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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1992
    • Eine Wendung zum Schlechteren

      In den Jahren 1963 und 1964 blieb die meiste Zeit alles ruhig, doch dann erhielt man die Nachricht, daß ein Brief an alle Polizeibehörden geschickt wurde, in dem es hieß, daß Jehovas Zeugen verboten worden waren und festgenommen werden sollten. Ein weiterer Schlag folgte am 25. Januar 1965. Durch eine Pressemitteilung gab man bekannt, daß die Watch Tower Society ungesetzlich sei. Es stiegen allerdings Zweifel auf, ob diese Mitteilung amtlich war. Unter solchen Umständen plante man für den 2. bis 4. April 1965 einen Kreiskongreß in Tanga.

      Ein Saal wurde gemietet, Vorkehrungen für die Unterkünfte getroffen, und viele Zeugen reisten mit dem Zug von Sisalplantagen an. Auf der Fahrt predigten sie Mitreisenden, einer von ihnen war ein Polizist. Als sie am Ziel ankamen, nahm er alle Zeugen fest und brachte sie auf die Polizeiwache, aber schon nach kurzer Zeit ließ man sie wieder gehen.

      Am 3. April, es war der zweite Kongreßtag, wurde im Rundfunk bekanntgegeben, daß die Regierung das Werk der Zeugen Jehovas und alle damit verbundenen gesetzlichen Körperschaften verboten hatte. Trotzdem ging der Kongreß ohne irgendwelche Zwischenfälle zu Ende. Im Staatsanzeiger erschien keine Bekanntgabe des Verbots. Aus dem benachbarten Malawi (früher Njassaland) und aus Sambia (früher Nordrhodesien) war zu hören, daß das Verbot zwar verkündet, danach aber widerrufen worden war. Das wurde durch die Nachrichtenagentur Reuters bestätigt. Doch das Unvermeidliche geschah schließlich; am 11. Juni 1965 brachte der Staatsanzeiger eine Meldung, wonach die Watch Tower Society und alle damit verbundenen gesetzlichen Körperschaften für ungesetzlich erklärt wurden.

      Nun wurde die Polizei wachsamer, und Versuche, im Süden des Landes einen Kreiskongreß abzuhalten, schlugen fehl. Vereinzelt nahm man Brüder fest. Manchmal wurde Literatur beschlagnahmt, doch gelegentlich auch wieder zurückgegeben. Die Brüder fanden es klüger, in kleinen Gruppen zusammenzukommen. In Gebieten, in denen die Missionare der Christenheit die Polizei aufhetzten, wurde die Lage gespannter.

  • Kenia und benachbarte Länder
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1992
    • Es war eine große Überraschung, als man sechs Monate nach dem offiziellen Verbot ein Telegramm von den Brüdern aus Daressalam erhielt, in dem stand, daß die International Bible Students Association ab dem 6. Januar 1966 wie eine Handelsgesellschaft behandelt werden sollte. Dennoch blieben Jehovas Zeugen und die Watch Tower Society verboten. Am 24. November 1966 stand in einer Regierungsmitteilung, daß die International Bible Students Association als Gesellschaft aufgelöst worden sei, weil die Versammlungen es versäumt hätten, sich eintragen zu lassen.

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