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Erwachet! 1999
g99 8. 11. S. 19-20

Frühe Pioniere der Luftfahrt

„Als Flugzeugpilot hat mir die ‚Erwachet!‘-Ausgabe vom 8. März 1999 über das Fliegen außerordentlich gut gefallen. Ich habe jedoch eine Frage: Warum wurde Alberto Santos-Dumont nicht erwähnt? Er war einer der ersten Flieger“ (C. B., Vereinigte Staaten).

DIE Titelserie mit dem Thema „Das Fliegen — Wie fing es an? Wie sicher ist es?“ in der Erwachet!-Ausgabe vom 8. März 1999 enthielt einen kurzen Abriß der Geschichte der Luftfahrt. Ein Großteil des Materials befaßte sich zwar mit den Errungenschaften der Amerikaner Wilbur und Orville Wright, aber diese beiden Brüder waren nicht die einzigen, die um die Jahrhundertwende mit Flugmaschinen „schwerer als Luft“ experimentierten. Wir wollen noch einige andere Pioniere der Luftfahrt vorstellen.

• Alberto Santos-Dumont wurde am 20. Juli 1873 in Minas Gerais (Brasilien) geboren. Als er ein Jugendlicher war, zog seine Familie nach Paris. Dort studierte Santos-Dumont Physik, Chemie, Mechanik und Elektrizitätslehre. Er hatte den Ehrgeiz zu fliegen, und so baute und flog er zwischen 1898 und 1905 elf lenkbare Luftschiffe.

Im Oktober 1906 machte Santos-Dumont endlich seinen Traum wahr, mit einer Maschine „schwerer als Luft“ zu fliegen. Im Gegensatz zu früheren Maschinen, die von einem Katapult aus gestartet werden mußten, gelang es der Maschine von Santos-Dumont, der 14-bis, sich mit eigener Propellerkraft vom Boden zu erheben. Der 60 Meter weite Flug von Santos-Dumont mit seiner 14-bis gilt als der erste erfolgreiche Motorflug in Europa mit einem Flugzeug „schwerer als Luft“.

Es belastete und betrübte Santos-Dumont sehr, daß das Flugzeug in den darauffolgenden Jahren ein Werkzeug der Zerstörung wurde. Man sagt sogar, seine Verzweiflung darüber, daß Flugzeuge im Krieg eingesetzt wurden, sei ausschlaggebend für seinen Selbstmord im Jahr 1932 gewesen. In jedem Fall hat Santos-Dumont einen festen Platz in der Geschichte der Luftfahrt.

• Gustav Weißkopf kam am 1. Januar 1874 in Leutershausen (Deutschland) zur Welt. Wegen seines starken Interesses am Fliegen gaben ihm seine Schulkameraden den Spitznamen „der Flieger“. Im Alter von 13 Jahren verlor Gustav seine Eltern, und obwohl er in den darauffolgenden Jahren von einem Ort zum anderen umzog, verlor er nie seine Leidenschaft für das Fliegen. Eine kurze Zeit lang ging der junge Gustav bei dem berühmten Flieger Otto Lilienthal in die Lehre. 1894 ließ er sich schließlich in den Vereinigten Staaten nieder.

Wie im Erwachet! vom 8. März 1999 erläutert wurde, behaupten manche, Weißkopf habe 1901 als erster einen gesteuerten Flug mit einer Maschine „schwerer als Luft“ geschafft. Für diese Behauptung gibt es jedoch kein fotografisches Beweismaterial. Seltsamerweise hatte die Presse damals die Bedeutung der frühen Fortschritte in der Fliegerei nicht erkannt, nicht einmal, als die Brüder Wright ihren Flug unternahmen. Nach Aussage des Journals Air Enthusiast hat „sich die Öffentlichkeit erst wirklich ernsthaft im Jahr 1910 für diese ‚neue Technologie‘ interessiert und die Möglichkeit, daß der Mensch fliegen kann, allmählich akzeptiert“.

• Samuel Pierpont Langley, Sekretär der Smithsonian Institution in Washington (D. C.), war Astrophysiker. Er baute 1896 ein dampfbetriebenes Fluggerät, das unbemannt 1 280 Meter weit flog, dann aber keinen Treibstoff mehr hatte.

Dampfmotoren sind natürlich ziemlich schwer und erwiesen sich als enorm unpraktisch für das Fliegen. Langleys Assistent, Charles M. Manly, baute daher einen 57 Kilogramm schweren Motor mit 53 PS, der geeigneter sein sollte. Die Folge war ein weit besseres Fluggerät, das Langley Aerodrome nannte. Am 7. Oktober 1903 saß Manly am Steuer, während Langleys Flugzeug von einem Katapult auf einem Hausboot aus gestartet wurde. Es stürzte dann in den Potomac. Ein erneuter Versuch zwei Monate später mißglückte genauso. Desillusioniert gab Langley sein Projekt auf.

Trotz seiner Fehlschläge hatte Langley jedoch wichtige Verbesserungen auf dem Gebiet der Luftfahrt erzielt. 1914, acht Jahre nach Langleys Tod, wurden am Aerodrome einige Veränderungen vorgenommen; schließlich wurde er in Hammondsport (New York) von Glenn H. Curtiss mit Erfolg geflogen.

Das waren nur einige der vielen Personen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Entwicklung auf dem Gebiet der Luftfahrt vorantrieben. Heute kreuzen Hunderttausende von Flugzeugen unterschiedlichster Größe am Himmel. Sie alle verdanken ihre Existenz — und zum Teil ihren Flugerfolg — den frühen Pionieren der Luftfahrt.

[Bilder auf Seite 19]

Alberto Santos-Dumont und sein Flugzeug, die „14-bis“

[Bildnachweis]

Culver Pictures

North Wind Picture Archives

[Bilder auf Seite 20]

Gustav Weißkopf und eine Nachbildung seiner Flugmaschine „schwerer als Luft“

[Bildnachweis]

Flughistorische Forschungsgemeinschaft Gustav Weißkopf

[Bilder auf Seite 20]

Samuel P. Langley und sein „Aerodrome“

[Bildnachweis]

Dictionary of American Portraits/Dover

U.S. National Archives photo

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