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    Der Wachtturm 2000 | 1. April
    • Verboten — aber aktiver als je zuvor

      Am 10. Mai 1940 überfiel die deutsche Wehrmacht die Niederlande. Da die Veröffentlichungen, die Jehovas Zeugen verbreiteten, die Untaten des Nationalsozialismus aufdeckten und für Gottes Königreich eintraten, waren die Nationalsozialisten unverzüglich darauf bedacht, die Tätigkeit der Zeugen zu unterbinden. Weniger als drei Wochen nachdem die Nationalsozialisten in die Niederlande eingedrungen waren, verboten sie Jehovas Zeugen durch einen Geheimerlaß. Am 10. März 1941 wurde das Verbot durch einen Pressebericht publik gemacht, in dem die Zeugen beschuldigt wurden, einen Feldzug „gegen alle staatlichen und kirchlichen Institutionen“ zu führen. Auf Grund dessen verschärfte sich die Jagd auf Jehovas Zeugen.

      Die berüchtigte Gestapo (Geheime Staatspolizei) überwachte zwar alle Kirchen, doch interessanterweise wurde nur eine einzige christliche Gemeinschaft von ihr heftig verfolgt. „Verfolgung bis in den Tod traf nur eine Religionsgemeinschaft — die Zeugen Jehovas“, schreibt der niederländische Historiker Dr. Louis de Jong in dem Buch Het Koninkrijk der Nederlanden in de Tweede Wereldoorlog (Das Königreich der Niederlande während des Zweiten Weltkriegs).

      Die niederländische Polizei unterstützte die Gestapo dabei, die Zeugen ausfindig zu machen und zu verhaften. Außerdem versorgte ein reisender Aufseher, der der Furcht nachgegeben hatte und abtrünnig geworden war, die Nationalsozialisten mit Informationen über seine früheren Mitchristen. Ende April 1941 befanden sich 113 Zeugen in Haft. Wurde durch diesen Angriff die Predigttätigkeit zum Erliegen gebracht?

      Die Antwort ist in den Meldungen aus den Niederlanden zu finden, einem Geheimdokument, das die deutsche Sicherheitspolizei im April 1941 abfaßte. In dem Bericht hieß es über Jehovas Zeugen: „Diese verbotene Sekte entfaltete während der Berichtswoche im ganzen Lande eine lebhafte Tätigkeit in Form illegaler Versammlungen und durch Ankleben von Zetteln, die beispielsweise folgende Aufschrift trugen: ‚Gottes Zeugen zu verfolgen ist ein Verbrechen.‘ . . . ‚Jehova bestraft die Verfolger mit ewiger Vernichtung.‘ “ Zwei Wochen später berichtete dieselbe Quelle, daß „trotz der verstärkten strengen Maßnahmen der Sicherheitspolizei gegen die Tätigkeit der Bibelforscher ihre Aktivitäten weiterhin zunehmen“. Ja, ungeachtet der Gefahr, festgenommen zu werden, setzten die Zeugen ihr Werk fort und verbreiteten allein im Jahr 1941 mehr als 350 000 Veröffentlichungen.

  • Treu und unerschrocken trotz der NS-Tyrannei
    Der Wachtturm 2000 | 1. April
    • [Bild auf Seite 26]

      Zeitungsartikel über den Erlaß, durch den Jehovas Zeugen verboten wurden

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