisheit, die in all dem zum Ausdruck kommt, läßt erkennen, daß es das Produkt eines weisen und mächtigen Schöpfers ist, kein Produkt des Zufalls. Heute hat diese Gedankenfolge des Paulus sogar noch mehr Gültigkeit (Offenbarung 4:11; 10:6).
12, 13. Welche in neuerer Zeit zutage getretenen Beweise stützen den von Paulus dargelegten Gedanken?
12 Der britische Astronom Sir Bernard Lovell beschreibt in seinem vor wenigen Jahren erschienenen Buch In the Centre of Immensities (Im Zentrum des Unermeßlichen) den äußerst komplexen Aufbau der einfachsten Lebensformen auf der Erde. Bei seinen Überlegungen, ob solche Lebensformen durch Zufall entstehen konnten, kommt er zu dem Schluß: „Die Wahrscheinlichkeit ... eines zufälligen Geschehens, das zur Bildung eines einzigen der kleinsten Proteinmoleküle führte, ist unvorstellbar gering. Innerhalb der zur Betrachtung stehenden Grenzbedingungen von Zeit und Raum ist sie praktisch gleich Null.“
13 Betrachten wir das andere Extrem: das Universum. Astronomen bedienen sich elektronischer Geräte, um Aufschluß über seinen Ursprung zu erhalten. Zu welchen Ergebnissen sind sie gelangt? Dr. Robert Jastrow schreibt in dem Buch God and the Astronomers (Gott und die Astronomen): „Jetzt erkennen wir, daß das Beweismaterial der Astronomie zu einer biblischen Ansicht über die Entstehung der Welt führt.“ „Für den Wissenschaftler, der von seinem Glauben an die Macht der Vernunft gelebt hat, endet die Geschichte wie ein böser Traum. Er hat die Berge der Unwissenheit erklommen und ist gerade dabei, den höchsten Gipfel zu bezwingen. Während er sich am letzten Felsen hochzieht und seinen Kopf darüberstreckt, wird er von einer Gruppe Theologen [Vertretern der Schöpfungslehre] begrüßt, die schon Jahrhunderte diesen Platz einnehmen.“ (Vergleiche Psalm 19:1.)
14. Welcher logische Gedankengang stützte die Worte des Paulus über die von Menschen errichteten Tempel?
14 Wir können also sehen, wie korrekt die Worte des Paulus aus Apostelgeschichte 17:24 sind. Und damit kommen wir zu seinem nächsten Gedanken (Vers 25). Der mächtige Gott, „der die Welt und alles, was darin ist, gemacht hat“, ist mit Sicherheit größer als das materielle Universum (Hebräer 3:4). Folglich wäre es nicht vernünftig, zu denken, er wohne in Tempeln, die von Menschen errichtet wurden — noch dazu von Menschen, die öffentlich zugaben, daß er ihnen „unbekannt“ war. Welch ein eindrucksvolles Argument für jene Philosophen, die vielleicht gerade zu den vielen Tempeln aufblickten, die sich über ihnen erhoben! (1. Könige 8:27; Jesaja 66:1).
15. (a) Warum mögen die Zuhörer des Paulus an Athene gedacht haben? (b) Zu welcher Schlußfolgerung sollte man aufgrund der Tatsache gelangen, daß Gott der Gebende ist?
15 Wahrscheinlich hatten die Zuhörer des Paulus schon einmal auf der Akropolis einer der Statuen ihrer Schutzgöttin Athene Verehrung dargebracht. Die Statue, die im Parthenon verehrt wurde, bestand sogar aus Elfenbein und Gold. Eine andere Statue der Athene stand in 20 Meter Höhe und konnte auf Schiffen vom Meer aus gesehen werden. Von einem Götzenbild, der sogenannten Athene Polias, hieß es, es sei vom Himmel gefallen; das Volk brachte ihm regelmäßig ein neues handgefertigtes Gewand. Aber wenn der Gott, den jene Menschen nicht kannten, der Höchste war und das Universum erschaffen hatte, warum sollte er dann auf Dinge angewiesen sein, die Menschen beschaffen konnten? Er ist es vielmehr, der uns das gibt, was wir benötigen: das „Leben“ und den zu dessen Bewahrung unerläßlichen „Odem“, ja „alles“, auch die Sonne, den Regen und den fruchtbaren Boden, auf dem unsere Nahrung wächst (Apostelgeschichte 14:15-17; Matthäus 5:45). Er ist der Gebende, wir Menschen sind die Empfangenden. Der Gebende ist zweifellos nicht von den Empfangenden abhängig.
