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Warum sich für die Bibel interessieren?Die Bibel: Was will sie uns sagen?
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Warum sich für die Bibel interessieren?
Die Bibel ist der Weltbestseller der Buchgeschichte. Überall auf der Welt schenkt sie den Menschen Trost und Hoffnung und gibt ihnen praktische Ratschläge für das tägliche Leben. Leider sind heute nur noch wenige mit der Bibel vertraut. Dabei würden viele eigentlich gern wissen, was in diesem einzigartigen Buch steht, selbst wenn sie nicht gerade religiös sind. Diese Broschüre soll einen Überblick über die Bibel geben.
BEVOR man die Bibel aus dem Regal nimmt und zu lesen beginnt, wäre es sinnvoll, sich mit einigen Fakten vertraut zu machen. Die Heilige Schrift ist eine Sammlung von 66 Büchern oder Schriften, die beim ersten Buch Mose anfangen und bei der Offenbarung oder Apokalypse aufhören.
Wer ist der Autor der Bibel? Das ist eine gute Frage. Tatsächlich wurde die Bibel in einem Zeitraum von rund 1 600 Jahren von ungefähr 40 Männern geschrieben. Interessanterweise behaupteten sie jedoch nicht, die Bibel stamme von ihnen. Einer der Schreiber erklärte: „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert“, das heißt von Gott eingegeben (2. Timotheus 3:16). Ein anderer sagte: „Der Geist Jehovas war es, der durch mich redete, und sein Wort war auf meiner Zunge“ (2. Samuel 23:2). Die Bibelschreiber machten also Jehova Gott, den Höchsten im ganzen Universum, als Autor der Bibel kenntlich, der sich so den Menschen mitteilen möchte.
Für das Verständnis der Bibel ist auch entscheidend, ihr Hauptthema zu kennen. Es lässt sich wie folgt zusammenfassen: Durch Gottes himmlische Regierung wird sich bestätigen, dass Gott das Recht hat, über die Menschen zu regieren. Dieses Thema zieht sich von 1. Mose bis Offenbarung wie ein roter Faden durch die ganze Heilige Schrift.
Sehen wir uns also an, was uns der Weltbestseller sagen will.
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Ein Paradies entstehtDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 1
Ein Paradies entsteht
Gott erschafft das Universum und das Leben auf der Erde, auch die ersten Menschen. Sie sind vollkommen und leben in einer wunderschönen Umgebung. Gott gibt ihnen zwei Gebote.
„IM Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde“ (1. Mose 1:1). Das ist wohl die berühmteste Einleitung, die je geschrieben wurde. In diesen einfachen, feierlichen Worten wird die Hauptperson der Heiligen Schrift genannt: der allmächtige Gott Jehova. Wie der erste Vers der Bibel deutlich macht, ist Gott der Schöpfer des Universums und damit auch unserer Heimat, der Erde. Die Verse danach erklären, wie er in einer Abfolge von langen Zeitperioden — die als „Tage“ bezeichnet werden — die Erde für den Menschen vorbereitete und faszinierende Naturschönheiten ins Dasein brachte.
Die bedeutendste Schöpfung auf der Erde war der Mensch. Er wurde als Ebenbild Gottes erschaffen, das heißt, er konnte Eigenschaften Gottes wie Liebe und Weisheit widerspiegeln. Gott erschuf den ersten Menschen aus den Bestandteilen des Erdbodens. Er nannte ihn Adam und ließ ihn in einem Paradies leben, dem Garten Eden. Diesen Park mit prächtigen, ertragreichen Bäumen hatte Gott angelegt.
Gott hatte den Menschen nicht zum Alleinsein geschaffen. Also machte er aus einer Rippe von Adam eine Frau und führte sie zu ihm. Sie erhielt den Namen Eva. Tief bewegt sprach Adam die poetischen Worte: „Dies ist endlich Bein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch.“ Gott erklärte: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und er soll fest zu seiner Frau halten, und sie sollen e i n Fleisch werden“ (1. Mose 2:22-24; 3:20).
Adam und Eva bekamen von Gott zwei Gebote. Erstens sollten sie sich um die Erde kümmern, sie gut pflegen und sie mit ihren Nachkommen bevölkern. Zweitens durften sie von einem bestimmten Baum in dem riesigen Garten nicht essen — dem „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ (1. Mose 2:17). Würden sie davon essen, müssten sie sterben. Durch diese Gebote hatten sie die Möglichkeit, Gott zu beweisen, dass sie seine Regierung anerkannten. Auch konnten sie so ihre Liebe und Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Sie hatten allen Grund, ihrem liebevollen Schöpfer zu gehorchen. Adam und Eva waren in jeder Hinsicht vollkommen. Wie die Bibel sagt, „sah Gott alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“ (1. Mose 1:31).
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Das Paradies geht verlorenDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 2
Das Paradies geht verloren
Ein Engel lehnt sich gegen Gott auf und verleitet auch Adam und Eva zur Rebellion. Damit nehmen Sünde und Tod ihren Anfang.
LANGE vor dem Erscheinen des Menschen erschuf Gott viele Geistwesen oder Engel. Einer von ihnen lehnte sich gegen Gott auf und wurde so zum Teufel oder auch Satan. Er verführte Eva dazu, von dem verbotenen Baum im Garten Eden zu essen.
Satan brachte eine Schlange zum Sprechen und redete Eva ein, sie und ihr Mann müssten nicht sterben, wenn sie von der verbotenen Frucht essen würden. Damit warf er Gott vor, seine menschlichen Geschöpfe anzulügen und ihnen etwas Gutes vorzuenthalten. Dieser betrügerische Engel stellte den Ungehorsam gegenüber Gott als verlockenden Lebensweg hin, der Freiheit und Erleuchtung versprach. Das war eine glatte Lüge, die erste Lüge auf der Erde. In Wirklichkeit griff Satan damit Gottes Stellung als Höchster an und stellte die Fragen in den Raum: Hat Gott überhaupt das Recht, über seine Geschöpfe zu bestimmen? Ist seine Regierung gerecht? Ist sie für seine Geschöpfe gut?
Eva glaubte der Lüge Satans. Die Früchte erschienen ihr mit einem Mal verlockend und sie aß davon. Später überredete sie auch ihren Mann dazu. So wurden Adam und Eva zu Sündern. Diese scheinbar harmlose Tat war nichts anderes als eine Rebellion. Als sie Gottes Gebot übertraten, wussten sie genau, was sie taten. Sie lehnten sich gegen ihren Schöpfer auf, dem sie alles zu verdanken hatten. Er hatte ihnen immerhin ein Leben unter vollkommenen Bedingungen geschenkt.
Der Same „wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen“ (1. Mose 3:15)
Gott zog die Rebellen zur Rechenschaft. Doch schon damals versprach er einen Befreier, der als „Same“ oder Nachkomme bezeichnet wurde. Dieser Befreier sollte Satan, den Drahtzieher hinter der Schlange, eines Tages vernichten. An Adam und Eva vollstreckte Gott die Todesstrafe nicht sofort, damit sie Kinder zeugen konnten. Das war ein Ausdruck des Mitgefühls Gottes gegenüber diesen Kindern. Sie standen nicht ohne Hoffnung da, denn der versprochene Befreier sollte die tragischen Folgen der Rebellion rückgängig machen. Wie er seine Rolle erfüllen sollte und wer das überhaupt sein würde, enthüllte die Heilige Schrift nach und nach.
Gott vertrieb Adam und Eva aus dem Paradies. Es war schweißtreibende Arbeit, den Boden außerhalb des Gartens Eden zu bebauen. Eva wurde schwanger und brachte Kain zur Welt. Danach bekam das erste Menschenpaar noch weitere Söhne und Töchter, darunter Abel und Seth, von dem Noah abstammte.
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Die SintflutDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 3
Die Sintflut
Gott vernichtet eine schlechte Welt. Nur Noah und seine Familie bleiben am Leben.
DIE Menschheit vermehrte sich und die Auswirkungen von Sünde und Unvollkommenheit waren immer deutlicher zu spüren. Ein einsamer Prophet namens Henoch warnte davor, dass Gott eines Tages die Bösen vernichten würde. Doch statt sich zu bessern, wurden die Menschen nur noch schlechter. Außerdem wandten sich eine Anzahl Engel von Gott ab und verließen ihren Platz im Himmel. Sie verwandelten sich aus Sexgier in Menschen und nahmen sich Frauen. Das Ergebnis dieser unnatürlichen Beziehungen war eine „Kreuzung“: brutale Riesen, die Nephilim genannt wurden. Durch sie nahm Mord und Totschlag auf der Erde noch zu. Gott schmerzte es sehr, dass seine irdische Schöpfung so ruiniert wurde.
Einige Zeit nach dem Tod Henochs lebte Noah. Er war anders als seine Zeitgenossen. Zusammen mit seiner Familie bemühte er sich, so zu leben, wie es Gott gefiel. Als Gott beschloss, die Bösen durch eine weltweite Überschwemmung zu vernichten, wollte er Noah und die Tierwelt am Leben erhalten. Deswegen gebot er ihm, eine Arche zu bauen. In diesem großen rechteckigen Kasten sollten Noah, seine Familie und viele Tierarten überleben. Noah machte sich an die Arbeit. In den Jahrzehnten, in denen er die Arche baute, war er auch ein „Prediger der Gerechtigkeit“ (2. Petrus 2:5). Er warnte vor der Sintflut, stieß aber auf taube Ohren. Dann war es so weit: Noah ging mit seiner Familie und den Tieren in die Arche. Gott schloss die Tür und es begann zu regnen.
Es goss 40 Tage und 40 Nächte in Strömen, bis die ganze Erde überschwemmt war. Die Bösen waren von der Erdoberfläche verschwunden. Ganz allmählich ging das Wasser zurück und nach einigen Monaten setzte die Arche auf einem Berg auf. Ein Jahr nach Flutbeginn konnten Mensch und Tier die Arche sicher verlassen. Noah brachte Jehova aus Dankbarkeit ein Opfer dar. Daraufhin sicherte Gott ihm und seiner Familie zu, dass er nie wieder durch eine Flut alles Leben auf der Erde auslöschen würde. Als Garantie brachte Gott den Regenbogen ins Dasein, der immer wieder an sein Versprechen erinnern sollte.
Nach der Sintflut gab Gott den Menschen weitere Gebote. Sie durften zwar Tierfleisch essen, aber kein Blut zu sich nehmen. Außerdem gebot er ihnen, die ganze Erde zu bevölkern. Doch die Menschen lehnten sich dagegen auf. Sie wollten sich nicht über die Erde verteilen, sondern folgten einem Anführer mit Namen Nimrod und bauten in der Stadt Babel (später Babylon genannt) einen hohen Turm. Gott vereitelte ihre Absichten, indem er ihre gemeinsame Sprache verwirrte und sie in unterschiedlichen Sprachen sprechen ließ. Da sie sich jetzt nicht mehr verständigen konnten, hörten sie mit dem Turmbau auf und zogen in alle Himmelsrichtungen.
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Der Bund mit AbrahamDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 4
Der Bund mit Abraham
Abraham hat einen starken Glauben und gehorcht Gott. Jehova verspricht, ihn zu segnen und ihm viele Nachkommen zu schenken.
SEIT der Sintflut sind 350 Jahre vergangen. Der Patriarch Abraham lebt in der reichen Stadt Ur. Er ist ein tiefgläubiger Mann. Doch sein Glaube wird auf eine harte Probe gestellt.
