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  • Die Bibel — Doch nur ein Buch von Menschen?
    Der Wachtturm 1986 | 1. April
    • Typisch für die Ansicht vieler ist folgende Äußerung des Schriftstellers James Barr: „Meine Darstellung zeigt, daß die biblische Überlieferung ein von Menschen geschaffenes Werk ist. Es sind menschliche Glaubensaussagen ... Die richtige Bezeichnung für die Bibel wäre ‚Das Wort Israels‘, ‚Das Wort einiger führender Urchristen‘“ (The Bible in the Modern World von James Barr).

  • Die Bibel — Doch nur ein Buch von Menschen?
    Der Wachtturm 1986 | 1. April
    • Im 17. und 18. Jahrhundert fiel der beinahe selbstverständliche Glaube an die Bibel einer veränderten Geisteshaltung zum Opfer. In jener Zeit kamen in Europa der Skeptizismus und das Freidenkertum auf. Die bestehenden Herrschafts- und Wirtschaftssysteme, die bis dahin gültigen Vorstellungen von der Natur, der Religion, ja einfach alles wurde in Frage gestellt. Die Bibel war davon nicht ausgenommen.

      Pierre Bayle, ein ehemaliger Katholik, äußerte im 17. Jahrhundert offen seine Zweifel an der Bibel, indem er vor allem ihre Chronologie und ihre Geschichtlichkeit in Frage zog. Andere übernahmen seine Denkweise, und im 19. Jahrhundert erlebte der Skeptizismus in Form der Bibelkritik eine Blütezeit. Die Bibelkritiker behaupteten, die Bibel sei nicht das, wofür sie gehalten werde. Ihrer Meinung nach stammte der Pentateuch nicht von Moses, sondern sei relativ spät in der jüdischen Geschichte aus zahlreichen Aufzeichnungen zusammengestellt worden, die erst Jahrhunderte nach Moses entstanden seien. Prophezeiungen müßten nach ihrer Erfüllung niedergeschrieben worden sein. Somit habe das Buch Jesaja mehrere Schreiber und sei im Laufe mehrerer Jahrhunderte entstanden. Und das Buch Daniel sei erst um das Jahr 165 v. u. Z. geschrieben worden.

      Wie sich die Bibelkritik auswirkte, zeigen die Äußerungen des deutschen Bibelgelehrten David Friedrich Strauß. „Sind wir noch Christen? Nein, zumindest nicht diejenigen unter uns, die von der Bibelkritik gefesselt sind, denn wir können die Bibel nicht mehr als das Wort Gottes akzeptieren“ (Religion and the Rise of Scepticism von Franklin L. Baumer).

      Das neue Zeitalter brachte auch neue wissenschaftliche Entdeckungen mit sich. Einige davon stützten die Bibel, andere schienen ihr jedoch zu widersprechen. Nicht wenige wurden daher zu der Annahme verleitet, die Bibel sei nicht mehr zeitgemäß. In dieser Meinung wurden viele Mitte des 19. Jahrhunderts noch bestärkt, als die Evolutionstheorie aufkam — eine Theorie, die dem Schöpfungsbericht der Genesis völlig widersprach. Diese Theorie wurde von den meisten Wissenschaftlern und den Bibelkritikern begeistert aufgenommen. Heute wird sie sogar von vielen Geistlichen akzeptiert und in den Schulen als Tatsache gelehrt.

      Bedeutet das alles, daß die Wissenschaft die Bibel in irgendeiner Hinsicht widerlegt hat? Oder hat die Bibelkritik bewiesen, daß die Bibel nicht das Wort Gottes ist?

  • Die Bibel ist das Wort Gottes
    Der Wachtturm 1986 | 1. April
    • KONNTEN die Wissenschaft und die Bibelkritik tatsächlich den Beweis erbringen, daß die Bibel nicht das Wort Gottes ist? Nur allzuleicht könnte man zu dieser Ansicht verleitet werden, denn selbst Kirchenmänner sind ohne weiteres bereit, schwarz auf weiß zu erklären, daß die Bibel unwissenschaftlich sei. Und die Bibelkritik genießt so hohes Ansehen, daß sie an theologischen Seminaren gelehrt wird. Was zeigen aber die Tatsachen?

