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  • „Babylon die Große ist gefallen!“
    Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
    • „Und ein anderer, ein zweiter Engel, folgte und sprach: ‚Sie ist gefallen! Babylon die Große ist gefallen, sie, die alle Nationen veranlaßt hat, von dem Wein der Wut ihrer Hurerei zu trinken!‘ “ (Offenbarung 14:8).

  • „Babylon die Große ist gefallen!“
    Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
    • 3. In welchem Sinn kann gesagt werden, daß Babylon die Große gefallen ist?

      3 Vielleicht fragst du jetzt: „Warum macht der Engel bekannt, daß Babylon die Große gefallen ist, obschon die Religion auf der Erde immer noch großen Einfluß ausübt?“ Nun, was folgte nach der Einnahme der alten Stadt Babylon im Jahre 539 v. u. Z.? Das Volk Israel wurde frei und konnte in sein Heimatland zurückkehren, um dort die wahre Anbetung wiederherzustellen. Die Wiederherstellung des geistigen Israel im Jahre 1919 zu blühendem geistigem Wohlstand, der bis heute angehalten und noch zugenommen hat, beweist, daß Babylon die Große in jenem Jahr gefallen ist. Sie besitzt nicht mehr die Macht, die Freiheit des Volkes Gottes einzuschränken. Außerdem hat sie in ihren eigenen Reihen mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Seit 1919 ist viel über ihre Korruption, Unehrlichkeit und Unmoral geschrieben worden. In den meisten Staaten Europas gehen nur noch wenig Menschen in die Kirche, und in manchen sozialistischen Ländern gilt die Religion als „Opium für das Volk“. Sie ist schändlich in den Augen aller, die Gottes Wort der Wahrheit lieben, und wartet jetzt sozusagen in der Todeszelle auf die Vollstreckung des gerechten Strafurteils, das Jehova über sie gefällt hat.

      Babylons unrühmlicher Fall

      4—6. Wie hat Babylon die Große alle Nationen veranlaßt, „von dem Wein der Wut ihrer Hurerei zu trinken“?

      4 Wir wollen nun die Umstände des unrühmlichen Falls von Babylon der Großen genauer untersuchen. Der Engel sagt, daß „Babylon die Große ... alle Nationen veranlaßt hat, von dem Wein der Wut ihrer Hurerei zu trinken“. Was bedeutet das? Es hängt mit Eroberung zusammen. Zum Beispiel sagte Jehova zu Jeremia: „Nimm diesen Becher des Grimmweins aus meiner Hand, und du sollst ihn alle Nationen, zu denen ich dich sende, trinken lassen. Und sie sollen trinken und hin und her schwanken und wie Unsinnige handeln wegen des Schwertes, das ich unter sie sende“ (Jeremia 25:15, 16). Im 6. und 7. Jahrhundert v. u. Z. gebrauchte Jehova das alte Babylon, um einen symbolischen Becher der Drangsal auszugießen, den viele Nationen trinken mußten, auch das abtrünnige Juda, und so geriet sogar Gottes eigenes Volk in Gefangenschaft. Dann kam auch Babylon an die Reihe; es wurde erobert, weil sich sein König gegen Jehova, „den Herrn der Himmel“, erhoben hatte (Daniel 5:23).

      5 Babylon die Große hat ebenfalls Eroberungen gemacht, aber zum größten Teil ist das auf eine heimtückischere Weise geschehen. Sie hat „alle Nationen veranlaßt ... zu trinken“, indem sie die Tricks einer Prostituierten angewandt und mit ihnen religiöse Hurerei begangen hat. Sie hat politische Herrscher verlockt, mit ihr Bündnisse und freundschaftliche Beziehungen einzugehen. Sie hat durch religiöse Lockmittel ein Ränkespiel getrieben, das zur politischen, kommerziellen und wirtschaftlichen Unterdrückung führte. Sie hat zu religiösen Verfolgungen, zu Religionskriegen und zu Kreuzzügen gehetzt sowie aus rein politischen und kommerziellen Gründen zu Kriegen zwischen Staaten. Und sie hat diese Kriege geheiligt, indem sie erklärt hat, sie seien Gottes Wille.

