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  • Was die Gesundheit beeinflußt — Was man tun kann
    Erwachet! 1995 | 8. April
    • Manchmal kann man eine Krankheit nicht verhindern, aber man kann sie dennoch unter Kontrolle bekommen. „Man schätzt, daß gut die Hälfte der gesamten Gesundheitsversorgung aus Selbsthilfe oder Versorgung durch Familienangehörige besteht“, konnte man in der Zeitschrift World Health lesen. Eine Form dieser Selbsthilfe ist die Anwendung einer simplen, preiswerten Lösung aus Salz, Zucker und sauberem Wasser für die sogenannte orale Rehydratationstherapie (ORT).

      Viele Angehörige medizinischer Berufszweige halten die Anwendung der oralen Rehydratationstherapie und die Verwendung der dazugehörigen Trinklösungen für die wirksamste Behandlungsmethode bei diarrhöbedingter Austrocknung. Würde diese Therapie weltweit angewandt werden, um die 1,5 Milliarden Diarrhöfälle, die in den Entwicklungsländern jährlich auftreten, zu bekämpfen, könnte ein kleines Päckchen mit Salzen für die orale Rehydratationstherapie, das nur etwa zwanzig Pfennig kostet, viele der 3,2 Millionen Kinder retten, die jedes Jahr an Durchfallerkrankungen sterben.

      Das wäre möglich, wenn nicht der Einsatz von Medikamenten gegen Durchfall in einigen Ländern immer noch „weiter verbreitet“ wäre „als die Anwendung der ORT“, hieß es im Essential Drugs Monitor, einem Rundschreiben der WHO. In etlichen Entwicklungsländern wird Diarrhö beispielsweise dreimal häufiger mit Medikamenten bekämpft als mit der Salzlösung zur ORT. „Dieser unnötige Einsatz von Medikamenten ist äußerst teuer“, stand in dem Rundschreiben. Arme Familien müssen dafür unter Umständen sogar Lebensmittel verkaufen. Außerdem, heißt es warnend, sei die praktische Wirkung von Medikamenten gegen Durchfall nicht nachgewiesen und manche seien sogar gefährlich. „Ärzte sollten solche Medikamente nicht verschreiben, ... und Familien sollten sie nicht kaufen.“

      Die WHO empfiehlt für die Behandlung von Diarrhö anstelle einer medikamentösen Behandlung jetzt folgendes: 1. Verhinderung der Austrocknung, indem man dem Kind größere Mengen Flüssigkeit zuführt, beispielsweise Reiswasser oder Tee. 2. Kommt es dennoch zu einem Flüssigkeitsmangel bei dem Kind, sollte man einen Gesundheitshelfer aufsuchen und das Kind mit der Lösung zur ORT behandeln. 3. Man sollte darauf achten, daß das Kind während und nach der Durchfallerkrankung normal ernährt wird. 4. Falls es bei dem Kind zu einer schweren Austrocknung kommt, sollte die Flüssigkeitszufuhr intravenös erfolgen.b

      Falls man keine abgepackten Salze für die ORT bekommen kann, sollte man sich sorgfältig an folgendes einfache Rezept halten: Man nimmt einen gestrichenen Teelöffel Tafelsalz, acht gestrichene Teelöffel Zucker und vermischt das Ganze mit einem Liter (fünf Tassen zu je 200 Milliliter) sauberem Wasser. Nach jedem Stuhlgang sollte eine Tasse getrunken werden, kleine Kinder sollten eine halbe Tasse trinken. Weitere Informationen dazu stehen im Kasten auf Seite 10.

  • Was die Gesundheit beeinflußt — Was man tun kann
    Erwachet! 1995 | 8. April
    • [Kasten auf Seite 10]

      WEITERE TRINKLÖSUNGEN ZUR ORT BEI CHOLERA

      Die WHO empfiehlt jetzt, bei der Behandlung von Cholerapatienten statt der herkömmlichen Glucoselösung zur ORT (oralen Rehydratationstherapie) eine Trinklösung auf Reisbasis zu verwenden. Wie Studien zeigten, hatten Cholerapatienten, die mit der Trinklösung auf Reisbasis behandelt wurden, 33 Prozent weniger Stuhlgang und kürzere Durchfallphasen als Cholerapatienten, denen die herkömmliche Trinklösung verabreicht wurde. Man stellt einen Liter dieser Trinklösung auf Reisbasis her, indem man jeweils 20 Gramm Zucker durch 50 bis 80 Gramm Trockenreisschleim ersetzt (Essential Drugs Monitor).

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