Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Vertrauen oder nicht vertrauen?
    Erwachet! 2007 | November
    • Vertrauen oder nicht vertrauen?

      „Baut nicht auf morsche Planken“, schrieb der englische Dramatiker William Shakespeare. Ja, bevor man in ein Boot steigt, sollte man sichergehen, dass die Planken nicht morsch sind.

      IN Shakespeares Worten klingt etwas an, was der weise König Salomo von Israel vor etwa 3 000 Jahren so formulierte: „Der dumme Mensch traut jedem Wort, der Kluge überlegt sich seine Schritte“ (Sprüche 14:15, Pattloch-Bibel). Es wäre wirklich „dumm“, blind durchs Leben zu gehen, ohne etwas zu hinterfragen oder seine Entscheidungen auf unseriösen Rat oder zweifelhafte Lehren zu stützen. Auf etwas Falsches zu vertrauen kann — wie ein Tritt auf morsche Planken — katastrophale Folgen haben. Deshalb stellt sich die Frage: Bekommt man irgendwo Rat, auf den man wirklich vertrauen kann?

      Millionen Menschen auf der Erde setzen ihr volles Vertrauen auf ein altes Buch — die Bibel. Sie lassen sich von ihr leiten, ziehen sie bei Entscheidungen zurate und stimmen ihr Leben darauf ab. Bauen sie damit auf „morsche Planken“? Um das zu beantworten, muss man erst eine zweite Frage klären: Gibt es triftige Gründe, der Bibel zu vertrauen? Die vorliegende Sonderausgabe von Erwachet! geht dieser Frage nach.

      Ziel ist dabei nicht, dem Leser bestimmte Glaubensansichten oder Meinungen aufzudrängen. Es sollen vielmehr stichhaltige Beweise vorgelegt werden, die Millionen davon überzeugt haben, dass die Bibel vertrauenswürdig ist. Nach der Lektüre der folgenden Artikel kann jeder für sich entscheiden, ob die Bibel sein Vertrauen verdient.

      Allerdings sollte man sich mit diesem Thema nicht nur beiläufig beschäftigen. Wenn die Bibel tatsächlich vertrauenswürdige Anleitung von unserem Schöpfer enthält, ist es jeder sich selbst und seiner Familie schuldig, zumindest zu prüfen, was sie zu sagen hat.

      Befassen wir uns vorab mit einigen außergewöhnlichen Fakten über die Bibel, denn ein einzigartiges Buch ist sie allemal.

  • Ein einzigartiges Buch
    Erwachet! 2007 | November
    • Ein einzigartiges Buch

      „Die Bibel ist das am weitesten verbreitete Buch aller Zeiten“ (The World Book Encyclopedia).

      VOR über 550 Jahren begann der deutsche Erfinder Johannes Gutenberg, mit beweglichen Lettern zu drucken. Sein erstes berühmtes Werk war eine Bibel.a Seither sind Millionen und Abermillionen Bücher über jedes erdenkliche Thema herausgegeben worden. Doch die Bibel nimmt unter allen eine Sonderstellung ein.

      • Von der Bibel sind nach Schätzungen über 4,7 Milliarden Exemplare (Gesamt- und Teilausgaben) gedruckt worden. Das sind mehr als fünfmal so viel wie von dem Buch Worte des Vorsitzenden Mao Tse-tung, der auflagenstärksten Veröffentlichung nach der Bibel.

      • In nur einem der vergangenen Jahre wurden gut 50 Millionen Gesamt- oder Teilausgaben der Bibel verbreitet. „Die Bibel ist der Bestseller unter den Büchern, und das jedes Jahr“, hieß es in der Zeitschrift The New Yorker.

      • Die Bibel ist ganz oder teilweise in mehr als 2 400 Sprachen übersetzt worden. Somit liegt sie zumindest in Teilen in den Sprachen von über 90 Prozent der Weltbevölkerung vor.

      • Etwa die Hälfte der Bibelschreiber beendete ihre Aufzeichnungen, noch bevor der berühmte chinesische Philosoph Konfuzius und Siddhartha Gautama, der Begründer des Buddhismus, lebten.

      • Unter dem Einfluss der Bibel sind in der Malerei, der Musik, der Literatur und in anderen Künsten echte Meisterwerke entstanden.

      • Die Bibel hat staatliche Verbote überstanden, religiös motivierte Bücherverbrennungen und Angriffe von Kritikern. Sie ist massiver bekämpft worden als jedes andere Buch in der Geschichte und hat dennoch überlebt.

      Das sind bestimmt außergewöhnliche Fakten, doch sie allein beweisen noch nicht, dass man der Bibel vertrauen kann. Deshalb werden im Folgenden fünf Gründe angeführt, die Millionen Menschen davon überzeugt haben, dass die Bibel vertrauenswürdig ist.

      a Die sogenannte 42-zeilige Bibel, auch Gutenberg-Bibel genannt, war eine lateinische Bibelausgabe, deren Druck um das Jahr 1455 vollendet wurde.