Von e i n e m Menschen — alle
16. Welche Behauptung stellte Paulus in bezug auf die Herkunft des Menschen auf?
16 Gemäß Apostelgeschichte 17:26 wies Paulus auf eine Wahrheit hin, die viele Menschen nachdenklich stimmen sollte, besonders angesichts der heute offenkundigen Rassendiskriminierung. Wie er sagte, hat der Schöpfer „aus e i n e m Menschen jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen“. Der Gedanke, daß die Menschheit eine Einheit oder Bruderschaft ist (und alles, was sich in bezug auf Gerechtigkeit daraus ergibt), war etwas, was jene Leute in Betracht ziehen sollten, denn die Athener behaupteten, von besonderer Herkunft zu sein und sich dadurch von den übrigen Menschen zu unterscheiden. Für Paulus galt jedoch, was die Genesis über Adam berichtet, den ersten Menschen, der unser aller Vorfahr war (Römer 5:12; 1. Korinther 15:45-49). Man könnte sich allerdings fragen: Läßt sich eine solche Auffassung in unserem modernen Zeitalter der Wissenschaft noch aufrechterhalten?
17. (a) Inwiefern deutet neueres Beweismaterial in dieselbe Richtung? (b) Welchen Einfluß hat das auf die Frage der Gerechtigkeit?
17 Nach der Evolutionstheorie hat sich der Mensch an verschiedenen Orten und auf unterschiedliche Weise entwickelt. Doch Anfang vergangenen Jahres widmete die Zeitschrift Newsweek ihren wissenschaftlichen Teil der „Suche nach Adam und Eva“. Im Mittelpunkt standen neuere Entwicklungen auf dem Gebiet der Genetik. Zwar sind sich, wie man sich denken kann, nicht alle Wissenschaftler einig, es zeichnet sich aber immer mehr die Schlußfolgerung ab, daß aus genetischer Sicht alle Menschen e i n e n gemeinsamen Vorfahren haben. Wenn wir alle, wie die Bibel schon von jeher sagt, Brüder sind, sollte es dann nicht Gerechtigkeit für alle geben? Sollten wir nicht alle Anspruch darauf haben, unparteiisch behandelt zu werden, ungeachtet unserer Hautfarbe, unserer Haare oder anderer äußerer Merkmale? (1. Mose 11:1; Apostelgeschichte 10:34, 35). Allerdings bleibt die Frage noch offen: Wie und wann wird die Gerechtigkeit Einzug halten — Gerechtigkeit für alle Menschen?
18. Worauf beruhte das, was Paulus über Gottes Handlungsweise mit den Menschen sagte?
18 Nun, gemäß Vers 26 wies Paulus darauf hin, daß man vom Schöpfer erwarten dürfe, einen gerechten Vorsatz in bezug auf die Menschheit zu haben. Dem Apostel war folgendes bekannt: Als Gott noch mit der Nation Israel handelte, hatte er verordnet, wo die Israeliten wohnen sollten und wie andere Nationen sie behandeln durften (2. Mose 23:31, 32; 4. Mose 34:1-12; 5. Mose 32:49-52). Natürlich konnte es sein, daß die Zuhörer des Paulus diese Worte voller Stolz in erster Linie auf sich selbst bezogen. Tatsächlich hatte Jehova Gott — ob ihnen dies bekannt war, sei dahingestellt — in einer Prophezeiung seinen Willen darüber zum Ausdruck gebracht, wann oder in welchem Zeitabschnitt der Geschichte Griechenland die fünfte der großen Weltmächte sein sollte (Daniel 7:6; 8:5-8, 21; 11:2, 3). Sollten wir nicht vernünftigerweise den Wunsch haben, denjenigen kennenzulernen, der sogar imstande ist, ganze Nationen zu manövrieren?