      6 Es ist allgemein bekannt, daß die Religion auch im 20. Jahrhundert in Kriege und Politik verwickelt gewesen ist — im schintoistischen Japan, im hinduistischen Indien, im buddhistischen Vietnam, im „christlichen“ Nordirland und Lateinamerika sowie in anderen Gebieten —, auch darf man die Rolle nicht übersehen, die die Feldgeistlichen in den zwei Weltkriegen in beiden Lagern gespielt haben, indem sie die jungen Männer anfeuerten, einander hinzumorden. Ein klassisches Beispiel dafür, wie Babylon die Große „flirtet“, ist der Anteil, den sie am Spanischen Bürgerkrieg (1936—1939) hatte, in dem wenigstens 600 000 Menschen getötet wurden. Dieses Blutbad wurde durch Unterstützer der katholischen Geistlichkeit und ihre Verbündeten provoziert, zum Teil deshalb, weil Reichtum und Stellung der Kirche durch Spaniens gesetzliche Regierung gefährdet waren.

      7. Wer ist das Hauptangriffsziel Babylons der Großen gewesen, und welche Methoden hat sie gegen dieses Angriffsziel angewandt?

      7 Da Babylon die Große der religiöse Teil von Satans Samen ist, hat sie stets Jehovas „Frau“, das „Jerusalem droben“, zu ihrem Hauptangriffsziel gemacht. Im 1. Jahrhundert war die Versammlung der gesalbten Christen deutlich als der Same der Frau zu erkennen (1. Mose 3:15; Galater 3:29; 4:26). Babylon die Große bemühte sich intensiv, die reine Versammlung zu religiöser Hurerei zu verführen. Die Apostel Paulus und Petrus sagten warnend, daß viele diesen Verführungskünsten erliegen würden und daß es zu einem großen Abfall käme (Apostelgeschichte 20:29, 30; 2. Petrus 2:1-3). Jesu Botschaften an die sieben Versammlungen lassen erkennen, daß Babylon die Große gegen Ende des Lebens des Johannes bei ihren Bemühungen, die Versammlungen zu verderben, einen gewissen Erfolg hatte (Offenbarung 2:6, 14, 15, 20-23). Aber Jesus hatte bereits deutlich gemacht, wie weit sie gehen dürfte.

      Unkraut und Weizen

      8, 9. (a) Worauf deutet das Gleichnis Jesu vom Unkraut und Weizen hin? (b) Was geschah, „während die Menschen schliefen“?

      8 In seinem Gleichnis vom Unkraut und Weizen sagte Jesus, daß ein Mann vortrefflichen Samen auf ein Feld säte. Aber „während die Menschen schliefen“, kam ein Feind und säte Unkraut hinzu. Daher sah man dann vor lauter Unkraut den Weizen nicht mehr. Jesus erklärte das Gleichnis wie folgt: „Der den vortrefflichen Samen sät, ist der Sohn des Menschen; das Feld ist die Welt; was den vortrefflichen Samen betrifft, dies sind die Söhne des Königreiches; das Unkraut aber sind die Söhne dessen, der böse ist, und der Feind, der es säte, ist der Teufel.“ Dann legte er dar, daß man den Weizen und das Unkraut bis „zum Abschluß des Systems der Dinge“ zusammen wachsen lassen werde und daß dann die Engel das symbolische Unkraut „herauslesen“ würden (Matthäus 13:24-30, 36-43).