      Die Bibel und die Bibelkritik

      Die Bibelkritik hat bis heute noch keinen konkreten Beweis für ihre Theorien geliefert. Keine der vermeintlichen Quellen des Pentateuchs oder des Buches Jesaja ist je gefunden worden. Es sind jedoch alte Fragmente des Bibelbuches Daniel entdeckt worden, die erkennen lassen, daß das Buch einige Jahre nach der von den Bibelkritikern angenommenen Zeit der Niederschrift bereits in hohem Ansehen stand.

      Ein Professor der Theologie erklärte: „Auch nicht in einem einzigen Fall kann bewiesen werden, daß Bibelbücher auf die von der Bibelkritik beschriebene betrügerische Weise entstanden sind. Eine solche Behauptung aufzustellen ist leicht, wesentlich schwerer ist es allerdings, sie auch zu beweisen“ (Biblical Criticism von Wick Broomall). Ein Archäologe schrieb: „Nun kann gar nicht genug hervorgehoben werden, daß es im Alten Orient überhaupt kaum einen Beweis für dokumentarische oder literarische Fälschung gibt“ (Von der Steinzeit zum Christentum von W. F. Albright). Die Bibelkritik gedeiht zwar weiterhin, aber nicht etwa, weil sie sich als richtig erwiesen hätte, sondern weil sie so gut zu der heutigen verweltlichten Denkweise paßt.

      Die Bibel und die Wissenschaft

      Ist die Bibel in irgendeiner Hinsicht durch die Wissenschaft widerlegt worden? Manchmal mag es so ausgesehen haben. Zum Beispiel gewann man im 18. Jahrhundert neue Erkenntnisse über den Aufbau der Erde, und man kam zu dem Schluß, daß unser Planet bereits sehr alt sein muß. Viele Religionsvertreter behaupteten zu jener Zeit jedoch, die Erde bestehe gemäß der Bibel erst 6 000 Jahre. Hier schien eine Lehre der Bibel eindeutig widerlegt worden zu sein. In Wirklichkeit wird in der Bibel nirgendwo gesagt, wie alt die Erde ist. Das Problem war lediglich aufgrund eines falschen Verständnisses auf seiten der Religionsvertreter entstanden.

      Die ersten Worte der Bibel lauten: „Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde“ (1. Mose 1:1). Diese Erklärung, daß es einen Anfang gab, deckt sich mit den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft. Gemäß der Bibel folgte eine Zeit, wo die Erde „formlos und wüst“ war, unbewohnt und unbewohnbar (1. Mose 1:2). Nach Ansicht von Geologen, die sich mit der Frühgeschichte der Erde beschäftigen, ist das zu einer bestimmten Zeit tatsächlich der Fall gewesen. Die Bibel beschreibt anschließend, wie die Meere und die Landmassen entstanden. Die Pflanzen erschienen, dann Meeresbewohner, Vögel, schließlich Landtiere, und zuletzt kam der Mensch ins Dasein. Im großen und ganzen deckt sich das mit den Erkenntnissen, die die Wissenschaftler durch die Erforschung der geologischen Formationen gewonnen haben; auch auf die allgemeine Reihenfolge, in der die Lebensformen erschienen sind, trifft dies zu (1. Mose 1:1-28).

      Damit soll nicht gesagt werden, daß die Bibel völlig mit dem übereinstimmt, was in wissenschaftlichen Lehrbüchern steht. Doch es gibt so viel Übereinstimmendes, daß man sich fragen muß: Woher wußten die Schreiber der Bibel das alles? Angesichts der primitiven naturwissenschaftlichen Erkenntnisse in der damaligen Zeit müssen sie es aus einer anderen Quelle erfahren haben — ein starker Beweis dafür, daß die Bibel wirklich das Wort Gottes ist. Wie verhält es sich aber, wenn wissenschaftliche Theorien der Bibel widersprechen? Sollte man es dann stets für selbstverständlich halten, daß die Bibel im Unrecht und die Wissenschaft im Recht ist? Es gibt genügend Beispiele dafür, daß die Wissenschaft hin und wieder auf einem Irrweg sein kann.

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