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Das Gericht an der berüchtigten HureDie Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
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„Und in der Kraft des Geistes trug er [der Engel] mich in eine Wildnis hinweg. Und ich erblickte eine Frau, die auf einem scharlachfarbenen wilden Tier saß, das voll lästerlicher Namen war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte“ (Offenbarung 17:3).
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Das Gericht an der berüchtigten HureDie Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
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15. Welche Unterschiede bestehen zwischen dem wilden Tier aus Offenbarung 13:1 und dem aus Offenbarung 17:3?
15 Dieses wilde Tier hat sieben Köpfe und zehn Hörner. Handelt es sich dabei um dasselbe wilde Tier, das Johannes vorher sah, das auch sieben Köpfe und zehn Hörner hatte? (Offenbarung 13:1). Nein, es bestehen Unterschiede. Dieses wilde Tier ist scharlachfarben, und im Gegensatz zu dem vorhergehenden wilden Tier wird von ihm nicht gesagt, daß es Diademe habe. Außerdem hat es nicht nur auf seinen sieben Köpfen lästerliche Namen, sondern ist „voll lästerlicher Namen“. Dessenungeachtet muß zwischen diesem neuen wilden Tier und dem vorhergehenden eine Verbindung bestehen; die Ähnlichkeit zwischen beiden ist so auffallend, daß es sich nicht um einen Zufall handeln kann.
16. Was ist das scharlachfarbene wilde Tier, und was wurde bezüglich seines Zweckes gesagt?
16 Was ist denn dieses neue scharlachfarbene wilde Tier? Es muß das Bild des wilden Tieres sein, das auf Drängen des anglo-amerikanischen wilden Tieres, das zwei Hörner wie ein Lamm hat, hervorgebracht wurde. Nach der Anfertigung des Bildes durfte das zweihörnige wilde Tier dem Bild des wilden Tieres Odem geben (Offenbarung 13:14, 15). Johannes sieht nun das lebende, atmende Bild. Es stellt den Völkerbund dar, den das zweihörnige wilde Tier im Jahre 1920 ins Leben rief. Dem amerikanischen Präsidenten Wilson schwebte ein Völkerbund vor, der „ein Forum für die Entscheidung von Rechtsstreitigkeiten für alle sein und die Gefahr eines Krieges für immer beseitigen sollte“. Als der Völkerbund nach dem Zweiten Weltkrieg in Form der Vereinten Nationen wieder ins Leben gerufen wurde, bestand sein erklärter Zweck darin, „den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit aufrechtzuerhalten“.
17. (a) Inwiefern ist das symbolische scharlachfarbene wilde Tier voll lästerlicher Namen? (b) Wer reitet auf dem scharlachfarbenen wilden Tier? (c) Wie verband sich die babylonische Religion von Anfang an mit dem Völkerbund und dessen Nachfolgeorganisation?
17 Inwiefern ist dieses symbolische wilde Tier voll lästerlicher Namen? Insofern als Menschen diesen multinationalen Götzen als Ersatz für Gottes Königreich geschaffen haben — um das zustande zu bringen, was gemäß Gottes Worten nur sein Königreich vollbringen kann (Daniel 2:44; Matthäus 12:18, 21). Das erstaunliche in der Vision des Johannes ist allerdings, daß Babylon die Große auf dem scharlachfarbenen wilden Tier reitet. In Übereinstimmung mit der Prophezeiung hat sich die babylonische Religion, insbesondere die Christenheit, mit dem Völkerbund und seiner Nachfolgeorganisation verbunden. Schon am 18. Dezember 1918 stimmte die jetzt als Nationalrat der Kirchen Christi in Amerika bekannte Vereinigung einer Erklärung zu, die auszugsweise lautete: „Ein solcher Bund ist nicht bloß ein politischer Friedensbehelf, er ist vielmehr der politische Ausdruck des Königreiches Gottes auf Erden. ... Die Kirche kann einen Geist guten Willens geben, ohne den kein Völkerbund bestehen kann. ... Der Völkerbund ist im Evangelium verwurzelt. Wie das Evangelium, so verfolgt auch er das Ziel: ‚Friede auf Erden, an den Menschen ein Wohlgefallen.‘ “