  • 1. Geschichtliche Genauigkeit
    Erwachet! 2007 | November
    • Warum man der Bibel vertrauen kann

      1. Geschichtliche Genauigkeit

      Würde man einem Buch trauen, das nachweislich Ungenauigkeiten enthält? Angenommen, in einem neuen Geschichtsbuch würde der Zweite Weltkrieg ins 19. Jahrhundert datiert oder der Präsident der Vereinigten Staaten als König bezeichnet. Würde das nicht die Glaubwürdigkeit des ganzen Buches infrage stellen?

      BISHER hat niemand stichhaltig bewiesen, dass die Bibel geschichtlich ungenau ist. Sie berichtet von realen Personen und historischen Begebenheiten.

      Personen.

      Bibelkritiker bezweifelten einst die Existenz von Pontius Pilatus, dem römischen Statthalter von Judäa, der Jesus zur Hinrichtung auslieferte (Matthäus 27:1-26). Eine 1961 in der Hafenstadt Cäsarea aufgefundene Steininschrift beweist, dass Pilatus tatsächlich Herrscher von Judäa war.

      Vor 1993 gab es keinen außerbiblischen Beweis für die Historizität Davids, des mutigen Hirtenjungen und späteren Königs von Israel. In jenem Jahr legten Archäologen jedoch in Nordisrael einen Basaltblock frei, der ins 9. Jahrhundert v. u. Z. datiert wird und auf dem die Worte „Haus Davids“ und „König von Israel“ zu lesen sind.

      Ereignisse.

      Noch vor einiger Zeit hielten viele Fachleute den biblischen Bericht über die Schlacht zwischen Edom und Israel zur Zeit Davids für zweifelhaft (2. Samuel 8:13, 14). Edom sei damals ein einfaches Hirtenvolk gewesen, das erst viel später die nötige Organisation und Schlagkraft entwickelt habe, um Israel gefährlich zu werden. Neuere Ausgrabungen lassen jedoch darauf schließen, dass „Edom Jahrhunderte früher [als bisher vermutet] ein komplexes Gemeinwesen war, wie dies aus der Bibel hervorgeht“, so die Zeitschrift Biblical Archaeology Review.

      Richtige Titel.

      Während der rund 1 600-jährigen Entstehungsgeschichte der Bibel betraten zahlreiche Herrscher die Weltbühne. Wenn in der Heiligen Schrift ein Herrscher erwähnt wird, dann immer mit dem richtigen Titel. Herodes Antipas beispielsweise wird korrekt als „Bezirksherrscher“ bezeichnet und Gallio als „Prokonsul“ (Lukas 3:1; Apostelgeschichte 18:12). In Esra 5:6 wird Tattenai erwähnt, der Statthalter der persischen Provinz „jenseits des STROMES“ oder des Euphrats. Auf einer Münze aus dem 4. Jahrhundert v. u. Z. ist eine ähnliche Formulierung zu finden; dort wird der persische Statthalter Mazaeus als Herrscher der Provinz „jenseits des Stromes“ bezeichnet.

      Genauigkeit in vermeintlich unbedeutenden Details ist keineswegs belanglos. Wenn die Bibelschreiber schon in solchen Einzelheiten zuverlässig sind, sollte man dann nicht dem ganzen Bibelbericht vertrauen?

  • 2. Offenheit und Ehrlichkeit
    Erwachet! 2007 | November
    • Warum man der Bibel vertrauen kann

      2. Offenheit und Ehrlichkeit

      Vertrauen gründet sich auf Ehrlichkeit. Wenn jemand als ehrlich bekannt ist, vertraut man ihm gern, doch schon eine einzige Lüge kann das Vertrauen zerstören.

      DIE Schreiber der Bibel waren ehrlich und rückhaltlos offen. Das verleiht ihren Worten einen deutlichen Klang der Wahrheit.

      Fehler und Unzulänglichkeiten.

      Die Bibelschreiber gaben eigene Fehler und Schwächen offen zu. Moses erzählt von einem Fehlverhalten, das ihn teuer zu stehen kam (4. Mose 20:7-13). Asaph schreibt, er sei eine Zeit lang neidisch gewesen, weil es den Bösen so gut ging (Psalm 73:1-14). Jona berichtet über seinen Ungehorsam und wie falsch er anfangs reagierte, als Gott reumütigen Sündern Barmherzigkeit erwies (Jona 1:1-3; 3:10; 4:1-3). Und Matthäus verheimlicht nicht, dass auch er Jesus bei dessen Verhaftung im Stich ließ (Matthäus 26:56).

      Die Schreiber der Hebräischen Schriften beschrieben offen die nörglerische und widerspenstige Haltung ihrer Landsleute (2. Chronika 36:15, 16). Sie sparten niemand aus, auch nicht die Führer der Nation (Hesekiel 34:1-10). Mit der gleichen Offenheit berichteten die Apostel in ihren Briefen über schwerwiegende Probleme einiger Versammlungen im 1. Jahrhundert sowie über Probleme von Einzelpersonen, die zum Teil sogar in verantwortlichen Stellungen waren (1. Korinther 1:10-13; 2. Timotheus 2:16-18; 4:10).