Jehova forderte ihn auf, seine Heimat im heutigen Irak zu verlassen und in ein fremdes Land zu ziehen. Abraham war sofort dazu bereit. Zusammen mit seiner Frau Sara, seinem Neffen Lot und seiner ganzen Hausgemeinschaft machte er sich auf eine lange Reise. Er kam schließlich nach Kanaan und führte dort ein Nomadenleben. Jehova schloss einen Bund mit ihm. Er versprach, eine große Nation aus ihm zu machen. Seinen Nachkommen sollte das Land Kanaan gehören. Außerdem würden durch ihn alle Familien der Erde gesegnet werden.
Abraham und Lot ging es gut. Ihre Schaf- und Rinderherden wurden immer größer. Selbstlos überließ Abraham seinem Neffen die Wahl, wo er sich ansiedeln wollte. Lot entschied sich für den fruchtbaren Bezirk des Jordan und zog in die Nähe der Stadt Sodom. Die Männer dort waren allerdings sehr unmoralisch. Sie sündigten schwer gegen Gott.
Jehova hatte Abraham einmal versichert, seine Nachkommenschaft werde so zahlreich sein wie die Sterne am Himmel. Abraham glaubte diesem Versprechen. Doch seine geliebte Sara blieb kinderlos. Als Abraham dann 99 Jahre alt war und seine Frau fast 90, sagte Gott ihnen, dass sie einen Sohn bekommen würden. Und tatsächlich: Sara wurde die Mutter von Isaak. Abraham hatte zwar noch mehr Kinder, aber der Befreier, der im Garten Eden angekündigt worden war, sollte von Isaak abstammen.
Lot wohnte mittlerweile mit seiner Familie in Sodom, ließ sich jedoch von den perversen Bewohnern nicht verderben. Jehova beschloss, Sodom zu vernichten. Vorher schickte er Engel zu dem gerechten Lot, um ihn zu warnen. Er und seine Familie sollten die Stadt verlassen und sich auf der Flucht nicht mehr umschauen. Dann ließ Gott auf Sodom und die ebenso unmoralische Nachbarstadt Gomorra Feuer und Schwefel regnen. Alle Bewohner kamen um. Nur Lot und seine zwei Töchter überlebten. Lots Frau hatte zurückgeschaut — wahrscheinlich weil sie ihrem Besitz nachtrauerte. Sie musste sterben.
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Gott segnet Abraham und seine FamilieDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 5
Gott segnet Abraham und seine Familie
Abrahams Familie wächst. Gott beschützt Joseph in Ägypten.
JEHOVA wusste, dass derjenige, den er über alles liebte, eines Tages leiden und sterben müsste. Darauf wies die Prophezeiung aus 1. Mose 3:15 hin. Wie könnte Gott den Menschen begreiflich machen, was für ein enormes Opfer das für ihn sein würde? Durch ein Beispiel, in das sie sich hineinversetzen konnten: Gott bat Abraham, seinen geliebten Sohn Isaak zu opfern.
Abraham hatte einen starken Glauben. Obwohl der versprochene Befreier von Isaak abstammen sollte, war Abraham bereit, seinen Sohn zu opfern. Er war davon überzeugt, dass Gott ihn auferwecken könnte. Doch in dem Augenblick, als er Isaak töten wollte, hielt ein Engel Gottes ihn davon ab. Gott sprach dem treuen Patriarchen seine Anerkennung dafür aus, dass er sein Liebstes geopfert hätte, und wiederholte sein früheres Versprechen.
Später hatte Isaak zwei Söhne: Esau und Jakob. Im Gegensatz zu Esau war Jakob ein gottesfürchtiger Mann. Dafür wurde er belohnt. Gott änderte seinen Namen auf Israel ab. Auf seine zwölf Söhne gingen die Stämme der Israeliten zurück. Wie wurde diese Familie zu einer großen Nation?
Eine bedeutende Entwicklung kam ins Rollen, als die Söhne Israels auf ihren jüngeren Bruder Joseph eifersüchtig wurden und ihn als Sklaven verkauften. Er kam nach Ägypten. Dort segnete Gott diesen treuen und mutigen jungen Mann. Er machte zunächst zwar viel durch, bekam dann aber von Pharao große Verantwortung übertragen. Das war gut so, denn einige Zeit später brach eine Hungersnot aus. Jakob schickte seine Söhne nach Ägypten, damit sie dort Nahrungsmittel kauften. Wie sich herausstellte, war Joseph für die Nahrungsmittelverteilung zuständig. Es kam zu einer dramatischen Familienzusammenführung. Den Brüdern Josephs tat das, was sie getan hatten, leid und Joseph verzieh ihnen. Er sorgte dafür, dass die ganze Familie nach Ägypten kommen konnte. Dort durften sie in einem fruchtbaren Land wohnen. Das alles hatte Gott so gelenkt, damit er seine Versprechen einhalten konnte.
Jakob verbrachte seine letzten Jahre in Ägypten. Seine Familie wurde immer größer. Auf dem Sterbebett sagte er voraus, dass der versprochene Befreier von seinem Sohn Juda abstammen und ein mächtiger Herrscher sein würde. Auch Joseph machte vor seinem Tod eine Prophezeiung: Gott würde eines Tages Jakobs Familie aus Ägypten herausführen.
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Hiob bleibt Jehova treuDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 6
Hiob bleibt Jehova treu
Satan stellt Hiobs Lauterkeit infrage. Er bezweifelt, dass Hiob Gott unter allen Umständen treu bleibt.
GIBT es einen Menschen, der Gott treu bleibt, wenn er bis zum Äußersten auf die Probe gestellt wird und ihm diese Treue scheinbar keinen Gewinn bringt? Diese Frage wurde vor langer Zeit in den Raum gestellt. Alle Augen waren dabei auf Hiob, einen Verwandten Abrahams, gerichtet.
Als die Israeliten noch in Ägypten wohnten, lebte Hiob in einer Gegend, die heute zu Arabien gehört. In dieser Zeit traten einmal die Engel im Himmel zusammen. Auch der rebellische Engel Satan stellte sich vor Gott. Bei dieser Versammlung betonte Jehova, wie sehr er seinem Diener Hiob vertraute. Kein anderer Mensch sei so gottesfürchtig wie er. Satan behauptete dagegen, Hiobs Treue sei nur darauf zurückzuführen, dass Gott ihn beschütze und segne. Würde er alles verlieren, dann würde er Gott verfluchen.
Gott gestattete Satan, Hiob alles wegzunehmen — zuerst seinen Besitz und seine Kinder und dann auch noch seine Gesundheit. Hiob wusste nicht, dass Satan dahintersteckte. Ihm war unbegreiflich, warum Gott das alles zuließ. Doch er sagte sich von Jehova nie los.
Hiob bekam Besuch von drei falschen Freunden. Ihre langen Reden füllen im Bibelbuch Hiob viele Seiten. Sie wollten Hiob weismachen, Gott bestrafe ihn für irgendwelche geheimen Sünden. Auch meinten sie, Gott liege nichts an seinen Dienern und er vertraue ihnen nicht. Hiob widersprach ihnen. Voller Überzeugung erklärte er, er werde Gott bis in den Tod treu bleiben.
Hiob war allerdings zu sehr darauf bedacht, sich selbst zu rechtfertigen. Elihu, ein junger Mann, hatte sich die ganze Debatte angehört und meldete sich nun zu Wort. Er wies darauf hin, dass die Rechtfertigung Jehovas weit wichtiger ist als die irgendeines Menschen. Das führte er Hiob deutlich vor Augen. Doch er wies auch die falschen Freunde scharf zurecht.
Danach ergriff Jehova das Wort. Er half Hiob, die Dinge richtig einzuordnen. Am Beispiel vieler Wunder in der Natur verdeutlichte er, wie klein der Mensch im Vergleich zu Gott ist. Hiob ließ sich demütig korrigieren. Jehova, der „voll inniger Zuneigung und barmherzig“ ist, machte Hiob wieder gesund, schenkte ihm doppelt so viel Besitz wie vorher und segnete ihn mit zehn Kindern (Jakobus 5:11). Durch seine unerschütterliche Treue widerlegte Hiob Satans Behauptung, die Menschen würden sich von Gott lossagen, sobald sie auf eine harte Probe gestellt würden.
Aus dem Bibelbuch Hiob.
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Gott befreit die IsraelitenDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 7
Gott befreit die Israeliten
Jehova bringt Plagen über Ägypten. Moses führt die Israeliten aus diesem Land und gibt Gottes Gesetze an sie weiter.
DIE Israeliten hatten es viele Jahre lang gut in Ägypten und wurden immer zahlreicher. Doch dann kam ein Pharao an die Macht, der Joseph nicht kannte. Der grausame Herrscher befürchtete, die Israeliten würden übermächtig werden. Also machte er sie zu Sklaven und befahl außerdem, alle neugeborenen Jungen in den Nil zu werfen. Eine mutige Mutter legte ihren Sohn in ein Körbchen und versteckte es im Schilf. Pharaos Tochter entdeckte den Kleinen, nannte ihn Moses und zog ihn am Königshof groß.
Mit 40 Jahren tötete Moses einen ägyptischen Sklaventreiber, der einen Israeliten schlug. Danach floh er aus Ägypten und suchte in einem fernen Land Zuflucht. Als Moses 80 Jahre alt war, schickte ihn Jehova nach Ägypten zurück. Dort sollte er vor Pharao erscheinen und von ihm verlangen, das Volk Gottes freizulassen.
Das lehnte Pharao kategorisch ab. Deswegen brachte Gott zehn Plagen über Ägypten. Jedes Mal wenn Moses vor Pharao trat, hätte dieser die nächste Plage verhindern können. Doch er verachtete Moses und dessen Gott Jehova und blieb uneinsichtig. Bei der zehnten Plage sollten alle Erstgeborenen im Land sterben. Nur bei den Familien, die Jehova gehorcht und das Blut eines Opferlamms an ihren Türrahmen gestrichen hatten, ging der von Gott geschickte Todesengel vorüber. Zum Gedenken an diese wunderbare Befreiung feierten die Israeliten jedes Jahr das Passahfest.
Nach dem Tod seines erstgeborenen Sohnes befahl Pharao den Israeliten, das Land zu verlassen. Sofort wurde der Auszug aus Ägypten organisiert. Später änderte Pharao allerdings seine Meinung und setzte den Israeliten mit vielen Soldaten und Streitwagen nach. Jetzt saßen die Israeliten am Ufer des Roten Meeres scheinbar in der Falle. Doch Jehova teilte das Wasser und sie konnten trockenen Fußes ans andere Ufer gelangen. Als die Ägypter ihnen hinterherjagten, stürzten die Wasserwände ein und begruben Pharao und seine Soldaten.
Später lagerten die Israeliten am Berg Sinai. Dort schloss Jehova einen Bund mit ihnen. Durch Moses gab er ihnen Gesetze, die sie in praktisch allen Lebenslagen schützen und anleiten sollten. Gott würde mit ihnen sein, solange sie ihn als den Höchsten achteten. Außerdem sollte durch das Volk Israel der ganzen Menschheit Segen zufließen.
Doch die Israeliten enttäuschten Gott durch ihren Unglauben. Deswegen ließ er sie 40 Jahre in der Wüste umherwandern. Danach starb Moses. Sein Nachfolger wurde Josua, ein treuer Mann. Jetzt war Israel so weit, in das Land einzuziehen, das Gott Abraham versprochen hatte.
