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Wir fanden die „Perle von hohem Wert“Der Wachtturm (Studienausgabe) 2019 | April
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Pam, du hattest einige Jahre später eine Fehlgeburt. Wie hast du das verkraftet?
Ich wurde 1973 schwanger, als Winston und ich im Südpazifik waren. Wir beschlossen, nach Australien zurückzukehren, wo wir vier Monate später unser Kind verloren. Das ging auch Winston sehr nahe, schließlich war es auch sein Kind. Der Schmerz ließ zwar mit der Zeit nach, aber er verging nie ganz – bis der Wachtturm vom 15. April 2009 erschien. In „Fragen von Lesern“ ging es um das Thema: „Besteht für ein Kind, das im Mutterleib stirbt, die Hoffnung auf eine Auferstehung?“ In dem Artikel hieß es, dass die Angelegenheit in der Hand Jehovas liegt und er immer richtig handelt. Er wird die vielen Wunden heilen, die uns in dem gegenwärtigen System zugefügt werden, denn er hat in seiner Liebe seinen Sohn beauftragt, „die Werke des Teufels abzubrechen“ (1. Joh. 3:8). Durch den Artikel bekamen wir außerdem noch mehr Wertschätzung für die wertvolle „Perle“, die wir als Jehovas Volk besitzen. Wo wären wir ohne die Königreichshoffnung!
Nach dem Verlust unseres Babys gingen wir wieder in den Vollzeitdienst. Wir waren einige Monate im australischen Bethel und dann wieder im Kreisdienst. Nach vier Jahren im ländlichen Neusüdwales und in Sydney bekamen wir 1981 die Einladung ins Zweigbüro Australien, wie es damals hieß. Dort sind wir heute noch.
Winston, war dir die Zeit auf den südpazifischen Inseln bei deiner Arbeit im Zweigkomitee von Australasien eine Hilfe?
Ja, in mehrerlei Hinsicht. Erstens, weil Australien gebeten wurde, Amerikanisch-Samoa und Samoa zu betreuen. Dann wurden die Zweige Neuseeland und Australien zusammengelegt. Das Zweiggebiet von Australasien umfasst nun Australien, Amerikanisch-Samoa und Samoa, die Cookinseln, Neuseeland, Niue, Timor-Leste, Tokelau und Tonga. Viele dieser Regionen durfte ich als Vertreter des Zweigbüros besuchen. Bei der Arbeit mit den treuen Brüdern und Schwestern dort habe ich viel gelernt, und das hilft mir sehr, ihnen jetzt vom Zweigbüro aus zu dienen.
Winston und Pam im Zweigbüro Australasien
Vielleicht darf ich abschließend sagen: Pam und mir ist schon lange bewusst, dass nicht nur Erwachsene Gott suchen – bei uns war das ja auch der Fall. Junge Menschen wollen diese „Perle von hohem Wert“ ebenfalls besitzen, selbst wenn die eigene Familie kein Interesse daran hat (2. Kö. 5:2, 3; 2. Chr. 34:1-3). Jehova ist ein so liebevoller Gott. Er möchte, dass alle, Jung und Alt, ewig leben!
Als Pam und ich vor über 50 Jahren unsere Suche nach Gott begannen, ahnten wir nicht, wohin sie uns führen würde. Die Wahrheit über das Königreich ist wirklich eine Perle von unschätzbarem Wert! Wir wollen sie mit aller Kraft festhalten!
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