      Bibelschreiber wie Jona berichteten offen über ihre Fehler

      Ungeschönte Wahrheit.

      Die Bibelschreiber beschönigten nichts, auch wenn es ihnen hätte nachteilig ausgelegt werden können. Die Christen im 1. Jahrhundert machten kein Hehl daraus, dass sie in ihrem Umfeld keine Bewunderung genossen, sondern als ungebildete, niedrige Menschen galten (1. Korinther 1:26-29). Wie die Bibelschreiber feststellten, wurden Jesu Apostel als „ungelehrte und gewöhnliche Menschen“ betrachtet (Apostelgeschichte 4:13).

      Die Evangelienschreiber betrieben auch keine Schönfärberei, um Jesus in ein günstigeres Licht zu setzen. Sie berichteten wahrheitsgetreu, dass er aus einer Handwerkerfamilie, also aus einfachen Verhältnissen, stammte, dass er nicht auf renommierten Schulen studiert hatte und dass die Mehrheit seiner Zuhörer seine Botschaft ablehnte (Matthäus 27:25; Lukas 2:4-7; Johannes 7:15).

      Die Bibel liefert zweifellos eine Fülle von Beweisen für die Ehrlichkeit ihrer Schreiber. Verdient sie damit nicht unser Vertrauen?

  • 3. Innere Harmonie
    Erwachet! 2007 | November
    • Warum man der Bibel vertrauen kann

      3. Innere Harmonie

      Angenommen, 40 Schreiber unterschiedlicher Herkunft schreiben zusammen ein Buch — jeder einen Teil. Die Schreiber leben in verschiedenen Ländern und sind nicht alle miteinander bekannt. Manche wissen nicht, was die anderen geschrieben haben. Würde man erwarten, dass in einem solchen Buch alle Aussagen harmonieren?

      DIE Bibel ist so ein Buch.a Obwohl sie unter noch ungewöhnlicheren Umständen entstand, ist sie inhaltlich durch und durch harmonisch.

      War Jesu Gewand purpurrot oder scharlachrot?

      Außergewöhnliche Umstände.

      Die Bibel wurde in einem Zeitraum von rund 1 600 Jahren geschrieben (von 1513 v. u. Z. bis etwa 98 u. Z.). Viele der ungefähr 40 Schreiber lebten also in unterschiedlichen Jahrhunderten. Sie gingen verschiedenen Tätigkeiten nach. Es gab unter ihnen Fischer, Hirten, Könige, und einer war Arzt.

      Eine harmonische Botschaft.

      Die Bibel hat ein zentrales Thema: die Rechtfertigung des Rechtes Gottes, über die Menschheit zu herrschen, und die Verwirklichung seines Vorsatzes durch eine Weltregierung — sein himmlisches Königreich. Dieses Thema wird im ersten Buch Mose eingeführt, in den nachfolgenden Büchern weiter entwickelt und in der Offenbarung erreicht es seinen Höhepunkt (siehe „Worum geht es in der Bibel?“, Seite 19).

      In Einzelheiten stimmig.

      Die Bibelschreiber stimmten selbst in kleinsten Details überein, wenn auch oft unbewusst. Dazu ein Beispiel: Wie der Bibelschreiber Johannes berichtet, kam einmal eine große Volksmenge zu Jesus, um ihm zuzuhören. Jesus fragte dann Philippus, wo man Brot für die Leute kaufen könne (Johannes 6:1-5). Gemäß dem Parallelbericht des Lukas trug sich das in der Nähe von Bethsaida zu. Johannes erwähnt zu Beginn seines Evangeliums, dass Philippus aus Bethsaida stammte (Lukas 9:10; Johannes 1:44). Das heißt, Jesus hatte sich mit seiner Frage ganz selbstverständlich an einen Einheimischen gewandt. Hier ergänzen sich Einzelheiten scheinbar zufällig.b

      Unterschiede, aber keine Widersprüche.

      Gewisse Berichte unterscheiden sich in manchen Angaben, doch das ist eigentlich zu erwarten. Nehmen wir an, mehrere Zeugen berichten über ein Verbrechen. Würde jeder genau dasselbe sagen, käme dann nicht der Verdacht auf, dass sie sich abgesprochen haben? Normalerweise wird jeder den Vorfall entsprechend seiner persönlichen Wahrnehmung etwas anders schildern. So war es auch bei den Bibelschreibern.