19. Wieso ist der in Apostelgeschichte 17:27 aufgezeichnete Gedanke des Paulus vernünftig?
19 Gott läßt uns nicht etwa in Unwissenheit, was ihn betrifft, so daß wir gewissermaßen blind umhertasten müßten. Er schuf — nicht nur für die Athener, sondern auch für uns — die Voraussetzung, ihn kennenlernen zu können. Paulus schrieb später gemäß Römer 1:20: „Seine [Gottes] unsichtbaren Eigenschaften werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit.“ Folglich ist uns Gott in Wirklichkeit nicht fern, wenn wir ihn finden und kennenlernen möchten (Apostelgeschichte 17:27).
20. Inwiefern „haben wir Leben und bewegen uns und existieren“ wir durch Gott?
20 Dankbarkeit sollte diesen Wunsch in uns wecken, wie aus Apostelgeschichte 17:28 hervorgeht. Gott hat uns das Leben gegeben. Und eigentlich haben wir nicht nur in dem Sinne Leben, wie es ein Baum hat. Wir und die meisten Tiere verfügen über eine höhere Lebensqualität — wir können uns fortbewegen. Sind wir nicht froh darüber? Aber Paulus verfolgte den Gedanken noch weiter. Wir haben als vernunftbegabte Geschöpfe eine Persönlichkeit. Unser Gehirn — eine Gabe Gottes — ermöglicht es uns zu denken, Abstraktes (wie zum Beispiel wahre Gerechtigkeit) zu begreifen und Hoffnung zu hegen, ja uns auf die künftige Verwirklichung des Willens Gottes zu freuen. Wie man sich vorstellen kann, muß Paulus gewußt haben, daß es für die epikureischen und die stoischen Philosophen nicht leicht war, das alles gelten zu lassen. Um ihnen entgegenzukommen, zitierte er einige griechische Dichter, die sie kannten und achteten — Dichter, die etwas Ähnliches gesagt hatten, zum Beispiel: „Denn wir sind auch sein Geschlecht.“
21. Wie sollte es uns berühren, daß wir Gottes Geschlecht sind?
21 Wenn man versteht, daß wir Menschen Gottes Geschlecht sind, das heißt von Gott, dem Höchsten, hervorgebracht wurden, ist es nur recht und billig, von ihm Anleitung darüber zu erwarten, wie man leben sollte. Mit welchem Freimut Paulus — sozusagen im Schatten der Akropolis — auftrat, ist wirklich zu bewundern. Beherzt argumentierte er, daß unser Schöpfer zweifellos größer ist als jede von Menschenhand gefertigte Skulptur, selbst wenn sie aus Gold und Elfenbein bestehen sollte wie die Statue im Parthenon. Jeder von uns, der die Worte des Paulus akzeptiert, muß gleichfalls zugeben, daß Gott keinem der heute verehrten Götzen gleicht (Jesaja 40:18-26).
22. Wieso kommt es darauf an, daß wir bereuen, damit uns Gerechtigkeit zuteil wird?
22 Man darf diesen Gedanken nicht lediglich theoretisch auffassen, ihn rein verstandesmäßig akzeptieren und dann so weiterleben wie bisher. Paulus machte das gemäß Vers 30 deutlich, indem er sagte: „Wohl hat Gott über die Zeiten solcher Unwissenheit [in denen man dachte, Gott gleiche einem armseligen Götzen oder die durch einen solchen Götzen dargebrachte Anbetung sei für ihn annehmbar] hinweggesehen, doch läßt er jetzt den Menschen sagen, daß sie alle überall bereuen sollten.“ Paulus legte mit diesen Worten nicht nur eine Grundlage für seinen eindrucksvollen Schluß, sondern unterbreitete einen aufsehenerregenden Gedanken — die Notwendigkeit der Reue.
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Gerechtigkeit für alle durch den von Gott ernannten RichterDer Wachtturm 1989 | 15. Februar
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1. Inwiefern stehst du vor ähnlichen Fragen wie einige Menschen im ersten Jahrhundert?
VON welcher Bedeutung ist Gerechtigkeit für dich? Wie sehr würdest du dich anstrengen, um sicherzustellen, daß dir wahre Gerechtigkeit zuteil wird und daß du dann lebst, wenn sie weltweit herrschen wird? Du schuldest es dir selbst, über diese Fragen nachzudenken, was auch einige der prominenten Männer und Frauen in Athen taten.