Aus 2. Mose; 3. Mose; 4. Mose; 5. Mose; Psalm 136:10-15; Apostelgeschichte 7:17-36.
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Die Israeliten erobern KanaanDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 8
Die Israeliten erobern Kanaan
Josua führt die Israeliten bei der Eroberung Kanaans an. Jehova setzt Richter ein, die das Volk von Unterdrückern befreien.
JAHRHUNDERTE vor dem Einzug der Israeliten in Kanaan hatte Jehova dieses Land den Nachkommen Abrahams versprochen. Jetzt nahmen sie unter der Führung Josuas das Gelobte Land in Besitz.
Gott hatte den Untergang der Kanaaniter bestimmt. Sie hatten das Land mit widerlichen Sexpraktiken und grausamen Mordtaten verdorben. Deshalb sollten ihre Städte dem Erdboden gleichgemacht werden.
Vor dem Einzug in das Land sandte Josua zwei Kundschafter aus. In Jericho baten sie eine Frau mit Namen Rahab um eine Unterkunft. Rahab nahm die Kundschafter bei sich auf und beschützte sie, obwohl sie wusste, dass die Männer Israeliten waren. Da sie gehört hatte, wie Jehova seinem Volk zu Hilfe gekommen war, glaubte sie an den Gott der Israeliten. Die beiden Männer sollten ihr schwören, dass sie und ihre Familie bei der Einnahme Jerichos verschont blieben.
Als die Israeliten nach Kanaan kamen, um Jericho einzunehmen, ließ Jehova die Stadtmauer einstürzen. Josuas Soldaten stürmten in die Stadt und zerstörten sie. Rahab und ihre Familie blieben am Leben. In einem sechsjährigen Feldzug eroberte Josua zügig große Abschnitte des Gelobten Landes. Danach wurde das Gebiet unter den israelitischen Stämmen aufgeteilt.
Am Ende seines langen Lebens rief Josua die Israeliten zusammen. Er erinnerte sie an alles, was Jehova für ihre Vorfahren getan hatte, und forderte sie eindringlich auf, Gott zu dienen. Nach dem Tod Josuas und seiner treuen Freunde wandten sich die Israeliten jedoch von Jehova ab und beteten Götzen an. Ungefähr 300 Jahre lang setzten sie sich immer wieder über Gottes Gebote hinweg. Jehova ließ in dieser Zeit zu, dass sie von ihren Feinden, beispielsweise den Philistern, unterdrückt wurden. Doch wenn sie ihn dann um Hilfe anflehten, setzte er einen Richter ein, um sie zu befreien. Es gab insgesamt zwölf solcher Richter.
Die Richterzeit begann mit Othniel und endete mit Simson, dem stärksten Menschen aller Zeiten. Die spannenden Berichte im Bibelbuch Richter machen immer wieder deutlich: Gehorsam gegenüber Jehova bringt Segen, Ungehorsam führt ins Unglück.
Aus Josua; Richter; 3. Mose 18:24, 25.
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Die Israeliten verlangen einen KönigDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 9
Die Israeliten verlangen einen König
Saul, der erste König Israels, verliert Gottes Anerkennung. Mit seinem Nachfolger David schließt Gott einen Bund für ein ewiges Königreich.
NACH Simsons Tod amtierte Samuel als Prophet und Richter in Israel. Die Israeliten bedrängten ihn immer wieder, weil sie wie die anderen Völker einen König haben wollten. Obwohl sie Jehova dadurch kränkten, gebot er Samuel, auf ihre Bitte einzugehen. Gott wählte Saul, einen demütigen Mann, als König aus. Später wurde Saul allerdings stolz und ungehorsam und verlor daher Jehovas Anerkennung. Jehova sagte zu Samuel, er solle den jungen David zum König bestimmen. Es dauerte aber noch Jahre, bis David den Thron bestieg.
Wahrscheinlich war er noch keine 20, als er einmal seine Brüder besuchte, die im Heer Sauls dienten. Im Lager bekam David mit, dass alle Soldaten vor dem Riesen Goliath Angst hatten. Dieser feindliche Soldat verspottete sie und ihren Gott. David war empört und nahm die Herausforderung an, gegen Goliath zu kämpfen. Ausgerüstet mit nur einer Schleuder und ein paar Steinen trat er seinem fast drei Meter großen Kontrahenten gegenüber, der sich über ihn lustig machte. David entgegnete, er sei viel besser ausgerüstet als der Riese, da er im Namen Jehovas komme. David brachte ihn mit einem einzigen Stein zu Fall und schlug ihm mit dessen eigenem Schwert den Kopf ab. Die Philister bekamen es mit der Angst zu tun und flohen.
Beeindruckt vom Mut dieses jungen Mannes setzte Saul ihn über das Heer. Mit der Zeit wurde er aber auf Davids Erfolge rasend eifersüchtig. David musste um sein Leben fürchten und war jahrelang vor Saul auf der Flucht. Trotzdem blieb er dem von Jehova eingesetzten König treu. Schließlich starb Saul in einer Schlacht und einige Zeit danach wurde David König, wie es Jehova versprochen hatte.
„Ich werde den Thron seines Königreiches gewiss bis auf unabsehbare Zeit festigen“ (2. Samuel 7:13)
König David hatte den Herzenswunsch, Jehova einen Tempel zu bauen. Gott sagte ihm aber, dass dies einer seiner Nachkommen tun würde. Wie sich herausstellte, war dieser Nachkomme Davids Sohn Salomo. Doch Gott belohnte auch David. Er schloss einen bedeutenden Bund mit ihm. Davids Dynastie sollte etwas ganz Besonderes werden. Aus ihr würde der im Garten Eden versprochene Befreier hervorgehen — der von Gott auserwählte Messias oder „Gesalbte“. Wie Jehova sagte, sollte der Messias an der Spitze einer Regierung stehen, die ewig Bestand haben wird.
Aus tiefer Dankbarkeit trug David viel Baumaterial sowie Unmengen an Gold und Silber für den Tempelbau zusammen. Er komponierte auch viele religiöse Lieder (Psalmen), die heute in Gottes Wort aufgezeichnet sind. Kurz vor seinem Tod sagte David: „Der Geist Jehovas war es, der durch mich redete, und sein Wort war auf meiner Zunge“ (2. Samuel 23:2).
Aus 1. Samuel; 2. Samuel; 1. Chronika; Jesaja 9:7; Matthäus 21:9; Lukas 1:32; Johannes 7:42.
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Der weise König SalomoDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 10
Der weise König Salomo
Jehova schenkt König Salomo große Weisheit. Unter seiner Regierung herrscht Frieden ohnegleichen und den Israeliten geht es so gut wie noch nie.
AN DER 40-jährigen Regierung König Salomos konnte man sehr schön sehen, wie gut es sich auswirkt, wenn ein Herrscher und sein ganzes Volk Jehova als den Höchsten anerkennen und seine Gebote halten.
Bevor David starb, bestimmte er seinen Sohn Salomo zum Thronfolger. Salomo wurde in einem Traum von Gott aufgefordert, eine Bitte zu äußern. Er wünschte sich Weisheit, um ein verständiger und gerechter König zu sein. Über diese Bitte freute sich Jehova. Er schenkte Salomo ein weises, verständiges Herz. Darüber hinaus versprach Gott ihm Reichtum, Ruhm und ein langes Leben, solange er ihm gehorchen würde.
Salomo wurde für seine weisen Entscheidungen berühmt. Einmal stritten sich zwei Frauen um einen neugeborenen Jungen. Beide behaupteten steif und fest, die Mutter zu sein. Salomo befahl, das Baby in zwei Teile zu schneiden und jeder Frau eine Hälfte zu geben. Die eine Frau war einverstanden. Doch die richtige Mutter protestierte und wollte das Kind lieber der anderen überlassen. Da stand für Salomo fest, dass sie die Mutter war, und er gab ihr das Kind. Dieses weise Urteil sprach sich im ganzen Land herum. Die Israeliten erkannten, dass Salomos Weisheit von Gott stammte.
Eine der größten Leistungen Salomos war der Bau des prachtvollen Tempels Jehovas in Jerusalem. Er war das Hauptheiligtum der Israeliten. Bei der Einweihung betete Salomo: „Siehe! Die Himmel selbst, ja die Himmel der Himmel, können dich nicht fassen, wie viel weniger dann dieses Haus, das ich gebaut habe!“ (1. Könige 8:27).
Salomos Ruf breitete sich bis nach Arabien aus. Die Königin von Scheba kam extra angereist, um Salomos Herrlichkeit und Reichtum mit eigenen Augen zu sehen. Außerdem wollte sie seine Weisheit testen. Tief beeindruckt davon, wie verständig Salomo war und wie gut es den Israeliten ging, pries sie Jehova für diesen weisen König. Da Jehova seinen Segen gab, herrschte unter der Regierung Salomos so großer Wohlstand und Frieden wie zu keinem anderen Zeitpunkt in der Geschichte Israels.
Leider ließ sich Salomo mit der Zeit nicht mehr von der Weisheit Jehovas leiten. Er übertrat Gottes Gebot und heiratete mehrere Hundert Frauen, von denen viele andere Götter verehrten. Seine Frauen machten ihn nach und nach von Jehova abspenstig und verführten ihn zum Götzendienst. Jehova teilte Salomo mit, dass ihm ein Teil seines Königreiches entrissen wird. Der andere Teil blieb nur deswegen in seiner Familie, weil sein Vater David von Jehova ein Versprechen erhalten hatte. Trotz Salomos Untreue hielt Jehova an dem Bund mit David fest.
Aus 1. Könige, Kapitel 1 bis 11; 2. Chronika, Kapitel 1 bis 9; 5. Mose 17:17.
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Tröstende und lehrreiche LiederDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 11
Tröstende und lehrreiche Lieder
David und andere Lyriker komponieren religiöse Lieder. 150 davon bilden das Buch der Psalmen.
DAS längste Bibelbuch ist eine Zusammenstellung heiliger Lieder, die über einen Zeitraum von rund 1 000 Jahren entstanden sind. Das Buch der Psalmen enthält einige der innigsten und bewegendsten Worte des Glaubens, die je aufgeschrieben wurden. Die Loblieder umfassen ein breites Spektrum von Gefühlen: Freude und Dankbarkeit bis hin zu Trauer, Kummer und Reue. Die Psalmenschreiber müssen ein enges Verhältnis zu Gott gehabt haben, das sich durch großes Vertrauen auszeichnete. Gehen wir kurz auf einige ihrer Themen ein.
Als der Höchste verdient Jehova Anbetung und Lobpreis. In Psalm 83:18 heißt es: „Du, dessen Name Jehova ist, du allein, bist der Höchste über die ganze Erde.“ In einigen Psalmen wird Gottes Schöpfung gepriesen — der Sternenhimmel, die Vielfalt des Lebens auf der Erde und das Wunder des menschlichen Körpers (Psalm 8, 19, 139, 148). Andere verherrlichen Jehova als den Gott, der alle, die treu zu ihm stehen, retten und beschützen kann (Psalm 18, 97, 138). In wieder anderen Psalmen wird er als gerechter Gott beschrieben, der die Unterdrückten befreit und die Bösen bestraft (Psalm 11, 68, 146).