      Dazu ein Beispiel: Trug Jesus an seinem Todestag ein purpurnes Gewand, wie Markus und Johannes schreiben? (Markus 15:17; Johannes 19:2). Oder war es scharlachrot, wie Matthäus berichtet? (Matthäus 27:28). Eigentlich ist beides korrekt. Die Farbe Purpur enthält verschiedene Rotkomponenten. Je nach Blickwinkel können durch Lichtreflexe und den Hintergrund gewisse Farbtöne unterdrückt worden sein, wodurch das Gewand unterschiedliche Schattierungen annahm.c

      Die Harmonie in den Aussagen der Bibelschreiber, einschließlich der unbeabsichtigten Übereinstimmungen, sind ein weiterer Grund, den Berichten zu vertrauen.

      a Die Bibel ist in 66 Bücher unterteilt. Sie beginnt mit dem ersten Buch Mose und endet mit der Offenbarung.

      b Weitere Beispiele für die Harmonie der Bibel enthält die von Jehovas Zeugen herausgegebene Broschüre Ein Buch für alle Menschen, Seite 16, 17.

      c Siehe auch das von Jehovas Zeugen herausgegebene Buch Die Bibel — Gottes oder Menschenwort?, Kapitel 7, „Widerspricht sich die Bibel?“.

  • 4. Wissenschaftliche Genauigkeit
    Erwachet! 2007 | November
    • Warum man der Bibel vertrauen kann

      4. Wissenschaftliche Genauigkeit

      Die Wissenschaft hat in jüngster Zeit enorme Fortschritte gemacht. Alte Theorien sind neuen gewichen, und so manches, was früher als Tatsache galt, glaubt heute niemand mehr. Wissenschaftliche Fachbücher müssen oft revidiert werden.

      DIE Bibel ist kein naturwissenschaftliches Lehrbuch. Dennoch ist sie aus wissenschaftlicher Sicht bemerkenswert — und zwar nicht nur im Hinblick auf das, was sie sagt, sondern auch im Hinblick auf das, was sie nicht sagt.

      Frei von unwissenschaftlichen Ansichten.

      In früherer Zeit waren viele abwegige Ansichten verbreitet. Die Vorstellungen von der Erde reichten von der Annahme, sie sei eine Scheibe, bis zu der Auffassung, sie ruhe auf irgendwelchen greifbaren Stoffen oder Objekten. Lange bevor man die Infektionswege und die Prophylaxe von Krankheiten erforschte, wurde so manche Behandlungsmethode angewandt, die bestenfalls unwirksam, schlimmstenfalls sogar tödlich war. In den über 1 100 Kapiteln der Bibel dagegen werden an keiner Stelle unwissenschaftliche Ansichten oder schädigende Behandlungsmethoden befürwortet.

      Wissenschaftlich stichhaltige Angaben.

      Bereits vor rund 3 500 Jahren hieß es in einem Bibelbuch, die Erde hänge „an nichts“ (Hiob 26:7). Jesaja sprach im 8. Jahrhundert v. u. Z. ganz klar vom „Kreis der Erde“ im Sinn einer Kugel (Jesaja 40:22). Eine Erdkugel im leeren Raum, ohne jegliche greifbare Stütze oder Aufhängung — klingt das nicht erstaunlich modern?

      Das mosaische Gesetz, das in den ersten fünf Büchern der Bibel zu finden ist, wurde etwa 1500 v. u. Z. geschrieben. Es enthielt vernünftige Anweisungen zu Quarantänemaßnahmen, dem Umgang mit Leichen und der Beseitigung von Exkrementen (3. Mose 13:1-5; 4. Mose 19:1-13; 5. Mose 23:13, 14).

      Himmelsbeobachtungen mit modernen Teleskopen haben die Schlussfolgerung erhärtet, das Universum müsse plötzlich entstanden sein. Über die logischen Konsequenzen dieser Erkenntnis sind jedoch nicht alle Naturwissenschaftler erfreut. Ein Professor schrieb: „Ein Universum, das einen Anfang hatte, [scheint] einen Urgrund zu verlangen. Denn wer könnte sich eine solche Wirkung ohne hinreichende Ursache vorstellen?“ Doch schon lange vor der Erfindung des Teleskops hieß es im ersten Vers der Bibel schlicht und einfach: „Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde“ (1. Mose 1:1).

      Mit der Beschreibung der Erde als „Kreis“ oder Kugel, die „an nichts“ hängt, war die Bibel ihrer Zeit weit voraus

      Die Bibel ist ein altes Buch, das viele Themen berührt, doch sie ist an keiner Stelle wissenschaftlich ungenau. Verdient sie als solches nicht zumindest Beachtung?a

      a Weitere Belege für die wissenschaftliche Genauigkeit der Bibel sind in der von Jehovas Zeugen herausgegebenen Broschüre Ein Buch für alle Menschen, Seite 18 bis 21 nachzulesen.

  • 5. Erfüllte Prophezeiungen
    Erwachet! 2007 | November
    • Warum man der Bibel vertrauen kann

      5. Erfüllte Prophezeiungen

      Angenommen, ein Meteorologe ist für die Zuverlässigkeit seiner Wettervorhersagen bekannt. Nun sagt er Regen voraus. Würden wir einen Schirm mitnehmen?

