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Erwachet! 1996
g96 8. 3. S. 27

Mistkäfer zu Hilfe!

VON UNSEREM KORRESPONDENTEN IN SÜDAFRIKA

WER konnte vor 200 Jahren, als in Australien Rinder eingeführt wurden, schon ahnen, was für große Probleme daraus für das Land resultieren würden!

Im Laufe der Zeit war das Weideland immer stärker mit Kuhfladen übersät, an manchen Stellen konnte das Gras nicht mehr wachsen, oder das Gras war ungenießbar für die Rinder. Die Kothaufen wurden schließlich zu großen Brutstätten lästiger Fliegen. Wie es in einem Bericht der Zeitschrift Africa—Environment & Wildlife hieß, war dieses Problem in den 70er Jahren zu einer „wirtschaftlichen und ökologischen Krise riesigen Ausmaßes“ geworden. Man errechnete, daß „jedes Jahr über zwei Millionen Hektar Weideland verlorengingen ...; wegen des liegengebliebenen Kots konnten große Mengen Stickstoff nicht an den Boden zurückgegeben werden, und die Fliegen wurden zu einer regelrechten Epidemie“.

Was war falsch gelaufen? In Afrika säubern Blatthornkäfer wie der Mistkäfer das Grasland in der Regel schnell und gründlich von Tierkot. Der in die Erde eingegrabene Kot dient als Dünger und lockert den Boden auf, was das Wachstum von Pflanzen begünstigt. Auf diese Weise werden schädliche Fliegenarten unter Kontrolle gehalten und Eier von Parasiten vernichtet, was wiederum die Ausbreitung bakterieller Erkrankungen verhindert.

Woran die Siedler in Australien damals jedoch nicht dachten, ist die Tatsache, daß sich die australischen Blatthornkäfer ausschließlich mit dem kleinen, harten und rundlichen Kot einheimischer Tiere befassen und mit den großen, weichen Kuhfladen nichts anfangen können.

Was nun? Ganz einfach: Man importierte Blatthornkäfer aus anderen Ländern. Die in Afrika heimischen Blatthornkäfer (von denen es dort etwa 2 000 Arten gibt) bewältigen beispielsweise enorme Mengen an weichem Tierkot, zum Beispiel Elefantenkot. Für sie ist die Beseitigung von Kuhfladen ein Kinderspiel. Wie viele Käfer jedoch nötig sind, um diese Aufgabe zu erledigen! In Africa—Environment & Wildlife war zu lesen, daß in einem Nationalpark „auf einem einzigen Haufen Elefantenkot 7 000 Käfer gezählt wurden“, in einem anderen Park „sammelte man von einem 7 kg schweren Haufen Elefantenkot in 12 Stunden 22 746 Käfer“. Man stelle sich vor, welcher riesigen Mengen an Käfern es bedarf, um das große Problem mit dem Tierkot in Australien anzugehen!

Glücklicherweise verbessert sich die Lage gegenwärtig zusehends — dank der afrikanischen Blatthornkäfer.

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