Jehova steht allen bei, die ihn lieben, und tröstet sie. Am bekanntesten ist wohl der 23. Psalm, den David verfasst hat. Darin wird Jehova mit einem liebevollen Hirten verglichen, der für seine Schafe sorgt, sie führt und beschützt. Psalm 65:2 erinnert Gottes Diener daran, dass Jehova der „Hörer des Gebets“ ist. Viele, die große Fehler gemacht haben, bekommen durch Psalm 39 und 51 wieder neuen Mut. Mit tief empfundenen Worten drückt David seine Reue über seine schweren Fehler aus und seine Zuversicht, dass Jehova ihm vergibt. Psalm 55:22 fordert dazu auf, alle Sorgen bei Jehova abzuladen und sich ganz auf ihn zu verlassen.
Jehova wird durch das Königreich des Messias die Welt verändern.Eine Anzahl Passagen in den Psalmen deutet auf den Messias hin, den vorausgesagten König. In Psalm 2 heißt es beispielsweise, er werde die bösen Nationen, die sich ihm widersetzen, auslöschen. Und gemäß Psalm 72 wird er Hunger, Ungerechtigkeit und Unterdrückung aufhören lassen. Psalm 46:9 sagt, Gott werde unter dem Königreich des Messias allen Kriegen ein Ende machen und sämtliche Kriegswaffen vernichten. In Psalm 37 ist zu lesen, dass die Bösen eines Tages beseitigt werden und die Gerechten für immer in Frieden auf der Erde leben werden.
Aus dem Bibelbuch der Psalmen.
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Weisheiten fürs tägliche LebenDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 12
Weisheiten fürs tägliche Leben
Das Bibelbuch Sprüche besteht aus Lebensweisheiten, die von Gott stammen. Die meisten dieser Sprichwörter hat Salomo verfasst.
WENN Jehova ein weiser Herrscher ist, dann müsste man das auch an seinen Richtlinien erkennen. Sind seine Ratschläge gut? Sind sie praktisch und führen sie zu einem sinnvollen Leben? Der weise König Salomo verfasste Hunderte von Sprichwörtern. Sie berühren so gut wie jeden Lebensbereich. Sehen wir uns einige Beispiele an.
Vertrauen auf Gott. Ein gutes Verhältnis zu Jehova ist ohne Vertrauen nicht denkbar. Salomo schrieb: „Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand. Beachte ihn auf all deinen Wegen, und er selbst wird deine Pfade gerademachen“ (Sprüche 3:5, 6). Gott zu vertrauen heißt, sich von ihm leiten zu lassen und ihm zu gehorchen. Das ist der Weg zu einem wirklich sinnvollen Leben. Wer so handelt, erfreut Jehovas Herz und liefert ihm eine Antwort auf die Anklagen seines Gegners Satan (Sprüche 27:11).
Umgang mit anderen. Gottes Ratschläge für Familien sind zeitlos. „Freue dich mit der Ehefrau deiner Jugend“, sagt Gott zu Ehemännern und fordert sie damit auf, ihrer Frau treu zu sein (Sprüche 5:18-20). Die Sprüche stimmen auch ein Loblied auf die tüchtige Ehefrau an, die von ihrem Mann und ihren Kindern bewundert wird (Sprüche, Kapitel 31). Kindern wird ans Herz gelegt, den Eltern zu gehorchen (Sprüche 6:20). Die Sprüche betonen außerdem, wie wichtig Freundschaften sind. Sich von anderen abzusondern fördert Egoismus (Sprüche 18:1). Da Freunde einen guten oder einen schlechten Einfluss haben können, sollte man sie sich gut aussuchen (Sprüche 13:20; 17:17).
Umgang mit der eigenen Person. Die Sprüche sind eine wahre Fundgrube für Lebensweisheiten, die positive Empfindungen fördern. Sie warnen vor zerstörerischen Gefühlen, vor Alkoholmissbrauch und raten dazu, fleißig zu sein (Sprüche 6:6; 14:30; 20:1). Auch machen sie darauf aufmerksam, wie verheerend es sich auswirkt, etwas rein menschlich zu beurteilen und dabei Gott außer Acht zu lassen (Sprüche 14:12). Und sie fordern dazu auf, das Herz vor schädlichen Einflüssen zu schützen, denn aus ihm „sind die Quellen des Lebens“ (Sprüche 4:23).
Millionen Menschen auf der ganzen Welt können bestätigen, dass man ein besseres Leben führt, wenn man diese Ratschläge beherzigt. Ist das nicht Grund genug, sich Jehova als Herrscher zu wünschen?
Aus dem Bibelbuch Sprüche.
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Gute und schlechte KönigeDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 13
Gute und schlechte Könige
Israel ist geteilt. Im Laufe der Zeit regieren viele Könige über die Israeliten. Die meisten von ihnen sind Gott nicht treu. Jerusalem wird von den Babyloniern zerstört.
WIE von Jehova vorausgesagt, wurde Israel geteilt, weil Salomo die Anbetung des wahren Gottes aufgegeben hatte. Da sein Sohn Rehabeam ein rücksichtsloser König war, lehnten sich zehn Stämme gegen ihn auf und gründeten das Nordreich Israel. Nur zwei Stämme hielten treu zu dem König, der auf Davids Thron in Jerusalem saß. Sie bildeten das Südreich Juda.
Beide Königreiche erlebten stürmische Zeiten, was hauptsächlich daran lag, dass die meisten Könige Gott nicht gehorchten. Israel erging es noch schlimmer als Juda, weil dort schon von Anfang an Götzendienst getrieben wurde. Obwohl Propheten wie Elia und Elisa große Wunder wirkten und sogar Tote auferweckten, geriet das Nordreich Israel immer wieder auf Abwege. Schließlich ließ Gott zu, dass es von den Assyrern vernichtet wurde.
Juda überlebte Israel um etwas mehr als hundert Jahre. Nur ein paar Könige von Juda hörten auf die Warnungen der Propheten Gottes und versuchten, das Volk wieder zur Anbetung Jehovas zurückzuführen. König Josia bekämpfte beispielsweise den Götzendienst und ließ den Tempel renovieren. Als man dabei das Original des Gesetzes fand, das Gott Moses gegeben hatte, war Josia tief bewegt und ging noch entschlossener gegen den Götzendienst vor.
Leider waren die Nachfolger Josias keine guten Könige und so traf das Strafgericht Gottes auch Juda. Jehova ließ zu, dass die Babylonier Juda eroberten. Sie zerstörten Jerusalem und den Tempel. Die Überlebenden kamen in die Gefangenschaft nach Babylon. Gott hatte vorausgesagt, dass die Gefangenschaft 70 Jahre dauern würde. Die ganze Zeit lag Juda verwüstet da. Doch dann konnten die Juden wie versprochen wieder in ihre Heimat zurückkehren.
Bis der angekündigte Befreier, der Messias, kommen würde, sollte kein Nachkomme Davids mehr König werden. Die meisten Nachfolger Davids hatten den traurigen Beweis dafür geliefert, dass kein unvollkommener Mensch ein wirklich guter Regent sein kann. Nur der Messias wäre dazu in der Lage. Zu dem letzten König der Dynastie Davids sagte Jehova deshalb: „Heb ab die Krone.“ Und über das Königreich, für das diese Krone stand, sagte er: „Es wird gewiss niemandes werden, bis der kommt, der das gesetzliche Recht hat, und ihm will ich es geben“ (Hesekiel 21:26, 27).
Aus 1. Könige; 2. Könige; 2. Chronika, Kapitel 10 bis 36; Jeremia 25:8-11.
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Gott spricht durch seine ProphetenDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 14
Gott spricht durch seine Propheten
Jehova setzt Propheten ein. Sie sprechen über Gottes Strafgerichte, die Rückkehr zur richtigen Anbetung und den Messias.
IN DER Zeit der Könige von Israel und Juda trat eine besondere Gruppe von Männern in den Vordergrund: die Propheten. Mutig und voller Glauben verkündigten sie die Aussprüche Gottes. Wenden wir uns vier wichtigen Themen zu, über die sie prophezeiten.
1. Die Zerstörung Jerusalems. Gottes Propheten — vor allem Jesaja und Jeremia — warnten schon zu einem frühen Zeitpunkt vor der Zerstörung und Verödung Jerusalems. Anschaulich schilderten sie, warum sich die Stadt den Zorn Gottes zugezogen hatte. Ihre Bewohner trieben Götzendienst, sie waren unmoralisch und gewalttätig. Jerusalem wurde dem Anspruch, die Stadt Jehovas zu sein, nicht mehr gerecht (2. Könige 21:10-15; Jesaja 3:1-8, 16-26; Jeremia 2:1 bis 3:13).
2. Die Rückkehr zur richtigen Anbetung. Nach der 70-jährigen Gefangenschaft sollten die Israeliten aus Babylon befreit werden. Sie dürften in ihre menschenleere Heimat zurückkehren und in Jerusalem den Tempel Jehovas wieder aufbauen (Jeremia 46:27; Amos 9:13-15). Rund 200 Jahre zuvor prophezeite Jesaja den Sturz Babylons und sogar den Namen des Eroberers — Cyrus. Er würde die Israeliten freilassen, damit sie Jehova wieder richtig anbeten könnten. Sogar Einzelheiten über Cyrus’ ungewöhnliche Strategie sagte Jesaja voraus (Jesaja 44:24 bis 45:3).
3. Ankunft und Tod des Messias. Die Geburtsstadt des Messias sollte Bethlehem sein (Micha 5:2). Demütig würde er auf einem Esel in Jerusalem einziehen (Sacharja 9:9). Trotz seines sanften Wesens wäre er nicht beliebt. Viele würden ihn ablehnen (Jesaja 42:1-3; 53:1, 3). Er sollte einen grausamen Tod erleiden. Wäre es dann für immer aus mit dem Messias? Nein, denn sein Opfertod sollte der Sündenvergebung den Weg ebnen (Jesaja 53:4, 5, 9-12). Das könnte nur durch seine Auferstehung erreicht werden.
4. Die Regierung des Messias über die Erde. Unvollkommene Menschen sind einfach nicht in der Lage, eine echte Friedensregierung zu schaffen. Der König und Messias dagegen sollte Friedefürst genannt werden (Jesaja 9:6, 7; Jeremia 10:23). Unter seiner Regierung würden die Menschen miteinander und sogar mit der Tierwelt in Frieden leben (Jesaja 11:3-7). Krankheiten würde es dann nicht mehr geben (Jesaja 33:24). Und selbst der Tod wäre für immer beseitigt (Jesaja 25:8). Verstorbene würden unter der Regierung des Messias zum Leben auf der Erde zurückkehren (Daniel 12:13).
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Ein Prophet in Gefangenschaft blickt in die ZukunftDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 15
Ein Prophet in Gefangenschaft blickt in die Zukunft
Daniel prophezeit über Gottes Königreich und das Kommen des Messias. Babylon wird erobert.
SCHON vor der Zerstörung Jerusalems wurde das Königreich Juda von Babylon abhängig. In dieser Zeit kam Daniel, ein außergewöhnlich gottesfürchtiger Jugendlicher, zusammen mit anderen Juden als Gefangener nach Babylon. Sie hatten dort aber gewisse Freiheiten. Daniel wurde während seines langen Lebens in Babylon sehr gesegnet. Gott beschützte ihn sogar in einer Löwengrube. Auch erhielt er Visionen von der fernen Zukunft. Seine wichtigsten Prophezeiungen drehten sich um den Messias und dessen Regierung.
Daniel erfährt, wann der Messias erscheint. Ihm wurde gesagt, wann das Volk Gottes mit „dem Messias, dem Führer“, rechnen könnte: 69 Jahrwochen nach dem Befehl, die Mauern Jerusalems wieder aufzubauen. Da eine Woche 7 Tage hat, dauert eine Jahrwoche 7 Jahre. 69 Jahrwochen dauern also 483 Jahre. Der Befehl zum Wiederaufbau wurde im Jahr 455 v. u. Z. gegeben, lange nach dem Tod Daniels. Zählt man von da an 483 Jahre weiter, kommt man in das Jahr 29 u. Z. Was in jenem Jahr geschah, steht auf der nächsten Seite. Daniel sah auch voraus, dass der Messias „abgeschnitten“, das heißt hingerichtet würde. Sein Tod sollte die Vergebung von Sünden ermöglichen (Daniel 9:24-26).
Der Messias soll im Himmel König werden. Daniel gehörte zu den wenigen, die eine Vision vom Himmel empfingen. Darin sah er, dass „einer wie ein Menschensohn“ (der Messias) vor dem Thron Gottes erschien. Jehova verlieh ihm „Herrschaft und Würde und Königtum“. Gottes Königreich sollte für immer bestehen. Daniel erfährt ein weiteres wichtiges Detail: Der König würde zusammen mit anderen regieren, mit einer Gruppe, die als die „Heiligen des Allerhöchsten“ bezeichnet wird (Daniel 7:13, 14, 27).
Gottes Königreich wird alle Regierungen beseitigen. Einmal hatte Nebukadnezar, der König von Babylon, einen Traum, den er nicht verstand. Doch Daniel konnte ihn mit Gottes Hilfe deuten. Der König hatte eine riesige Statue gesehen, deren Kopf aus Gold war. Die Brust und die Arme waren aus Silber, der Bauch und die Oberschenkel aus Kupfer, die Beine aus Eisen und die Füße teils aus Eisen, teils aus Ton. Dann wurde ein Stein aus einem Berg herausgehauen. Er traf die Statue an den unstabilen Füßen und zermalmte sie zu Staub. Wie Daniel erklärte, wird durch die Statue eine lange Folge von Weltmächten dargestellt — angefangen bei Babylon, für das der goldene Kopf steht. Zur Zeit der letzten regierenden Macht sollte Gottes Königreich in Aktion treten. Es würde alle Regierungen der heutigen schlechten Welt vernichten und dann für immer regieren (Daniel, Kapitel 2).
Daniel erlebte im hohen Alter den Fall Babylons. König Cyrus nahm die Stadt ein, wie es vorausgesagt worden war. Nicht lange danach wurden die Juden endlich aus der Gefangenschaft befreit. Ihre Heimat war genau wie prophezeit 70 Jahre menschenleer. Unter der Anleitung von treuen Statthaltern, Priestern und Propheten bauten die Juden Jerusalem und den Tempel schließlich wieder auf. Doch was geschah nach den 483 Jahren?
Aus dem Bibelbuch Daniel.
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Der Messias ist daDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 16
Der Messias ist da
Jehova macht Jesus von Nazareth als den lang ersehnten Messias kenntlich.
GAB Jehova den Menschen Hinweise, damit sie den angekündigten Messias auch erkennen würden? Ja, und zwar rund 400 Jahre nachdem die Hebräischen Schriften fertiggestellt worden waren. In der Stadt Nazareth in Nordgaliläa bekam die junge Maria höchst ungewöhnlichen Besuch. Der Engel Gabriel erschien ihr und sagte, Gott werde durch seinen heiligen Geist, seine aktive Kraft, bewirken, dass sie einen Sohn bekommt. Und das obwohl sie eine Jungfrau war. Ihr Kind sollte der lang ersehnte König werden, der für immer regieren würde. Es war Gottes eigener Sohn, dessen Leben Gott vom Himmel in die Gebärmutter Marias übertragen würde.
Maria nahm diese verantwortungsvolle Aufgabe demütig an. Ihr Verlobter, der Zimmermann Joseph, heiratete sie, nachdem Gott ihm durch einen Engel mitgeteilt hatte, wieso Maria schwanger geworden war. Was war aber mit der Prophezeiung, dass der Messias in Bethlehem zur Welt kommen sollte? (Micha 5:2). Diese kleine Stadt lag immerhin rund 150 Kilometer entfernt.
Ein römischer Herrscher ordnete damals eine Volkszählung an, bei der sich jeder in seinem Geburtsort einschreiben lassen sollte. Allem Anschein nach hatten sowohl Joseph als auch Maria ihre Wurzeln in Bethlehem. Deshalb ging Joseph zusammen mit seiner schwangeren Frau dorthin (Lukas 2:3). Maria brachte das Baby in einem Stall zur Welt und legte es in eine Krippe. Daraufhin schickte Gott eine Schar Engel zu einer Gruppe Hirten im Bergland, um ihnen zu verkünden, dass gerade der Messias oder Christus geboren worden ist.
Später bezeugten auch noch andere, dass Jesus der angekündigte Messias war. Der Prophet Jesaja hatte vorhergesagt, dass jemand den Weg für den Messias bahnen sollte (Jesaja 40:3). Bei dem Wegbereiter handelte es sich um Johannes den Täufer. Als er Jesus sah, rief er aus: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ Einige Jünger des Johannes schlossen sich Jesus sofort an, und einer von ihnen sagte: „Wir haben den Messias gefunden“ (Johannes 1:29, 36, 41).
Doch das war noch nicht alles. Als Jesus von Johannes getauft wurde, ließ Jehova seine Stimme vom Himmel aus hören. Durch seinen heiligen Geist setzte er Jesus als Messias ein und sagte: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe“ (Matthäus 3:16, 17). Der lang ersehnte Messias war da!
Wann geschah das? Im Jahr 29, genau als die von Daniel prophezeiten 483 Jahre abgelaufen waren. Das ist nur einer der vielen beeindruckenden Beweise, dass Jesus der Messias oder Christus ist. Was für eine Botschaft verkündigte er auf der Erde?
Aus Matthäus, Kapitel 1 bis 3; Markus, Kapitel 1; Lukas, Kapitel 2; Johannes, Kapitel 1.
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Jesus verkündigt Gottes KönigreichDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 17
Jesus verkündigt Gottes Königreich
Alles, was Jesus seine Jünger lehrt, dreht sich im Grunde genommen um ein einziges Thema: Gottes Reich oder Königreich.
WELCHE Mission sollte Jesus auf der Erde erfüllen? Er erklärte: „Ich [muss] die gute Botschaft vom Königreich Gottes verkündigen, denn dazu bin ich ausgesandt worden“ (Lukas 4:43). Das Königreich war das Hauptthema der Lehren Jesu. Gehen wir etwas näher auf vier Aspekte des Königreiches ein.
1. Jesus würde der König sein. Jesus sagte ganz offen, dass er der Messias war (Johannes 4:25, 26). Er machte auch deutlich, dass er der König ist, den der Prophet Daniel in einer Vision gesehen hatte. Jesus sagte seinen Aposteln, er werde eines Tages auf einem „Thron der Herrlichkeit“ sitzen und auch sie würden auf Thronen sitzen (Matthäus 19:28). Jesus bezeichnete diejenigen, die mit ihm regieren werden, als „kleine Herde“. Auch sagte er, dass er „andere Schafe“ hat, die nicht zu dieser Gruppe gehören (Lukas 12:32; Johannes 10:16).
2. Gottes Königreich würde für wahre Gerechtigkeit sorgen. Seit der Rebellion im Garten Eden wurde der Name Jehovas von Satan immer wieder in den Schmutz gezogen. Durch das Königreich wird diese größte aller Ungerechtigkeiten beseitigt und der Name Gottes geheiligt (Matthäus 6:9, 10). Jesus bewies Tag für Tag, dass er unparteiisch war. Unterschiedslos lehrte er Männer und Frauen, Reiche und Arme. Obwohl er hauptsächlich den Juden predigen sollte, lehrte er auch einzelne Samariter und Nichtjuden. Ganz anders als die religiösen Führer seiner Tage hatte Jesus absolut keine Vorurteile.
3. Gottes Königreich würde kein Teil der Welt sein. Jesus lebte in einer Zeit großer politischer Unruhen. Seine Heimat stand unter Fremdherrschaft. Doch als man ihn in die Politik hineinziehen wollte, zog er sich zurück (Johannes 6:14, 15). Zu einem politischen Amtsträger sagte er: „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt“ (Johannes 18:36). Und von seinen Nachfolgern sagte er ebenfalls, sie seien „kein Teil der Welt“ (Johannes 15:19). Auch wollte er nicht, dass sie Waffen benutzen — nicht einmal, um ihn zu beschützen (Matthäus 26:51, 52).
Er zog „von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf . . ., wobei er predigte und die gute Botschaft vom Königreich Gottes verkündigte“ (Lukas 8:1)
4. Jesu Herrschaft würde sich auf Liebe gründen. Jesus sagte, er werde den Menschen Mut machen und ihnen helfen, ihre tägliche Last zu tragen (Matthäus 11:28-30). Das war kein leeres Versprechen. Er liebte die Menschen und gab ihnen viele praktische Lebensregeln mit auf den Weg: wie man mit Sorgen leichter fertig wird, mit anderen besser auskommt, sich vor Materialismus schützt und was wirklich glücklich macht (Matthäus, Kapitel 5 bis 7). In seiner Nähe fühlten sich die unterschiedlichsten Menschen wohl. Auch die Armen und Unterdrückten kamen zu ihm, weil sie wussten, dass er sie freundlich behandelt und ihre Würde achtet. Sie konnten spüren, dass er ein idealer Herrscher sein würde.
Jesus zeigte auch noch auf eine andere, sehr überzeugende Weise, was das Königreich vollbringen wird. Er wirkte viele Wunder.
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Jesus wirkt WunderDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 18
Jesus wirkt Wunder
Durch seine Wunder demonstriert Jesus, wie wirkungsvoll er als König seine Macht einsetzen wird.
JESUS erhielt von Gott übermenschliche Kräfte. Er wirkte zahlreiche Wunder — und das oft vor vielen Augenzeugen. Diese Wunder bewiesen, dass er Macht über gewaltige Feinde hat, vor denen der Mensch kapitulieren muss. Sehen wir uns einige Beispiele an.
Hunger. Das erste Wunder Jesu bestand darin, Wasser in edlen Wein zu verwandeln. Bei zwei anderen Gelegenheiten vermehrte er ein paar Brote und Fische, sodass Tausende hungrige Menschen davon satt wurden. Beide Male gab es für jeden mehr als genug zu essen.
Krankheiten. Jesus „heilte jede Art von Leiden und jede Art von Gebrechen unter dem Volk“ (Matthäus 4:23). Ein Wort, eine Berührung — und Blinde, Gehörlose, Leprakranke, Epileptiker und Gelähmte waren von ihren Leiden befreit. Es gab keine Krankheit, bei der Jesus an seine Grenzen stieß.
Unwetter. Als Jesus und seine Jünger einmal über den See Genezareth fuhren, braute sich ein Unwetter zusammen. Die Jünger bekamen es mit der Angst zu tun. Jesus richtete jedoch einfach seinen Blick auf den Sturm und befahl: „Schweig! Sei still!“ Da trat völlige Stille ein (Markus 4:37-39). Ein andermal lief Jesus mitten in einem heftigen Sturm übers Wasser (Matthäus 14:24-33).
Böse Geister. Böse Geister sind weit mächtiger als Menschen. Oft gelingt es diesen skrupellosen Feinden Gottes, ihre Opfer mit eisernem Griff festzuhalten. Doch Jesus konnte sie austreiben und befreite so immer wieder Menschen aus ihren Klauen. Er hatte keine Angst vor diesen Geistern. Aber sie hatten Angst vor ihm, denn sie wussten, welche Macht er besaß.
