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Der neuzeitliche Unglaube — Sollte die Suche weitergehen?Die Suche der Menschheit nach Gott
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Die Bibel — Kann man ihr glauben?
20. Was zeigt, daß der Glaube an Gott allein nicht genügt, um jemand zu veranlassen, nach Gott zu suchen?
20 Der Glaube an die Existenz Gottes allein bewirkt jedoch nicht, daß jemand beginnt, Gott zu suchen. Millionen Menschen haben den Glauben an Gott noch nicht völlig aufgegeben, doch das hat sie nicht bewogen, nach Gott zu suchen. Der amerikanische Meinungsforscher George Gallup jr. äußerte sich wie folgt: „Wenn es um Betrug, Steuerhinterziehung und geringfügigen Diebstahl geht, stellt man zwischen Kirchenmitgliedern und anderen Personen kaum einen Unterschied fest, da die Religion größtenteils nur noch Formsache ist.“ Er fügte hinzu: „Viele stellen sich eine Religion zusammen, die ihnen angenehm ist, ihnen schmeichelt und nicht unbedingt anspruchsvoll ist. Jemand nannte es eine Religion à la carte. Die Hauptschwäche des Christentums in diesem Land [USA] ist der Mangel an einem starken Glauben.“
21, 22. (a) Was macht die Bibel zu einem hervorragenden Buch? (b) Welchen fundamentalen Beweis gibt es für die Glaubwürdigkeit der Bibel? Erkläre es.
21 Diese „Hauptschwäche“ ist weitgehend auf eine mangelnde Bibelkenntnis und einen mangelnden Bibelglauben zurückzuführen. Welche Grundlage gibt es aber, an die Bibel zu glauben? Es stimmt zwar, daß die Bibel wahrscheinlich wie kein anderes Buch zu Unrecht kritisiert, mißbraucht, gehaßt und angegriffen worden ist. Sie hat aber überlebt und ist heute nachweislich das am meisten übersetzte und am weitesten verbreitete Buch. Das an sich macht die Bibel schon zu einem hervorragenden Buch. Doch außerdem gibt es eine Fülle überzeugender Beweise dafür, daß die Bibel ein von Gott inspiriertes Buch ist und unser Vertrauen verdient. (Siehe Kasten, Seite 340, 341.)
22 Viele Leute stehen zwar mehr oder weniger auf dem Standpunkt, die Bibel sei unwissenschaftlich, voller Widersprüche und überholt, aber die Tatsachen beweisen etwas anderes. Die einzigartige Urheberschaft der Bibel, ihre geschichtliche und wissenschaftliche Genauigkeit sowie ihre unfehlbaren Prophezeiungen — all das läßt nur den einen Schluß zu: Die Bibel ist das inspirierte Wort Gottes. Der Apostel Paulus schrieb: „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“ (2. Timotheus 3:16).
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Der neuzeitliche Unglaube — Sollte die Suche weitergehen?Die Suche der Menschheit nach Gott
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[Kasten auf Seite 340, 341]
Beweise für die Glaubwürdigkeit der Bibel
Einzigartige Urheberschaft: Die Bibel, die von ihrem ersten Buch (1. Mose) bis zu ihrem letzten (Offenbarung) aus 66 Büchern besteht, ist von etwa 40 Schreibern abgefaßt worden, die die unterschiedlichsten Bildungsgrade hatten und den verschiedensten Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen angehörten. Geschrieben wurde sie in einem Zeitraum von 16 Jahrhunderten, von 1513 v. u. Z. bis 98 u. Z. Dennoch ist das Endergebnis ein harmonisches, zusammenhängendes Buch, in dem ein hervorragendes Thema — die Rechtfertigung Gottes und seines Vorsatzes durch das messianische Königreich — logisch entwickelt wird. (Siehe Kasten, Seite 241.)
Historische Genauigkeit: In der Bibel aufgezeichnete Ereignisse werden durch historische Tatsachen völlig bestätigt. In dem Buch A Lawyer Examines the Bible (Ein Jurist untersucht die Bibel) wird folgendes gesagt: „Während in Romanen, Legenden und Falschaussagen das Geschehen stets an einen entfernten Ort und in eine unbestimmte Zeit verlegt wird ..., erfahren wir aus den biblischen Erzählungen ganz genau, wann und wo sich das Geschehen abspielte“ (Hesekiel 1:1-3). Und in dem Werk The New Bible Dictionary heißt es: „[Der Schreiber der Apostelgeschichte] hat seinen Bericht im Rahmen der zeitgenössischen Geschichte verfaßt; in seinen Zeilen wird häufig auf Magistrate, Prokuratoren, Klientelkönige und dergleichen hingewiesen, und diese Bezugnahmen erweisen sich immer wieder als richtig in bezug auf den Ort und die Zeit des Geschehens“ (Apostelgeschichte 4:5, 6; 18:12; 23:26).
Wissenschaftliche Genauigkeit: Gemäß 3. Mose waren den Israeliten Gesetze über Quarantäne und Hygiene gegeben worden, als den umliegenden Völkern solche Maßnahmen noch völlig fremd waren. Der Wasserkreislauf, bei dem der Regen fällt, das Wasser ins Meer fließt und wieder verdunstet, war im Altertum nicht bekannt, aber in Prediger 1:7 wird er beschrieben. Daß die Erde kugelförmig ist und im Raum schwebt — von der Wissenschaft erst im 16. Jahrhundert nachgewiesen —, geht schon aus Jesaja 40:22 und Hiob 26:7 hervor. Über 2 200 Jahre bevor William Harvey seine Forschungsergebnisse über den Blutkreislauf veröffentlichte, wurde in Sprüche 4:23 auf die Rolle des menschlichen Herzens hingewiesen. Die Bibel ist zwar kein wissenschaftliches Lehrbuch, aber wie diese wenigen Beispiele zeigen, offenbart sie, wenn sie wissenschaftliche Themen berührt, eine gründliche Kenntnis.
Unfehlbare Prophezeiungen: Die Zerstörung des alten Tyrus, der Sturz Babylons, der Wiederaufbau Jerusalems sowie der Aufstieg und der Untergang der Könige von Medo-Persien und Griechenland wurden so genau vorhergesagt, daß Kritiker vergeblich behauptet haben, sie seien erst nach ihrer Erfüllung niedergeschrieben worden (Jesaja 13:17-19; 44:27 bis 45:1; Hesekiel 26:3-7; Daniel 8:1-7, 20-22). Prophezeiungen über Jesus, die Jahrhunderte vor seiner Geburt gemacht wurden, erfüllten sich in allen Einzelheiten. (Siehe Kasten, Seite 245.) Jesu eigene Prophezeiungen über die Zerstörung Jerusalems erfüllten sich ganz genau (Lukas 19:41-44; 21:20, 21). Die Prophezeiungen Jesu und des Apostels Paulus über die letzten Tage erfüllen sich in unserer Zeit (Matthäus 24; Markus 13; Lukas 21; 2. Timotheus 3:1-5). Die Bibel schreibt jedoch alle diese Prophezeiungen einem einzigen Urheber zu, Jehova Gott (2. Petrus 1:20, 21).
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