2, 3. (a) Wie kam es, daß Paulus seine Athener Zuhörer aufforderte zu bereuen? (b) Warum erschien dieser Zuhörerschaft Reue fremd?
2 Sie hörten eine denkwürdige Rede des christlichen Apostels Paulus vor dem berühmten Areopag-Gericht. Er begründete zunächst den Glauben an die Existenz eines Gottes, des Schöpfers, dem wir alle das Leben verdanken. Daraus ergab sich der logische Schluß, daß wir diesem Gott Rechenschaft schuldig sind. Dann erklärte Paulus: „Gott [hat] über die Zeiten solcher Unwissenheit [als Menschen Götzen verehrten] hinweggesehen, doch läßt er jetzt den Menschen sagen, daß sie alle überall bereuen sollten“ (Apostelgeschichte 17:30).
3 Zu bereuen war für jene Zuhörer, offen gesagt, etwas Aufsehenerregendes. Warum? Die alten Griechen verstanden unter Reue, wegen einer Tat oder Äußerung Gewissensbisse zu haben. Wie aus einem Wörterbuch hervorgeht, dachten sie nie an „eine Änderung der ganzen sittlichen Haltung, einen durchgreifenden Wandel der Lebensrichtung, eine Umkehr, die das Gesamtverhalten fortan bestimmt“.
4. Durch welche Logik wurden die Worte des Paulus über Reue gestützt?
4 Jedoch kann man zweifellos sehen, warum eine solch durchgreifende Reue angebracht ist. Folgen wir der Logik des Paulus: Alle Menschen verdanken Gott das Leben; somit sind sie ihm gegenüber verantwortlich. Es ist also nur recht und billig, wenn Gott von ihnen erwartet, daß sie ihn suchen, um Erkenntnis über ihn zu finden. Falls jenen Athenern Gottes Wille und seine Grundsätze unbekannt waren, mußten sie sich darüber Erkenntnis aneignen und dann bereuen, um ihr Leben damit in Einklang zu bringen. Ob ihnen das angenehm war, spielte dabei keine Rolle. Den Grund entnehmen wir dem eindrucksvollen Höhepunkt der Rede des Paulus: „Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr dafür gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat“ (Apostelgeschichte 17:31).
5. Wie reagierten die Zuhörer auf die Rede des Paulus, und warum?
5 Dieser Vers, der so bedeutungsvoll und überzeugend ist, verdient es, sorgfältig untersucht zu werden, denn er weckt die Hoffnung auf vollkommene Gerechtigkeit in unserer Zeit. Beachten wir die Formulierungen: „einen Tag festgesetzt“, „die bewohnte Erde ... richten“, „in Gerechtigkeit“, „durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat“, „eine Gewähr dafür gegeben“ und „ihn ... zur Auferstehung gebracht“. Der Hinweis, daß er „ihn ... zur Auferstehung gebracht hat“, löste bei den Zuhörern des Paulus entsprechende Reaktionen aus. Wie die Verse 32 bis 34 zeigen, spotteten einige. Andere schoben eine weitere Unterhaltung einfach hinaus. Einige wenige bereuten indes und wurden gläubig. Handeln wir doch weiser als die meisten der Athener Zuhörer, denn das ist für uns von überragender Bedeutung, wenn wir uns nach wahrer Gerechtigkeit sehnen. Damit wir den vollen Sinn des Verses 31 erfassen, wenden wir uns zunächst der Feststellung zu, daß „er die bewohnte Erde ... richten will“. Wer ist mit „er“ gemeint, und welche Maßstäbe hat er aufgestellt, besonders im Hinblick auf Gerechtigkeit?
6. Wie können wir etwas über denjenigen erfahren, der einen Tag festgesetzt hat, die Erde zu richten?
6 Aus Apostelgeschichte 17:30 geht hervor, von wem Paulus sprach: von Gott, unserem Lebengeber, dem großen Schöpfer, der alle auffordert zu bereuen. Vieles über ihn können wir natürlich aus seinen Schöpfungswerken erkennen, doch über seinen Maßstab der Gerechtigkeit erlangen wir hauptsächlich aus einer anderen Quelle Aufschluß: aus der Bibel, die den Bericht über seine Handlungsweise mit Männern wie Moses enthält und die Gesetze, die er dem Volk Israel gab.