Tod. Der Tod wird treffend als „letzter Feind“ bezeichnet (1. Korinther 15:26). Kein Mensch kann sich gegen ihn wehren. Jesus dagegen brachte Verstorbene wieder zum Leben. Einer Witwe gab er ihren erwachsenen Sohn zurück und trauernden Eltern ihre kleine Tochter. Vor den Augen einer Trauergesellschaft auferweckte Jesus seinen geliebten Freund Lazarus. Das erregte großes Aufsehen, zumal Lazarus schon fast vier Tage tot war. Nicht einmal Jesu erbittertste Feinde konnten dieses Wunder leugnen (Johannes 11:38-48; 12:9-11).
Warum wirkte Jesus Wunder? Hat nicht der Tod all die Menschen, denen Jesus half, letzten Endes doch besiegt? Das schon. Aber dennoch bewirkten Jesu Wunder etwas Bleibendes. Sie bewiesen, dass die begeisternden Prophezeiungen über die Regierung des Messias auf einer festen Grundlage ruhen. Kein Zweifel: Der von Gott eingesetzte König kann Hungersnöte, Krankheiten, Naturkatastrophen, böse Geister und sogar den Tod aus der Welt schaffen. Er hat bereits demonstriert, dass Gott ihm die Macht dazu übertragen hat.
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Jesus macht eine bedeutende ProphezeiungDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 19
Jesus macht eine bedeutende Prophezeiung
Jesus erklärt, woran man seine Gegenwart als König und den „Abschluss des Systems der Dinge“ erkennen kann.
JESUS und vier seiner Apostel waren auf dem Ölberg. Von dort hatten sie einen herrlichen Blick auf Jerusalem und den Tempel. Kurz zuvor hatte Jesus die Zerstörung des Tempels vorausgesagt. Und bei einer anderen Gelegenheit hatte er vom „Abschluss des Systems der Dinge“ gesprochen (Matthäus 13:40, 49). Jetzt wollten die vier Apostel Genaueres darüber wissen. Sie fragten ihn: „Was wird das Zeichen deiner Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?“ (Matthäus 24:3).
Jesus kündigte Ereignisse an, die der Vernichtung Jerusalems vorausgehen würden. Seine Prophezeiung hatte aber eine noch weitreichendere Bedeutung. Sie sollte sich einmal weltweit erfüllen. Jesus nannte Ereignisse und Situationen, die auf der ganzen Welt auftreten und zusammengenommen ein „Zeichen“ bilden würden. Dieses Zeichen würde auf Jesu Gegenwart als himmlischer König hindeuten. Man könnte daran also erkennen, dass Jesus von Jehova als König des lang ersehnten Königreiches eingesetzt wurde und drauf und dran ist, alles Böse zu beseitigen und echten Frieden zu schaffen. Das Zeichen kennzeichnet somit die letzten Tage des „Systems der Dinge“ — das heißt aller religiösen, politischen und sozialen Systeme — und zugleich den Beginn eines neuen Systems.
Woraus besteht denn das Zeichen? Jesus sprach von Lebensmittelknappheit, großen Kriegen, verheerenden Erdbeben und schlimmen Seuchen. Die Menschen würden immer gesetzloser werden. Echte Christen würden die gute Botschaft von Gottes Königreich auf der ganzen Erde verkündigen. All das würde in einer „großen Drangsal“ gipfeln, wie es sie noch nie zuvor gab (Matthäus 24:21).
Woran könnten Jesu Nachfolger erkennen, dass die große Drangsal kurz bevorsteht? Wie Jesus sagte, sollten sie „von dem Feigenbaum“ lernen (Matthäus 24:32). Wenn ein Feigenbaum Blätter trägt, erkennt man deutlich, dass es bald Sommer ist. Genauso deutlich könnte man erkennen, dass das Ende nahe ist, wenn sich alles, was Jesus für seine Gegenwart vorausgesagt hat, in ein und derselben Zeitperiode erfüllt. Jesus sagte allerdings, dass nur der Vater den genauen Tag und die Stunde kennt, wann die große Drangsal beginnt. Er riet seinen Jüngern deswegen dringend: „Bleibt wach, denn ihr wisst nicht, wann die bestimmte Zeit da ist“ (Markus 13:33).
Aus Matthäus, Kapitel 24 und 25; Markus, Kapitel 13; Lukas, Kapitel 21.
a Näheres über Jesu Prophezeiung findet man in dem von Jehovas Zeugen herausgegebenen Buch Was lehrt die Bibel wirklich?, Kapitel 9.
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Jesus Christus wird zu Tode gebrachtDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 20
Jesus Christus wird zu Tode gebracht
Jesus führt das Abendmahl ein. Er wird verraten und an einen Pfahl genagelt.
NACHDEM Jesus dreieinhalb Jahre gelehrt und gepredigt hatte, wusste er, dass seine Zeit auf der Erde abgelaufen war. Die religiösen Führer der Juden schmiedeten einen Komplott, um ihn zu töten, befürchteten aber einen Aufruhr, weil Jesus beim Volk als Prophet galt. Inzwischen hatte sich einer der zwölf Apostel, Judas Iskariot, so weit von Satan beeinflussen lassen, dass er bereit war, Jesus zu verraten. Die führenden Juden boten ihm dreißig Silbermünzen dafür.
Am Abend vor seinem Tod versammelte sich Jesus mit seinen Aposteln zum Passah. Nachdem er Judas weggeschickt hatte, führte er eine neue Feier ein: das Abendmahl. Er nahm ein Brot, betete und reichte es an die elf anwesenden Apostel weiter. „Dies bedeutet meinen Leib, der zu euren Gunsten gegeben wird“, erklärte er ihnen. „Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ Dasselbe tat er mit einem Becher Wein und sagte: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes“ (Lukas 22:19, 20).
An jenem Abend gab es noch vieles, was Jesus seinen Aposteln ans Herz legen wollte. Er gab ihnen ein neues Gebot. Sie sollten einander selbstlos lieben. „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt“, sagte er (Johannes 13:34, 35). Jesus bat sie eindringlich, sich von den bevorstehenden Ereignissen nicht beunruhigen zu lassen, und betete flehentlich für sie. Gemeinsam sangen sie Loblieder und gingen in die Nacht hinaus.
Im Garten Gethsemane kniete sich Jesus hin und schüttete Gott sein Herz aus. Es dauerte nicht lange und eine bewaffnete Meute von Soldaten, Priestern und anderen kam herbei, um ihn festzunehmen. Judas näherte sich Jesus und verriet ihn mit einem Kuss. Als die Soldaten Jesus fesselten, flohen die Apostel.
Vor dem Hohen Rat der Juden bestätigte Jesus, der Sohn Gottes zu sein. Das Gericht beschuldigte ihn deswegen der Gotteslästerung und verurteilte ihn zum Tod. Man brachte ihn zu dem römischen Statthalter Pontius Pilatus. Dieser befand ihn zwar für unschuldig, gab dann aber der Menge nach, die lauthals seine Hinrichtung verlangte.
Jesus wurde nach Golgotha gebracht und von römischen Soldaten an einen Pfahl genagelt. Am helllichten Tag wurde es auf einmal finstere Nacht. Als Jesus im Lauf des Nachmittags starb, ereignete sich ein großes Erdbeben. Jesu Leichnam wurde in ein Grab gelegt, das man in einen Felsen gehauen hatte. Tags darauf versiegelten Priester den Grabeingang und stellten Wachen davor auf. Würde Jesus in dem Grab bleiben? Nein. Das größte aller Wunder stand kurz bevor.
Aus Matthäus, Kapitel 26 und 27; Markus, Kapitel 14 und 15; Lukas, Kapitel 22 und 23; Johannes, Kapitel 12 bis 19.
a Näheres darüber, welchen Wert der Opfertod Jesu hatte, findet man in dem Buch Was lehrt die Bibel wirklich?, Kapitel 5.
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Jesus lebt!Die Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 21
Jesus lebt!
Jesus erscheint seinen Nachfolgern. Er spricht ihnen Mut zu und gibt ihnen Anweisungen.
AM DRITTEN Tag nach Jesu Tod gingen einige Frauen, die Jesus nachgefolgt waren, zu seinem Grab. Der Stein vor dem Eingang war weggewälzt worden und das Grab war leer.
Zwei Engel erschienen den Frauen. „Ihr sucht Jesus, den Nazarener“, sagte einer von ihnen. „Er ist auferweckt worden“ (Markus 16:6). Darauf liefen die Frauen sofort zu den Aposteln. Auf dem Weg begegnete ihnen Jesus. „Fürchtet euch nicht!“, sagte er. „Geht, berichtet meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa fortgehen sollen; und dort werden sie mich sehen“ (Matthäus 28:10).
Noch am gleichen Tag waren zwei Jünger auf dem Weg von Jerusalem in das Dorf Emmaus. Ein Fremder schloss sich ihnen an und fragte sie, worüber sie sich gerade unterhalten hatten. Der Fremde war der auferweckte Jesus. Doch weil er ein anderes Aussehen hatte, erkannten sie ihn nicht gleich. Mit trauriger Stimme sagten sie zu ihm, dass sie über Jesus gesprochen hatten. Daraufhin erklärte er ihnen, was in den Hebräischen Schriften über den Messias steht. Alle diese Prophezeiungen hatten sich bis ins Kleinste an Jesus erfüllt.a Als den Jüngern schließlich klar wurde, wer der Fremde war, verschwand Jesus als Geistwesen vor ihren Augen.
Die zwei Jünger gingen sofort wieder nach Jerusalem zurück. Dort hatten sich die Apostel hinter verschlossenen Türen versammelt. Als die beiden ihnen erzählten, was sie gerade erlebt hatten, erschien Jesus. Die überraschten Anwesenden konnten das kaum glauben. „Warum steigen Zweifel in eurem Herzen auf?“, fragte sie Jesus. „So steht es geschrieben, dass der Christus leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen werde“ (Lukas 24:38, 46).
Nach seiner Auferstehung erschien Jesus seinen Jüngern über einen Zeitraum von 40 Tagen bei verschiedenen Gelegenheiten. Einmal zeigte er sich über 500 Personen. Wahrscheinlich war es bei dieser Gelegenheit, als Jesus seinen Jüngern große Verantwortung übertrug. Er sagte zu ihnen: „Geht . . . und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, . . . lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluss des Systems der Dinge“ (Matthäus 28:19, 20).
Als er das letzte Mal mit seinen elf treuen Aposteln zusammen war, versprach er ihnen: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Zeugen von mir sein . . . bis zum entferntesten Teil der Erde“ (Apostelgeschichte 1:8). Dann fuhr Jesus vor ihren Augen in den Himmel auf und verschwand in einer Wolke.
Aus Matthäus, Kapitel 28; Markus, Kapitel 16; Lukas, Kapitel 24; Johannes, Kapitel 20 und 21; 1. Korinther 15:5, 6.
a Beispiele zu Prophezeiungen über den Messias findet man in Teil 14, Teil 15 und Teil 16 dieser Broschüre, sowie in dem Artikel „Jesus Christus — der verheißene Messias“ im Anhang des Buches Was lehrt die Bibel wirklich?.
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Die Apostel predigen furchtlosDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 22
Die Apostel predigen furchtlos
Trotz Verfolgung nimmt die Zahl der Christen rapide zu.