      9 Das, wovor Jesus und die Apostel Paulus und Petrus gewarnt hatten, trat ein. „Während die Menschen schliefen“ — entweder nachdem die Apostel im Tod entschlafen waren, oder als die christlichen Aufseher beim Hüten der Herde Gottes schläfrig wurden —, wucherten babylonische Irrtümer direkt in der Versammlung (Apostelgeschichte 20:31). Nach kurzer Zeit hatte das Unkraut den Weizen überwuchert, so daß man ihn nicht mehr sah. Jahrhundertelang schien es, als hätten die bauschigen Rocksäume von Babylon der Großen den Samen der Frau erstickt.

      10. Was unternahm man spätestens in den 1870er Jahren, und wie reagierte Babylon die Große darauf?

      10 Spätestens in den 1870er Jahren unternahmen gesalbte Christen entschlossen Schritte, um sich von den hurerischen Wegen Babylons der Großen zu distanzieren. Sie gaben die Irrlehren auf, die die Christenheit aus dem Heidentum übernommen hatte, und predigten mutig anhand der Bibel, daß die Zeiten der Nationen im Jahre 1914 enden würden. Das Hauptwerkzeug Babylons der Großen, die Geistlichkeit der Christenheit, bekämpfte diese Bemühungen zur Wiederherstellung der wahren Anbetung. Im Ersten Weltkrieg machte sie sich die Kriegshysterie zunutze, um zu versuchen, die kleine Gruppe treuer Christen auszurotten. Im Jahre 1918, als man deren Tätigkeit fast ganz unterdrückt hatte, sah es so aus, als sei Babylon die Große erfolgreich gewesen. Sie hatte anscheinend über diese Gruppe von Christen triumphiert.

      11. Was hatte der Sturz des alten Babylon zur Folge?

      11 Wie bereits erwähnt, erlebte die stolze Stadt Babylon im Jahre 539 v. u. Z. einen katastrophalen Machtsturz. Damals hörte man den Ruf: „Sie ist gefallen! Babylon ist gefallen ...!“ Die Hauptstadt des Weltreiches war dem Heer der Medo-Perser unter Cyrus dem Großen anheimgefallen. Die Stadt selbst überdauerte zwar die Eroberung, doch ihr Machtsturz war echt und hatte die Freilassung der jüdischen Gefangenen zur Folge. Die Juden kehrten nach Jerusalem zurück, um dort die reine Anbetung wiederherzustellen (Jesaja 21:9; 2. Chronika 36:22, 23; Jeremia 51:7, 8).

      12. (a) In welchem Sinne ist Babylon die Große in unserer Zeit gefallen? (b) Was beweist, daß Jehova die Christenheit völlig verworfen hat?

      12 Auch in unserer Zeit ist der Ruf gehört worden, daß Babylon die Große gefallen sei. Der vorübergehende Erfolg der babylonischen Christenheit im Jahre 1918 wurde im Jahre 1919 ins Gegenteil verkehrt, als der Überrest der Gesalbten, die Johannes-Klasse, durch eine geistige Erweckung wiederhergestellt wurde. Babylon die Große war in dem Sinne gefallen, als sie Gottes Volk nicht mehr gefangenhalten konnte. Wie Heuschrecken schwärmten Christi gesalbte Brüder aus dem Abgrund hervor, bereit, in Aktion zu treten (Offenbarung 9:1-3; 11:11, 12). Sie waren der neuzeitliche „treue und verständige Sklave“, und der Herr setzte sie über seine ganze Habe auf der Erde (Matthäus 24:45-47). Die Tatsache, daß sie so gebraucht wurden, beweist, daß Jehova die Christenheit trotz ihrer Behauptung, ihn auf der Erde zu vertreten, völlig verworfen hatte. Die reine Anbetung war wiederhergestellt und der Weg frei, um das Versiegeln des Überrests der 144 000 — die Übriggebliebenen des Samens der Frau (seit Urzeiten die Feindin Babylons der Großen) — zu vollenden. All das läßt erkennen, daß die religiöse Organisation Satans eine vernichtende Niederlage erlitten hat.

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