      DIE Bibel ist voll von Voraussagen oder besser Prophezeiungen.a Gestützt auf die Geschichte lässt sich eindeutig feststellen: Biblische Prophezeiungen treffen immer ein.

      Besondere Merkmale.

      Biblische Prophezeiungen sind oft sehr präzise und haben sich bis ins kleinste Detail erfüllt. Sie betreffen in der Regel Entwicklungen oder Ereignisse von großer Bedeutung und stehen im Gegensatz zu dem, was zur Zeit ihrer Niederschrift zu erwarten gewesen wäre.

      Ein bemerkenswertes Beispiel.

      Babylon mit seiner strategisch günstigen Lage zu beiden Seiten des Euphrat war in alter Zeit das „politische, religiöse und kulturelle Zentrum des alten Orients“. Etwa 732 v. u. Z. schrieb der Prophet Jesaja eine unheilvolle Prophezeiung auf — Babylon würde fallen. Jesaja ging sogar ins Detail: Die Stadt würde unter der Führung eines Herrschers namens Cyrus erobert, der schützende Euphrat würde „austrocknen“ und die Stadttore würden „nicht verschlossen sein“ (Jesaja 44:27 bis 45:3). Am 5. Oktober 539 v. u. Z., also rund 200 Jahre später, erfüllte sich diese Prophezeiung in allen Einzelheiten. Der griechische Geschichtsschreiber Herodot (5. Jahrhundert v. u. Z.) bestätigt den Hergang.b

      Eine mutige Aussage.

      Jesaja machte noch eine weitere verblüffende Aussage über die Stadt Babylon: „Sie wird niemals bewohnt werden“ (Jesaja 13:19, 20). Einer so gewaltigen und so günstig gelegenen Stadt die endgültige Zerstörung zu prophezeien war wirklich mutig. Normalerweise wäre zu erwarten, dass sie nach der Zerstörung wieder aufgebaut wird. Wenn auch Babylon nach seiner Eroberung noch eine Zeit lang weiter bestand, gingen Jesajas Worte schließlich in Erfüllung. Der Ort, wo Babylon einst lag, ist heute „flach, heiß, wüst und sandig“, so die Zeitschrift Smithsonian.

      Man muss sich einmal die Dimension der Prophezeiung Jesajas vorstellen. Auf heute übertragen wäre es so, als würde jemand genau voraussagen, auf welche Weise eine Metropole wie beispielsweise New York oder London in 200 Jahren zerstört wird, und dann auch noch behaupten, dass sie nie mehr bewohnt werden wird. An der Prophezeiung Jesajas war natürlich höchst bemerkenswert, dass es nicht bei der Voraussage blieb!c

      Genau wie die Bibel voraussagte, wurde das mächtige Babylon unter der Führung eines Herrschers namens Cyrus erobert

      Das waren nun einige Beweise, die Millionen Menschen zu dem Schluss gebracht haben, dass man der Bibel vertrauen kann. Für viele ist die Heilige Schrift daher ein zuverlässiger Ratgeber und Begleiter geworden. Es lohnt sich wirklich, sich intensiver mit diesem Buch zu beschäftigen und sich selbst eine Meinung zu bilden.

      a Bei Wettervorhersagen geht es um Wahrscheinlichkeiten. Biblische Prophezeiungen sind von Gott inspiriert, und er kann, wenn er es für angebracht hält, Geschehnisse gezielt lenken.

      b In der Broschüre Ein Buch für alle Menschen, herausgegeben von Jehovas Zeugen, wird auf Seite 27 bis 29 die Erfüllung der Prophezeiung Jesajas eingehender behandelt.

      c Weitere Beispiele für biblische Prophezeiungen mit geschichtlich erwiesener Erfüllung sind in dem von Jehovas Zeugen herausgegebenen Buch Die Bibel — Gottes oder Menschenwort?, Seite 117 bis 133 nachzulesen.

  • Wer ist ihr Autor?
    Erwachet! 2007 | November
    • Was sagt die Bibel?

      Wer ist ihr Autor?

      DIE Bibel verschweigt ihre Schreiber nicht. Teile dieses Buches beginnen beispielsweise mit Formulierungen wie „Die Worte Nehemias“, „Die Vision Jesajas“ oder „Das Wort Jehovas, das an Joel . . . erging“ (Nehemia 1:1; Jesaja 1:1; Joel 1:1). Bestimmte Geschichtsberichte werden als das Werk Gads, Nathans oder Samuels bezeichnet (1. Chronika 29:29). Aus der Überschrift mehrerer Psalmen geht hervor, wer sie verfasste (Psalm 79, 88, 89, 90, 103 und 127).

      Da Menschen als Schreiber der Bibel dienten, sagen Skeptiker, sie sei wie jedes andere Buch lediglich das Produkt menschlicher Weisheit. Ist diese Ansicht aber wirklich begründet?