ES IST zehn Tage her, dass Jesus in den Himmel auffuhr. In Jerusalem wird das jüdische Pfingstfest gefeiert. Ungefähr 120 Jünger haben sich in einem Haus versammelt. Plötzlich hören sie ein Brausen wie von einem Sturm und fangen an, in fremden Sprachen zu sprechen. Wie lässt sich dieses seltsame Phänomen erklären, das im Jahr 33 auftrat? Gott hatte die Jünger mit seinem heiligen Geist erfüllt.
Draußen stand eine Menschenmenge. Zu dem Fest waren nämlich fremdsprachige Besucher aus vielen Ländern geströmt. Sie staunten, dass die Jünger sich ihnen problemlos mitteilen konnten. Als Erklärung führte Petrus eine Prophezeiung des Propheten Joel an. Joel hatte vorausgesagt, dass Gott seinen Geist „ausgießen“ und dadurch Menschen übernatürliche Fähigkeiten verleihen wird (Joel 2:28, 29). Diese Machtentfaltung des heiligen Geistes kennzeichnete einen bedeutsamen Wendepunkt: Gott war nicht mehr mit dem Volk Israel, sondern mit der neu gegründeten Christengemeinde oder -versammlung. Wer jetzt Gottes Anerkennung haben wollte, musste ein Nachfolger Christi werden.
Allerdings regte sich nun Widerstand und die Apostel wurden ins Gefängnis geworfen. Doch in der Nacht öffnete ein Engel Jehovas die Gefängnistüren und forderte die Apostel auf weiterzupredigen. Das taten sie auch gleich bei Tagesanbruch. Sie gingen zum Tempel und verkündigten die gute Botschaft über Jesus. Als wütende Gegner ihnen das untersagen wollten, antworteten sie furchtlos: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5:28, 29).
Die Verfolgung spitzte sich zu. Einige Juden klagten den Jünger Stephanus der Gotteslästerung an und steinigten ihn. Ein junger Mann, Saulus aus Tarsus, war mit der Ermordung einverstanden und schaute zu. Anschließend machte er sich auf den Weg nach Damaskus, um dort alle, die Christus nachfolgten, festzunehmen. Unterwegs blendete ihn ein Licht vom Himmel. Eine Stimme sagte: „Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?“ Saulus, der von dem grellen Licht blind geworden war, fragte: „Wer bist du?“ Da antwortete die Stimme: „Ich bin Jesus“ (Apostelgeschichte 9:3-5).
Drei Tage später schickte Jesus einen Jünger mit Namen Ananias zu Saulus. Er sollte ihn von seiner Blindheit heilen. Saulus ließ sich taufen und wurde ein eifriger Christ. Er sprach überall mutig über Jesus. Mit der Zeit wurde er Apostel Paulus genannt.
Jesu Jünger predigten die gute Botschaft von Gottes Königreich zunächst nur unter den Juden und Samaritern. Doch dann erschien dem gottesfürchtigen römischen Offizier Kornelius ein Engel und forderte ihn auf, den Apostel Petrus zu rufen. In Begleitung anderer ging Petrus zu Kornelius und seiner Hausgemeinschaft. Während der Apostel zu diesen nichtjüdischen Gläubigen sprach, wurden sie mit heiligem Geist erfüllt. Petrus gab die Anweisung, sie im Namen Jesu zu taufen. Jetzt stand für Menschen aus allen Nationen die Tür zum ewigen Leben offen. Die Christen stellten sich darauf ein, das Evangelium oder die „gute Botschaft“ weit und breit bekannt zu machen.
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Die gute Botschaft wird weit und breit verkündigtDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 23
Die gute Botschaft wird weit und breit verkündigt
Paulus unternimmt Missionsreisen — zu Fuß und mit dem Schiff.
NACH seiner Bekehrung verkündigte Paulus voller Eifer die gute Botschaft vom Königreich Gottes. Der einstige Gegner wurde jetzt selbst mit erbitterter Gegnerschaft konfrontiert. Unermüdlich unternahm er lange Missionsreisen und erklärte weit und breit, dass unter Gottes Regierung all das, was Gott ursprünglich für die Menschen vorgesehen hatte, wahr wird.
Auf seiner ersten Missionsreise kam Paulus nach Lystra. Dort heilte er einen Mann, der von Geburt an gelähmt war. Deswegen hielten die Leute am Ort Paulus und seinen Reisegefährten Barnabas für Götter. Die zwei Männer konnten die lärmende Menge nur mit Müh und Not davon abhalten, ihnen Opfer darzubringen. Doch dann kamen Feinde von Paulus und wiegelten die Leute so lange auf, bis sie ihn steinigten. Er überlebte und kehrte später in die Stadt zurück, um den Jüngern Mut zu machen.
Einige Christen jüdischer Herkunft behaupteten, Christen nicht jüdischer Herkunft müssten sich an bestimmte Gesetze halten, die Moses gegeben worden waren. Paulus legte diese Frage den Aposteln und den älteren Männern in Jerusalem vor. Nachdem dieses Gremium intensiv in den Hebräischen Schriften nachgeforscht hatte, schrieb es den Christen in allen Gemeinden oder Versammlungen einen Brief. Darin hieß es, dass sie sich von Götzendienst und sexueller Unmoral distanzieren mussten. Außerdem durften sie kein Blut zu sich nehmen — auch kein Fleisch, das nicht ausgeblutet war. Diese „notwendigen Dinge“ zu beachten bedeutete aber nicht, dass sie das Gesetz Mose halten mussten (Apostelgeschichte 15:28, 29).
Auf der zweiten Missionsreise kam Paulus nach Beröa (im heutigen Griechenland). Die Juden dort waren von dem, was Paulus ihnen sagte, begeistert und verglichen es täglich mit der Heiligen Schrift. Doch dann regte sich erneut Widerstand und zwang Paulus, nach Athen weiterzuziehen. Vor einer Gruppe Gelehrter hielt er eine kraftvolle Rede. Sie war ein Paradebeispiel für Takt, Scharfsinn und Redegewandtheit.
Nach einer dritten Missionsreise ging Paulus nach Jerusalem und suchte den Tempel auf. Einige Juden verursachten einen Aufruhr und wollten ihn umbringen. Römische Soldaten griffen ein und verhörten ihn. Als römischer Bürger verteidigte er sich vor dem Statthalter Felix. Die Juden konnten das, was sie Paulus vorwarfen, allerdings nicht beweisen. Bei einer späteren Gelegenheit befürchtete Paulus, von Festus, einem anderen römischen Statthalter, den Juden ausgeliefert zu werden. Deshalb sagte er zu ihm: „Ich berufe mich auf Cäsar!“ Festus erwiderte: „Zu Cäsar sollst du gehen“ (Apostelgeschichte 25:11, 12).
Da Paulus also in Rom vor Gericht stehen sollte, kam er auf ein Schiff nach Italien. Das Schiff ging jedoch unter und Paulus musste auf Malta überwintern. Nachdem er endlich in Rom angekommen war, wohnte er zwei Jahre in einem gemieteten Haus. Obwohl er unter Bewachung stand, ließ er sich in seinem Eifer nicht dämpfen und sprach mit allen, die ihn besuchten, über das Königreich Gottes.
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Die Briefe von PaulusDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 24
Die Briefe von Paulus
Die Paulusbriefe enthalten organisatorische Hinweise für Christen.
DIE Christengemeinde oder -versammlung sollte eine Schlüsselrolle einnehmen. Allerdings wurden die Urchristen schon gleich von allen Seiten angegriffen. Zum einen verfolgte man sie, zum anderen zeichneten sich in ihren eigenen Reihen gefährliche Tendenzen ab. Würden sie Gott unter diesen Umständen treu bleiben? Die Christlichen Griechischen Schriften enthalten 21 Briefe, die vor Gefahren warnten und Mut machten.
Von Paulus stammen 14 dieser Briefe — Römer bis Hebräer. Benannt wurden sie entweder nach der Person oder der Christengemeinde, an die sie gerichtet waren. Beleuchten wir kurz einige Themen, die der Apostel Paulus anschnitt.
Hohe Moral und christliches Verhalten. Wer sexuelle Unmoral oder andere schwere Sünden praktiziert, wird „Gottes Königreich nicht erben“ (Galater 5:19-21; 1. Korinther 6:9-11). Echte Christen zeichnen sich trotz unterschiedlicher Nationalitäten durch Einheit aus (Römer 2:11; Epheser 4:1-6). Sie teilen gern mit Glaubensbrüdern, die in Not sind (2. Korinther 9:7). Paulus rät außerdem: „Betet unablässig.“ Er fordert die Christen auf, Jehova ihr Herz auszuschütten (1. Thessalonicher 5:17; 2. Thessalonicher 3:1; Philipper 4:6, 7). Damit ein Gebet von Gott erhört wird, muss allerdings Glaube dahinter sein (Hebräer 11:6).
Und was trägt nach Paulus’ Worten zu einem harmonischen Familienleben bei? Dass der Mann seine Frau liebt wie sich selbst und die Frau ihren Mann respektiert. Von Kindern erwartet Gott, dass sie auf ihre Eltern hören. Und Eltern werden angehalten, ihre Kinder mit Liebe zu erziehen und sich dabei von biblischen Prinzipien leiten zu lassen (Epheser 5:22 bis 6:4; Kolosser 3:18-21).
Was Gott durch Jesus Christus bewirkt. Das Gesetz, das den Israeliten gegeben wurde, war für sie ein Schutz und eine Anleitung, bis Jesus Christus kam (Galater 3:24). Christen sind jedoch nicht an dieses Gesetz gebunden. In seinem Brief an die Hebräer — Christen mit jüdischem Hintergrund — erläutert Paulus, wozu das Gesetz da war und wie Gott durch Jesus Christus alles wahr macht, was er versprochen hat. Vieles im Gesetz hatte eine prophetische Bedeutung. Die Tieropfer beispielsweise wiesen auf den Opfertod Jesu hin, durch den echte Sündenvergebung möglich geworden ist (Hebräer 10:1-4). Nach Jesu Tod hob Gott den Gesetzesbund auf. Er war jetzt nicht mehr nötig (Kolosser 2:13-17; Hebräer 8:13).
Organisatorisches. Männer, die in den Gemeinden mit Verantwortung betraut werden, müssen eine hohe Moral haben und bestimmte Voraussetzungen erfüllen (1. Timotheus 3:1-10, 12, 13; Titus 1:5-9). Alle Christen werden angehalten, sich regelmäßig zu versammeln, um sich gegenseitig Mut zu machen (Hebräer 10:24, 25). Ihre Zusammenkünfte sollen den Glauben stärken und lehrreich sein (1. Korinther 14:26, 31).
Als Paulus den zweiten Brief an Timotheus schrieb, befand er sich erneut in Rom. Er saß im Gefängnis und wartete auf sein Urteil. Nur einige wenige Glaubensbrüder wagten es, ihn zu besuchen. Paulus wusste, dass ihm nicht mehr viel Zeit blieb. Er schrieb: „Ich habe den vortrefflichen Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt“ (2. Timotheus 4:7). Wahrscheinlich musste er nicht lange danach für seinen Glauben sterben. Doch seine Briefe sind für Anbeter Jehovas bis heute eine wertvolle Richtschnur.
Aus Römer; 1. Korinther; 2. Korinther; Galater; Epheser; Philipper; Kolosser; 1. Thessalonicher; 2. Thessalonicher; 1. Timotheus; 2. Timotheus; Titus; Philemon; Hebräer.
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Briefe über Glauben, christliches Verhalten und LiebeDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 25
Briefe über Glauben, christliches Verhalten und Liebe
Jakobus, Petrus, Johannes und Judas schreiben Briefe, um ihre Glaubensbrüder zu stärken.
JAKOBUS und Judas waren Halbbrüder Jesu. Petrus und Johannes gehörten zu den zwölf Aposteln. Diese vier Männer schrieben insgesamt sieben Briefe, die in die Christlichen Griechischen Schriften aufgenommen wurden. Sie tragen jeweils den Namen des Schreibers. Diese von Gott inspirierten Briefe ermahnen dazu, Jehova treu zu bleiben und fest auf sein Königreich zu hoffen.
Glaube. Nur zu sagen, dass man an Gott glaubt, reicht nicht aus. Echter Glaube zeigt sich in Taten. Wie Jakobus schreibt, ist „Glaube ohne Werke tot“ (Jakobus 2:26). Praktiziert man seinen Glauben selbst unter großen Schwierigkeiten, lernt man auszuharren. Das gelingt aber nur, wenn man Gott um Weisheit bittet und fest davon überzeugt ist, dass Gott sie einem auch gibt. Ausharren trägt Gottes Anerkennung ein (Jakobus 1:2-6, 12). Ein treuer Glaube bleibt nicht unerwidert. Jakobus sagt: „Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen“ (Jakobus 4:8).
Der Glaube muss stark sein, damit man Versuchungen widerstehen kann und sich von einem unmoralischen Umfeld nicht anstecken lässt. Judas fordert seine Glaubensbrüder auf, „einen harten Kampf für den Glauben zu führen“, weil sie extrem schlechten Einflüssen ausgesetzt waren (Judas 3).
Christliches Verhalten. Jehova erwartet von seinen Anbetern, dass sie heilig, das heißt in jeder Hinsicht rein sind. Petrus schreibt: „Werdet auch ihr selbst heilig in eurem ganzen Wandel, weil geschrieben steht: ‚Ihr sollt heilig sein, weil ich [Jehova] heilig bin‘ “ (1. Petrus 1:15, 16). Christen haben ein ausgezeichnetes Vorbild. Wie Petrus schreibt, hat Christus für sie gelitten und ihnen ein Beispiel hinterlassen, damit sie in seine Fußstapfen treten (1. Petrus 2:21). Manchmal werden Christen ungerecht behandelt, weil sie sich an Gottes Gebote halten. Sie sollten sich unter allen Umständen „ein gutes Gewissen“ bewahren (1. Petrus 3:16, 17). Petrus spricht vom Strafgericht Gottes und von einer neuen Welt, in der „Gerechtigkeit wohnen“ wird, und ermahnt zu einem Leben in Heiligkeit und zu „Taten der Gottergebenheit“ (2. Petrus 3:11-13).
„Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen“ (Jakobus 4:8)
Liebe. Johannes schreibt, dass „Gott Liebe ist“. Gottes große Liebe zeigte sich darin, dass er Jesus als „ein Sühnopfer für unsere Sünden“ gab. Wie sollten wir darauf reagieren? Johannes erklärt: „Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, dann sind wir selbst verpflichtet, einander zu lieben“ (1. Johannes 4:8-11). Diese Liebe zeigt sich beispielsweise darin, dass man Glaubensbrüder gastfreundlich aufnimmt (3. Johannes 5-8).
Und wie kann man Gott seine Liebe zeigen? Johannes schreibt: „Darin besteht die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer“ (1. Johannes 5:3; 2. Johannes 6). Wer das tut, kann sicher sein, dass er immer von Gott geliebt wird. Außerdem hat er dann die „Aussicht auf ewiges Leben“ (Judas 21).
Aus Jakobus; 1. Petrus; 2. Petrus; 1. Johannes; 2. Johannes; 3. Johannes; Judas.
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Wieder ein Paradies!Die Bibel: Was will sie uns sagen?
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TEIL 26
Wieder ein Paradies!
Durch das Königreich Jesu Christi wird Gottes Name geheiligt. Es bestätigt sich, dass Jehova zu Recht der höchste Herrscher ist. Alles Böse wird vernichtet.
DAS letzte Bibelbuch, Offenbarung oder Apokalypse genannt, lässt die Menschheit aufatmen. Es wurde vom Apostel Johannes geschrieben und enthält eine Reihe von Visionen, die auf einen Höhepunkt zusteuern: Am Ende wird alles so sein, wie es Jehova von Anfang an vorgesehen hat.
In der ersten Vision lobt und ermahnt der auferstandene Jesus mehrere Gemeinden. Die nächste Vision zeigt Jehova auf seinem himmlischen Thron, umgeben von Geistwesen, die ihn preisen.
Die Entwicklung nimmt ihren Lauf. Jesus Christus, der als Lamm dargestellt wird, bekommt eine Buchrolle mit sieben Siegeln. Beim Öffnen der ersten vier Siegel erscheinen Reiter auf der Weltbühne. An der Spitze ist der zum König gekrönte Jesus auf einem weißen Pferd zu sehen. Ihm folgen Reiter auf Pferden in verschiedenen Farben. Sie stellen die Kriege, Hungersnöte und Seuchen in den letzten Tagen des heutigen Systems dar. Nachdem das siebte Siegel aufgebrochen worden ist, sind sieben Trompeten zu hören, die für Gottes Urteilsverkündungen stehen. Darauf folgen sieben Plagen als Ausdruck des Zorns Gottes.
Gottes Reich — versinnbildlicht durch einen neugeborenen Jungen — tritt im Himmel seine Regierung an. Ein Krieg bricht aus und Satan wird zusammen mit den Dämonen zur Erde hinuntergeworfen. „Wehe der Erde“, sagt eine laute Stimme. Der Teufel hat große Wut, weil er weiß, dass seine Tage gezählt sind (Offenbarung 12:12).
Johannes sieht Jesus als Lamm im Himmel mit 144 000, die aus der Menschheit ausgewählt wurden. Sie „werden als Könige . . . mit ihm regieren“. Die Offenbarung verrät somit, dass zu dem versprochenen Samen außer Jesus noch 144 000 weitere Personen gehören (Offenbarung 14:1; 20:6).
Alle Mächtigen der Erde versammeln sich zum „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, Harmagedon genannt. Sie führen Krieg mit Jesus, dem Reiter auf dem weißen Pferd, der ein himmlisches Heer anführt. Alle Mächtigen der Erde werden vernichtet. Satan wird gebunden und Jesus regiert zusammen mit den 144 000 für tausend Jahre über die Erde. Nach den tausend Jahren wird Satan ausgelöscht (Offenbarung 16:14; 20:4).
Was bedeutet die tausendjährige Regierung Jesu Christi und seiner Mitregenten für gottesfürchtige Menschen? Johannes schreibt: „[Jehova] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offenbarung 21:4). Die Erde wird zu einem Paradies!
Die Offenbarung vervollständigt also das, was uns die Bibel sagen will, und so schließt sich der Kreis. Durch das Königreich des Messias wird Gottes Name geheiligt! Für immer und ewig wird feststehen, dass Jehova zu Recht der höchste Herrscher ist!
Aus dem Bibelbuch Offenbarung.
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Die Bibel — Ein ÜberblickDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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Die Bibel
Jehova erschafft Adam und Eva. Sie hätten ewig im Paradies leben können. Satan bringt Gottes Namen in Verruf und zweifelt Gottes Herrscherrecht an. Adam und Eva schließen sich der Rebellion an und bringen so über sich und ihre Nachkommen Sünde und Tod.
Jehova verurteilt die Rebellen. Er verspricht einen Befreier, den „Samen“, der Satan vernichten und die Folgen der Rebellion und der Sünde rückgängig machen wird.
Jehova versichert Abraham und David, dass der „Same“ oder Messias von ihnen abstammen wird. Dieser wird für immer als König regieren.
Jehova lässt Propheten aufschreiben, dass der Messias der Sünde und dem Tod ein Ende machen wird und mit anderen als König des Reiches Gottes herrschen wird. Kriege, Krankheiten und selbst den Tod gibt es dann nicht mehr.
Jehova schickt seinen Sohn Jesus auf die Erde und macht ihn als den Messias kenntlich. Jesus predigt das Königreich Gottes und stirbt einen Opfertod. Jehova auferweckt ihn als Geistwesen.
Jehova setzt seinen Sohn als König im Himmel ein. Das kennzeichnet den Beginn der „letzten Tage“ vor dem Ende der Welt. Jesus leitet seine Nachfolger an, weltweit Gottes Königreich bekannt zu machen.
Jehova gebietet seinem Sohn, alle Regierungen auf der Erde zu vernichten und ein weltweites Paradies zu schaffen. Unter Gottes Königreich werden alle Menschen, die Gottes Willen tun, vollkommen werden. Jehovas Recht zu herrschen ist dann bewiesen und sein Name geheiligt — für immer und ewig.
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ZeitleisteDie Bibel: Was will sie uns sagen?
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Zeitleiste
„Im Anfang . . .“
4026 v. u. Z. Erschaffung Adams
3096 v. u. Z. Adams Tod
2370 v. u. Z. Sintflut
2018 v. u. Z. Abrahams Geburt
1943 v. u. Z. Bund mit Abraham
1750 v. u. Z. Joseph in Sklaverei verkauft
vor 1613 v. u. Z. Hiobs Prüfungen
1513 v. u. Z. Auszug aus Ägypten
1473 v. u. Z. Josua führt Israeliten nach Kanaan
1467 v. u. Z. Kanaan größtenteils erobert
1117 v. u. Z. Saul wird König
1070 v. u. Z. Königreichsbund mit David
1037 v. u. Z. Salomo wird König
1027 v. u. Z. Tempel in Jerusalem fertig
etwa 1020 v. u. Z. Hohes Lied geschrieben
997 v. u. Z. Teilung Israels
etwa 717 v. u. Z. Sprüche zusammengestellt
607 v. u. Z. Jerusalem zerstört; Babylonische Gefangenschaft
539 v. u. Z. Cyrus erobert Babylon
537 v. u. Z. Juden kehren nach Jerusalem zurück
455 v. u. Z. Mauer Jerusalems wieder aufgebaut; Beginn der 69 Jahrwochen
nach 443 v. u. Z. Maleachi stellt sein prophetisches Buch fertig
etwa 2 v. u. Z. Geburt Jesu
29 u. Z. Jesu Taufe; Jesus predigt Gottes Königreich
31 u. Z. Jesus wählt 12 Apostel aus; Bergpredigt
32 u. Z. Jesus auferweckt Lazarus
14. Nisan 33 u. Z. Jesu Tod
16. Nisan 33 u. Z. Jesu Auferweckung
6. Siwan 33 u. Z. Pfingsten; Ausgießung des heiligen Geistes (Siwan fällt in Mai/Juni)
36 u. Z. Kornelius wird Christ
etwa 47/48 u. Z. Paulus’ erste Missionsreise
etwa 49–52 u. Z. Paulus’ zweite Missionsreise
etwa 52–56 u. Z. Paulus’ dritte Missionsreise
61 u. Z. Paulus schreibt Briefe aus Haft in Rom
vor 62 u. Z. Jesu Halbbruder Jakobus schreibt Brief
66 u. Z. Juden lehnen sich gegen Rom auf
70 u. Z. Römer zerstören Jerusalem und Tempel
etwa 96 u. Z. Johannes schreibt Offenbarung
etwa 100 u. Z. Johannes, der letzte Apostel, stirbt
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