18. Wie zeigte die Geistlichkeit der Christenheit, daß sie den Völkerbund unterstützte?
18 Am 2. Januar 1919 war auf der Titelseite der San Francisco Chronicle die Schlagzeile zu lesen: „Papst plädiert für die Annahme des Völkerbundes Wilsons“. Am 16. Oktober 1919 legte man dem amerikanischen Senat eine von 14 450 Geistlichen führender Religionen unterzeichnete Petition vor, in der sie ihn aufforderten, „den Pariser Friedensvertrag, der die Völkerbundsatzung enthält, zu ratifizieren“. Obwohl der amerikanische Senat den Vertrag nicht ratifizierte, fuhr die Geistlichkeit der Christenheit fort, für den Völkerbund einzutreten. Und wie wurde der Völkerbund eingeführt? In einer Nachrichtenmeldung vom 15. November 1920 hieß es: „Die erste Völkerbundversammlung wurde um elf Uhr heute morgen durch das Läuten aller Kirchenglocken in Genf eröffnet.“
19. Welche Stellung bezog die Johannes-Klasse, als das scharlachfarbene wilde Tier in Erscheinung trat?
19 Beteiligte sich die Johannes-Klasse, die einzige Gruppe auf der Erde, die die angebrochene Herrschaft des messianischen Königreiches anerkannte, mit der Christenheit an der Huldigung des scharlachfarbenen wilden Tieres? Ganz und gar nicht! Am Sonntag, den 7. September 1919 wurde auf dem Kongreß des Volkes Jehovas in Cedar Point (Ohio) der öffentliche Vortrag „Die Hoffnung für die bedrängte Menschheit“ gehalten. Am darauffolgenden Tag berichtete das Star-Journal in Sandusky, J. F. Rutherford habe bei seiner Ansprache vor nahezu 7 000 Personen „erklärt, daß der Herr gewißlich sein Mißfallen über den Völkerbund zum Ausdruck bringen werde, ... weil die Geistlichkeit — sowohl die katholische als auch die protestantische —, die behauptet, Gott zu vertreten, seinen Plan aufgegeben, den Völkerbund gebilligt und begeistert als einen politischen Ausdruck des Königreiches Christi auf Erden aufgenommen habe“.
20. Weshalb war es von seiten der Geistlichkeit gotteslästerlich, den Völkerbund begeistert als „den politischen Ausdruck des Königreiches Gottes auf Erden“ aufzunehmen?
20 Das gänzliche Versagen des Völkerbundes hätte für die Geistlichkeit ein deutlicher Hinweis sein sollen, daß solche von Menschen geschaffenen Einrichtungen kein Teil des Königreiches Gottes auf Erden sind. Welch eine Gotteslästerung, so etwas zu behaupten! Man stellte es so hin, als sei Gott an dem ungeheuren Pfuschwerk, als das sich der Völkerbund dann erwies, beteiligt gewesen. Was Gott betrifft, „vollkommen ist sein Tun“. Jehovas himmlisches Königreich unter Christus — und nicht eine Vereinigung streitender Politiker, von denen viele Atheisten sind — ist das Mittel, durch das er Frieden schaffen und seinen Willen sowohl auf der Erde als auch im Himmel ausführen lassen wird (5. Mose 32:4; Matthäus 6:10).
21. Was zeigt, daß die große Hure die Nachfolgeorganisation des Völkerbundes, die Vereinten Nationen, unterstützt und bewundert?
21 Wie steht es mit der Nachfolgeorganisation des Völkerbundes, den Vereinten Nationen? Auch diese Einrichtung wird seit ihrer Gründung von der großen Hure geritten, die sichtbar mit ihr verbunden ist und sich bemüht, deren Tätigkeit zu beeinflussen. Zum Beispiel versammelten sich im Juni 1965 anläßlich des 20. Jahrestages des Bestehens der Vereinten Nationen Vertreter der römisch-katholischen Kirche und der griechisch-orthodoxen Kirche mit Protestanten, Juden, Hindus, Buddhisten und Moslems — ungefähr zwei Milliarden Erdbewohner wurden damals vertreten — in San Francisco zu einer Feier als Zeichen ihrer Unterstützung und Bewunderung der UN. Als Papst Paul VI. im Oktober 1965 die Vereinten Nationen besuchte, beschrieb er sie als „die bedeutendste aller Weltorganisationen“ und fügte hinzu: „Die Völker der Erde wenden sich an die Vereinten Nationen als die letzte Hoffnung für die Eintracht und den Frieden.“ Ein anderer Papst, der die UN besuchte, Papst Johannes Paul II., sagte bei einer Ansprache vor den Vereinten Nationen im Oktober 1979: „Möge die Organisation der Vereinten Nationen immer das oberste Forum für den Frieden und die Gerechtigkeit bleiben.“ Bemerkenswerterweise befaßte sich der Papst in seiner Rede nur sehr wenig mit Jesus Christus oder dem Königreich Gottes. Während seines Besuches in den Vereinigten Staaten im September 1987 „sprach Johannes Paul ausführlich über die positive Rolle der Vereinten Nationen bei der Förderung ... einer ‚neuen, weltweiten Solidarität‘ “, wie die New York Times berichtete.
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