      Vierzig Schreiber, doch nur ein Autor

      Die meisten Bibelschreiber brachten zum Ausdruck, im Auftrag Jehovas, des allein wahren Gottes, geschrieben zu haben beziehungsweise von ihm oder einem Engel, der ihn vertrat, geleitet worden zu sein (Sacharja 1:7, 9). Propheten, die an der Abfassung der Hebräischen Schriften beteiligt waren, gebrauchten über 300 Mal Wendungen wie: „Dies ist, was Jehova gesprochen hat“ (Amos 1:3; Micha 2:3; Nahum 1:12). Viele ihrer Schriften beginnen mit Bemerkungen wie: „Das Wort Jehovas, das an . . . erging“ (Hosea 1:1; Jona 1:1). Was die Propheten Gottes angeht, schrieb der Apostel Petrus: „Menschen redeten von Gott aus, wie sie von heiligem Geist getrieben wurden“ (2. Petrus 1:21).

      Daher handelt es sich bei der Bibel um ein in sich geschlossenes Werk, um die Aufzeichnungen vieler Männer, die betonten, dass ihre Schriften eigentlich Gott zuzuschreiben sind. Oder anders ausgedrückt: Gott gebrauchte Menschen als Sekretäre, um seine Gedanken aufzeichnen zu lassen. Wie ging er dabei vor?

      „Von Gott inspiriert“

      „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert“, erklärte der Apostel Paulus (2. Timotheus 3:16). Das griechische Wort für „von Gott inspiriert“ bedeutet buchstäblich „gottgehaucht“. Das heißt, dass Gott durch eine unsichtbare Kraft das Denken der Schreiber beeinflusste und ihnen so seine Botschaft übermittelte. Im Fall der Zehn Gebote schrieb Jehova jedoch selbst die Worte auf Steintafeln (2. Mose 31:18). Manchmal hat Gott die Botschaft seinen menschlichen Dienern auch diktiert. In 2. Mose 34:27 heißt es: „Jehova sprach weiter zu Moses: ‚Schreibe dir diese Worte auf.‘ “

      Bei anderen Gelegenheiten ließ Gott Menschen in einer Vision das sehen, was sie schriftlich festhalten sollten. Daher schrieb Hesekiel: „Ich [begann] Visionen Gottes zu sehen“ (Hesekiel 1:1). Auch „Daniel . . . [sah] einen Traum und Visionen seines Hauptes auf seinem Bett. Alsbald schrieb er den Traum auf“ (Daniel 7:1). Auf ähnliche Weise wurde dem Apostel Johannes der in der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel, enthaltene Aufschluss übermittelt. Johannes schrieb: „Durch Inspiration befand ich mich dann am Tag des Herrn, und ich hörte hinter mir eine starke Stimme gleich der einer Trompete, die sprach: ‚Was du siehst, schreibe in eine Buchrolle‘ “ (Offenbarung 1:10, 11).

      Eine menschliche Note

      Die göttliche Inspiration raubte einem Schreiber nicht die Individualität. Eine Botschaft Gottes aufzuzeichnen setzte durchaus eigene Bemühungen voraus. Wie der Schreiber des Bibelbuches Prediger beispielsweise erklärte, „suchte [er] die gefälligen Worte zu finden und die richtigen Worte der Wahrheit niederzuschreiben“ (Prediger 12:10). Als Esra seinen Geschichtsbericht zusammenstellte, schöpfte er aus mindestens 14 Quellen, unter anderem aus dem „Bericht über die Angelegenheiten der Tage des Königs David“ und aus dem „Buch der Könige von Juda und Israel“ (1. Chronika 27:24; 2. Chronika 16:11). Der Evangelist Lukas war „allen Dingen von Anbeginn genau nachgegangen“, um sie „in logischer Reihenfolge zu schreiben“ (Lukas 1:3).

      Einige Bibelbücher lassen sogar Besonderheiten erkennen, die auf den Schreiber zurückgehen. Zum Beispiel hatte Matthäus Levi, bevor er ein Jünger Jesu wurde, als Steuereinnehmer viel mit Zahlen zu tun. Nur er berichtet in seinem Evangelium, dass Jesus für „dreißig Silberstücke“ verraten wurde (Matthäus 27:3; Markus 2:14). Lukas, ein Arzt, macht genaue medizinische Angaben. Wenn er zum Beispiel den Zustand von Personen beschreibt, die Jesus heilte, gebraucht er Ausdrücke wie „hohes Fieber“ und „voll von Aussatz“ (Lukas 4:38; 5:12; Kolosser 4:14). Wortwahl und Stil stellte Jehova also den Schreibern meist frei; gleichzeitig lenkte er ihr Denken, damit der Text genau war und seine Botschaft übermittelte (Sprüche 16:9).

      Das Endprodukt

      Ist es nicht erstaunlich, dass etwa 40 Männer in unterschiedlichen Ländern über eine Zeit von 1 600 Jahren ein Buch schrieben, das ein herrliches, durchweg einheitliches Thema hat und in jeder Hinsicht völlig harmonisch ist? (Siehe „Worum geht es in der Bibel?“, Seite 19.) Das wäre nicht möglich gewesen, wenn sie nicht alle unter der Leitung eines einzigen Autors gestanden hätten.

