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„Ein Glaube, der zurück nicht schrickt ...“Der Wachtturm 2000 | 1. November
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Wenngleich es nicht leicht war, Lebensmittel zu beschaffen, hatten Erika und die Kinder doch stets genug zu essen (Matthäus 6:33). Ein katholischer Bauer, für den ich einmal eine Nähmaschine repariert hatte, gab ihr Kartoffeln. Er leitete auch Nachrichten von mir an Erika weiter. Einmal kaufte sie etwas in einem Laden und bezahlte einen Gulden. Der Ladeninhaber, der ihre Situation kannte und wußte, daß sie keine Lebensmittelkarten erhielt, gab ihr das Gekaufte und noch zwei Gulden dazu. Solche von Mitgefühl zeugenden Taten halfen ihr zu überleben (Hebräer 13:5).
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„Ein Glaube, der zurück nicht schrickt ...“Der Wachtturm 2000 | 1. November
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Darüber hinaus organisierten wir Lebensmitteltransporte von Bauernhöfen im Osten der Niederlande in die Städte im Westen des Landes, obwohl dies verboten war. Wir packten Lebensmittel auf einen Pferdewagen und fuhren Richtung Westen. Wenn wir einen Fluß erreichten, konnten wir die jeweilige Brücke nicht überqueren, weil sie von Soldaten bewacht war. Also luden wir alles in kleine Boote um und fuhren mit den Lebensmitteln über den Fluß. Dann verluden wir alles auf einen anderen Pferdewagen. Nachdem wir am Bestimmungsort angekommen waren, warteten wir, bis es dunkel wurde, zogen den Pferden Socken über die Hufe und machten uns klammheimlich auf den Weg in das geheime Lebensmitteldepot der Versammlung. Von dort aus wurden die Nahrungsmittel an bedürftige Brüder verteilt.
Hätten die deutschen Truppen ein solches Lebensmitteldepot bei jemandem entdeckt, hätte er mit dem Tod rechnen müssen. Trotzdem waren etliche Brüder bereit zu helfen. Die Familie Bloemink in der Stadt Amersfoort stellte beispielsweise ihr Wohnzimmer als Lebensmittellager zur Verfügung, obwohl sich ihr Haus nur einen Steinwurf weit von einer deutschen Garnison entfernt befand. Mutige Zeugen wie diese riskierten ihr Leben für ihre Glaubensbrüder.
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