Richten und Gerechtigkeit von welcher Art?
7. Was bezeugte Moses in bezug auf Jehova und die Gerechtigkeit?
7 Vielleicht ist dir bekannt, daß Moses jahrzehntelang engen Umgang mit Jehova Gott hatte, und zwar so engen Umgang, daß Gott sagte, er spreche mit Moses „von Mund zu Mund“ (4. Mose 12:8). Moses wußte, wie Jehova mit ihm gehandelt hatte, und er wußte auch, wie Gott mit anderen Menschen, ja mit ganzen Nationen verfahren war. Gegen Ende seines Lebens äußerte Moses folgende ermutigende Worte: „Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es keine Ungerechtigkeit gibt; gerecht und gerade ist er“ (5. Mose 32:4).
8. Warum sollten wir beachten, was Elihu über die Gerechtigkeit sagte?
8 Beachten wir auch das Zeugnis, das Elihu gab — ein für seine Weisheit und Auffassungsgabe bekannter Mann. Wir dürfen davon überzeugt sein, daß er kein Mensch war, der voreilige Schlüsse zog. Im Gegenteil. Bei einer Gelegenheit setzte er sich hin und hörte sich in einem Disput länger als eine Woche die langatmigen Argumente beider Seiten an. Nun, zu welchem Schluß in bezug auf Gott kam er aufgrund eigener Erfahrung und eines eingehenden Studiums der Wege Gottes? Er erklärte: „Ihr Menschen mit Herz, hört mir zu! Fern sei es von dem wahren Gott, böse zu handeln, und vom Allmächtigen, unrecht zu handeln! Denn gemäß der Handlungsweise des Erdenmenschen wird er ihn belohnen, und gemäß dem Pfad des Mannes wird er es auf ihn kommen lassen. Ja in der Tat, Gott selbst handelt nicht böse, und der Allmächtige selbst verdreht das Recht nicht“ (Hiob 34:10-12).
9, 10. Warum sollten Gottes Maßstäbe für menschliche Richter uns zur Ermunterung dienen? (3. Mose 19:15).
9 Frage dich: Ist das nicht eine vorzügliche Beschreibung dessen, was wir von einem Richter erwarten würden — daß er einen jeden gemäß seinen Handlungen und Taten richtet, ohne parteiisch zu sein oder das Recht zu verdrehen? Wären wir, sofern wir vor einen menschlichen Richter treten müßten, nicht erleichtert, wenn diese Beschreibung auf ihn zuträfe?
10 Jehova wird in der Bibel als „der Richter der ganzen Erde“ bezeichnet (1. Mose 18:25). Mitunter bediente er sich jedoch menschlicher Richter. Was erwartete er zum Beispiel von israelitischen Richtern, die ihn vertraten? In 5. Mose 16:19, 20 finden wir seine Anweisungen, die einer Berufsbeschreibung für Richter gleichkommen: „Du sollst das Recht nicht beugen. Du sollst nicht parteiisch sein oder eine Bestechung annehmen, denn die Bestechung blendet die Augen der Weisen und verdreht die Worte der Gerechten. Der Gerechtigkeit — der Gerechtigkeit solltest du nachjagen, damit du am Leben bleibest.“ Neuzeitlichen Darstellungen der Gerechtigkeit in Form von Statuen hat man höchstwahrscheinlich ganz bewußt eine Augenbinde gegeben, die Unparteilichkeit versinnbildlichen soll. Doch wie man erkennen kann, begnügte sich Gott bei weitem nicht mit so etwas. Er gebot den menschlichen Richtern, die ihn vertreten und seine Gesetze durchsetzen sollten, unparteiisch zu sein.
11. Was können wir aus der Betrachtung dieses biblischen Aufschlusses über Gerechtigkeit schlußfolgern?
11 Diese Einzelheiten in bezug auf Gottes Standpunkt hinsichtlich Gerechtigkeit stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Höhepunkt der Ansprache des Paulus. Gemäß Apostelgeschichte 17:31 erklärte Paulus, Gott habe „einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will“. Genau das können wir von Gott erwarten — Recht und Gerechtigkeit sowie Unparteilichkeit. Dennoch könnte der eine oder andere darüber besorgt sein, daß Gott gemäß Vers 31 „einen Mann“ dazu bestimmt hat, alle Menschen zu richten. Wer ist dieser „Mann“, und welche Gewähr haben wir dafür, daß er sich an den erhabenen Maßstab der Gerechtigkeit Gottes halten wird?
12, 13. Wieso wissen wir, welchen „Mann“ Gott zum Richten ausersehen hat?
12 Aus Apostelgeschichte 17:18 erfahren wir, daß Paulus „die gute Botschaft von Jesus und der Auferstehung verkündigte“. Somit wußte seine Zuhörerschaft am Ende seiner Ansprache, daß er Jesus Christus meinte, als er sagte, Gott werde ‘die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten durch einen Mann, den er dazu bestimmt und von den Toten auferweckt’ habe.
13 Jesu eigene Worte bestätigen, daß Gott ihn zum Richter bestimmt hat, der dem göttlichen Maßstab entspricht. Laut Johannes 5:22 sagte Jesus: „Der Vater richtet überhaupt niemand, sondern er hat das gesamte Gericht dem Sohn übergeben.“ Nach dem Hinweis auf eine künftige Auferstehung derer, die in den Gedächtnisgrüften sind, erklärte er: „Ich kann gar nichts aus mir selbst tun; so, wie ich höre, richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen eigenen Willen, sondern den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat“ (Johannes 5:30; Psalm 72:2-7).
14. Was für eine Behandlung können wir von Jesus erwarten?
14 Wie gut doch diese Zusicherung mit dem übereinstimmt, was wir in Apostelgeschichte 17:31 lesen! Auch an dieser Stelle versichert Paulus, daß der Sohn „die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten“ wird. Das deutet gewiß nicht auf starre, unbeugsame und gefühllose Gerechtigkeit hin. Gerechtes Richten bedeutet vielmehr, Gerechtigkeit durch Barmherzigkeit und Verständnis zu mildern. Übersehen wir auch nicht folgendes: Jesus befindet sich zwar jetzt im Himmel, aber er ist einmal Mensch gewesen. Er kann daher mitfühlen. Diesen Gedanken berührt Paulus in Hebräer 4:15, 16, wo er Jesus als Hohenpriester beschreibt.
15. Inwiefern unterscheidet sich Jesus von menschlichen Richtern?
15 Denke beim Lesen von Hebräer 4:15, 16 einmal darüber nach, wie erleichtert wir sein sollten, Jesus als Richter zu haben: „Denn als Hohenpriester [und Richter] haben wir nicht einen, der nicht mitfühlen kann mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allen Beziehungen auf die Probe gestellt worden ist wie wir selbst, doch ohne Sünde. Nahen wir uns daher mit Freimut der Rede dem Thron der unverdienten Güte, damit wir Barmherzigkeit erlangen und unverdiente Güte finden mögen als Hilfe zur rechten Zeit.“ Vor Gericht erscheinen zu müssen ruft heute oftmals Angst und Schrecken hervor. Da wir aber Christus als Richter haben, können wir uns ihm ‘mit Freimut der Rede nahen, damit wir Barmherzigkeit erlangen und unverdiente Güte finden und eine Hilfe zur rechten Zeit’. Was jedoch die Zeit betrifft, besteht guter Grund zu der Frage: „Wann wird Jesus die Menschheit in Gerechtigkeit richten?“
Ein „Tag“ zum Richten — Wann?
16, 17. Wieso wissen wir, daß gegenwärtig vom Himmel aus ein Werk des Richtens durchgeführt wird?
16 Behalten wir im Sinn, daß Paulus sagte, Gott habe „einen Tag festgesetzt“, an dem er die Welt durch den von ihm ernannten Richter richten werde. Doch bereits vor diesem Gerichts„tag“, das heißt heute, ja in unserer Zeit, führt Jesus ein wichtiges Werk des Richtens durch. Wieso können wir das sagen? Kurz bevor Jesus festgenommen und ungerechterweise zum Tode verurteilt wurde, äußerte er eine historische Prophezeiung, die unsere Zeit betraf. Wir finden sie in Matthäus, Kapitel 24. Jesus schilderte, welche Weltereignisse die Zeitspanne kennzeichnen würden, die als „Abschluß des Systems der Dinge“ bezeichnet wird. Die Kriege, die Lebensmittelverknappungen, die Erdbeben und die anderen Bedrängnisse, die seit dem Ersten Weltkrieg die ganze Erde heimgesucht haben, beweisen, daß sich Jesu Prophezeiung heute erfüllt und daß in Kürze ‘das Ende kommen wird’ (Matthäus 24:3-14). Gestützt auf die Bibel, machen Jehovas Zeugen schon jahrzehntelang auf diese Tatsache aufmerksam. Wer gern weitere Beweise dafür kennenlernen möchte, wieso wir wissen, daß wir in den letzten Tagen des heutigen ungerechten Systems leben, wende sich bitte an Jehovas Zeugen.
17 Untersuchen wir jetzt die zweite Hälfte von Matthäus, Kapitel 25, die auch zu Jesu Prophezeiung über die letzten Tage gehört. Matthäus 25:31, 32 bezieht sich also auf unsere Zeit. Es heißt: „Wenn der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich [im Himmel] auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt.“ Wenden wir uns nun der Stelle zu, wo Jesus den Ausgang seines Trennungswerkes oder Richtens erklärt. Der Vers 46 lautet: „Und diese [Menschen, die nach seinem Urteil Böcken gleichen] werden in die ewige Abschneidung weggehen, die Gerechten [die „Schafe“] aber in das ewige Leben.“
18. Was wird das Ergebnis des heutigen Richtens sein?
18 Wir leben somit in einer entscheidenden Gerichtszeit. Diejenigen, die heute ‘Gott suchen und ihn wirklich finden’, bezeichnet der Richter als „Schafe“, die das Ende des gegenwärtigen Systems überleben und in die darauf folgende neue Welt Gottes gelangen werden. Dann werden sich die Worte aus 2. Petrus 3:13 bewahrheiten: „Es [gibt] neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen.“ Das wird der „Tag“ sein, an dem sich die Worte des Paulus aus Apostelgeschichte 17:31 vollständig erfüllen werden — die Zeit, in der die Erde in Gerechtigkeit gerichtet wird.
19, 20. Wer wird von dem kommenden Gerichtstag betroffen sein?
19 An diesem Gerichtstag wird es um weit mehr Menschen gehen als nur um die symbolischen „Schafe“, die überlebt haben werden und für würdig erachtet worden sind, in die neue Welt zu gelangen. Denken wir daran, daß Jesus von einer kommenden Auferstehung sprach, nachdem er darauf hingewiesen hatte, daß sein Vater ihm das Gericht übergeben hat. Und laut Apostelgeschichte 10:42 ist Jesus Christus, wie der Apostel Petrus sagte, derjenige, „der von Gott dazu verordnet ist, Richter der Lebenden und der Toten zu sein“.
20 Folglich ist der in Apostelgeschichte 17:31 erwähnte ‘festgesetzte Tag’, an dem Gott durch Jesus Christus „die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten“ wird, eine Zeit, in der die Toten auferweckt werden. Welch eine Freude wird es sein, mitzuerleben, wie durch Gottes Macht der Tod überwunden wird, der als Strafmaß oftmals eine der größten Ungerechtigkeiten gewesen ist! Einige Menschen wurden wie Jesus von der Obrigkeit ungerechterweise hingerichtet oder kamen durch einfallende Heere um. Andere haben das Leben durch unvorhergesehene Ereignisse verloren, wie zum Beispiel Wirbelstürme, Erdbeben oder Feuersbrünste (Prediger 9:11).
Frühere Benachteiligungen beseitigt
21. Inwiefern wird es frühere Benachteiligungen in der neuen Welt nicht mehr geben?
21 Stellen wir uns vor, wie begeisternd es sein wird, zu erleben, daß unsere Angehörigen zum Leben zurückgebracht werden! Viele werden dadurch zum erstenmal die Gelegenheit haben, ‘Gott zu suchen und ihn wirklich zu finden’, so daß ihnen dann „ewiges Leben“ in Aussicht steht — ein Lohn, den die „Schafe“ erlangen können.
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