      War Jehova für die Aufzeichnung seines Wortes auf Menschen angewiesen? Nein. Aber gerade darin zeigt sich seine Weisheit. Die Bibel spricht Menschen auf der ganzen Erde an. Das ist unter anderem darin begründet, dass ihre Schreiber der ganzen Bandbreite menschlicher Empfindungen auf überzeugende Weise Ausdruck verleihen. Bei König David zum Beispiel spürt man geradezu das Schuldbewusstsein eines reumütigen Sünders, der Gott um Barmherzigkeit bittet (Psalm 51:2-4, 13, 17, Überschrift).

      Jehova ließ sein Wort zwar von Menschen aufzeichnen, doch können wir die gleiche Überzeugung haben wie die ersten Christen, die die heiligen Schriften ‘nicht als Menschenwort annahmen, sondern als das, was sie wahrhaftig sind, als das Wort Gottes’ (1. Thessalonicher 2:13).

      FRAGEN ZUM NACHDENKEN:

      ◼ Wer ist der Autor der „ganzen Schrift“? (2. Timotheus 3:16)

      ◼ Wie hat Jehova Gott seine Gedanken übermittelt? (2. Mose 31:18; 34:27; Hesekiel 1:1; Daniel 7:1)

      ◼ Wie schlagen sich Persönlichkeit und Interessengebiete der Schreiber in ihren Aufzeichnungen nieder? (Matthäus 27:3; Lukas 4:38)

  • Wie uns die Bibel überliefert wurde
    Erwachet! 2007 | November
    • Wie uns die Bibel überliefert wurde

      Es ist wirklich ein Wunder, dass die Bibel bis heute unbeschadet erhalten geblieben ist. Ihre Niederschrift wurde vor über 1 900 Jahren vollendet. Man schrieb den Text auf vergängliches Material — Papier aus Papyrus und Pergament aus Tierhäuten —, und das in Sprachen, die heute kaum mehr jemand spricht. Später versuchten Kaiser, religiöse Führer und andere mächtige Männer, sie mit allen Mitteln zu beseitigen.

      WIE konnte dieses außergewöhnliche Werk die Zeit überdauern und zum bekanntesten Buch der Menschheit werden? Zwei Aspekte seien hier erwähnt.

      Durch zahlreiche Abschriften bewahrt

      Als Hüter der frühesten Bibeltexte bewahrten die Israeliten die Originalschriftrollen sorgfältig auf und fertigten unzählige Abschriften davon an. Die Könige Israels beispielsweise mussten „eine Abschrift dieses Gesetzes von dem, was sich in der Obhut der Priester, der Leviten, befindet“, anfertigen (5. Mose 17:18).

      Viele Israeliten lasen gern in den Schriften, die sie als Gottes Wort anerkannten. Daher wurde der Text von bestens geschulten Schreibern mit größter Sorgfalt abgeschrieben. Einer dieser Schreiber war der gottesfürchtige Esra, „ein geschickter Abschreiber im Gesetz Mose, das Jehova, der Gott Israels, gegeben hatte“ (Esra 7:6). Die Massoreten, die vom 6. bis 10. Jahrhundert u. Z. die Hebräischen Schriften („Altes Testament“) abschrieben, zählten sogar die Buchstaben, um Fehler zu vermeiden. Durch diese gewissenhafte Arbeit wurde der Text zum einen genau überliefert, zum anderen blieb die Bibel als Gesamtwerk bewahrt, trotz hartnäckiger Versuche, sie zu vernichten.

      Im Jahr 168 v. u. Z. beispielsweise wollte der syrische König Antiochos IV. sämtliche in Palästina auffindbare Abschriften der Hebräischen Schriften vernichten. In einem jüdischen Geschichtsbericht heißt es: „Alle Buchrollen des Gesetzes, die man fand, wurden zerrissen und verbrannt.“ Wie die Jewish Encyclopedia ausführt, gingen die Beamten bei der Durchführung seiner Befehle rigoros vor, und wer ein heiliges Buch besaß, wurde mit dem Tod bestraft. Die Juden in und außerhalb Palästinas konnten jedoch Bibelhandschriften retten.

      Schon bald nachdem die Schreiber der Christlichen Griechischen Schriften („Neues Testament“) ihr Werk beendet hatten, nahm die Zahl der Abschriften ihrer inspirierten Briefe, Prophezeiungen und Geschichtsberichte stark zu. Das Johannesevangelium zum Beispiel wurde in oder unweit von Ephesus geschrieben. Ein Fragment davon — ein Teil einer Abschrift, die wahrscheinlich keine 50 Jahre nach der Urschrift entstand — kam Hunderte Kilometer weit entfernt in Ägypten zum Vorschein. Daraus ist zu schließen, dass Christen in fernen Gegenden nicht lange nach der Abfassung der inspirierten Urtexte bereits Abschriften besaßen.

      Die weite Verbreitung der Bibel hat auch zu ihrem Fortbestand in nachchristlicher Zeit beigetragen, beispielsweise unter dem römischen Kaiser Diokletian. Dieser soll am 23. Februar 303 frühmorgens zugesehen haben, wie seine Soldaten die Türen einer Kirche einschlugen und Bibelhandschriften verbrannten. Diokletian glaubte, dem Christentum durch die Vernichtung seiner heiligen Schriften ein Ende machen zu können. Tags darauf verfügte er, alle Bibelhandschriften im gesamten Römischen Reich öffentlich zu verbrennen. Einige blieben jedoch bewahrt und wurden vervielfältigt. Zwei Abschriften der Bibel in Griechisch, die wahrscheinlich nicht lange nach dieser Verfolgungswelle angefertigt wurden, sind zum Großteil noch erhalten — die eine wird in Rom aufbewahrt, die andere in der Londoner Nationalbibliothek.

      Obwohl man bis heute noch keine Urschrift der Bibel gefunden hat, sind doch Tausende teils schon sehr alte Abschriften des gesamten oder teilweisen Bibeltextes erhalten geblieben. Wurde die Aussage der Urtexte durch das Abschreiben verändert? Der Hebraist W. H. Green stellte bezüglich der Hebräischen Schriften fest: „Man kann mit Sicherheit sagen, dass kein anderes Werk des Altertums so genau überliefert worden ist.“ Über die Christlichen Griechischen Schriften schrieb Sir Frederic Kenyon, maßgebliche Autorität auf dem Gebiet der Bibelhandschriften: „Der zeitliche Abstand zwischen der Urschrift und den frühesten erhaltenen Texten wird so gering, dass er praktisch unberücksichtigt bleiben kann. Der letzte Grund zum Zweifel, ob die Schriften des Neuen Testaments uns wirklich im Wesentlichen so erhalten sind, wie sie abgefasst wurden, ist damit beseitigt. Sowohl die Echtheit wie die allgemeine Unversehrtheit der neutestamentlichen Bücher darf als endgültig gesichert angesehen werden.“ Weiter erklärte er: „Es kann nicht nachdrücklich genug versichert werden, dass der Text der Bibel im Wesentlichen gesichert ist. . . . Das kann von keinem anderen alten Buch der Welt gesagt werden.“

      Die Übersetzung der Bibel

      Die Bibel wurde vor allem auch deshalb zum bekanntesten Buch der Menschheit, weil sie in so vielen Sprachen vorliegt. Das entspricht ganz dem Willen Gottes, der möchte, dass Menschen aller Nationen und Sprachen ihn kennenlernen und ihn „mit Geist und Wahrheit“ anbeten (Johannes 4:23, 24; Micha 4:2).

      Die erste bekannte Übersetzung der Hebräischen Schriften war die Septuaginta, eine Übersetzung ins Griechische. Sie wurde irgendwann im 2. Jahrhundert vor Jesu Geburt vollendet und war für griechischsprachige Juden außerhalb Palästinas gedacht. Der Gesamttext der Bibel (Hebräische und Christliche Griechische Schriften) wurde bereits in den ersten Jahrhunderten nach ihrer Niederschrift in viele Sprachen übersetzt. Doch Könige und sogar Priester, die eigentlich alles in ihrer Macht Stehende hätten tun sollen, um den Menschen Zugang zur Bibel zu verschaffen, versuchten später, Übersetzungen in die Volkssprachen zu verhindern, damit sie ihre Schäflein in geistiger Finsternis halten konnten.

      Kirche und Staat zum Trotz riskierten mutige Männer ihr Leben, um die Bibel in die Volkssprachen zu übersetzen. Ein Beispiel ist der in Oxford ausgebildete William Tyndale. Er schuf 1530 eine Ausgabe des Pentateuchs, der ersten fünf Bücher der Hebräischen Schriften. Trotz massiven Widerstands gelang es ihm als Erstem, die Bibel direkt aus dem Hebräischen ins Englische zu übersetzen. Tyndale war auch der erste englische Übersetzer, der den Namen Jehova gebrauchte. Der spanische Bibelgelehrte Casiodoro de Reina schwebte während seiner Arbeit an einer der ersten spanischen Bibelübersetzungen in ständiger Todesgefahr. Auf der Flucht vor katholischen Verfolgern reiste er nach England, Deutschland, Frankreich, in die Niederlande und die Schweiz.a

      Die Bibel wird heute in immer mehr Sprachen übersetzt und findet millionenfache Verbreitung. Die Tatsache, dass sie zum bekanntesten Buch der Menschheit geworden ist, bestätigt die inspirierten Worte des Petrus: „Gras verdorrt, und die Blume fällt ab, aber das von Jehova Gesagte bleibt für immer“ (1. Petrus 1:24, 25).

      [Fußnote]

      a Reinas Übersetzung wurde 1569 veröffentlicht und von Cipriano de Valera 1602 revidiert.

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen