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  • Wie glaubwürdig ist das „Alte Testament“?
    Die Bibel — Gottes oder Menschenwort?
    • Ein Kommentator bemerkte: „Das archäologische Zeugnis ist bedauerlicherweise fragmentarisch und daher begrenzt.“17 Das trifft besonders auf die frühen Abschnitte der israelitischen Geschichte zu, aus denen kein deutliches archäologisches Beweismaterial vorliegt. Und was Jericho angeht, ist dieses Beweismaterial zufolge der ungeheuren Erosion in diesem Gebiet noch undeutlicher.

      Die Grenzen der Archäologie

      28, 29. Welche Grenzen der Archäologie gestehen Gelehrte ein?

      28 Archäologen gestehen selbst ein, daß ihrer Wissenschaft Grenzen gesetzt sind. Yohanan Aharoni erklärte zum Beispiel: „Wenn es zu historischen oder historisch-geographischen Interpretationen kommt, verläßt der Archäologe den Bereich exakter Wissenschaften und muß sich auf Erwägungen und Hypothesen stützen, um ein umfassendes historisches Bild zu gewinnen.“18 Zur Datierung verschiedener Funde fügte er hinzu: „Wir müssen uns daher stets vor Augen halten, daß nicht alle Datierungen absolut und daß sie in unterschiedlichem Ausmaß suspekt sind.“ Doch können seiner Ansicht nach heutige Archäologen in bezug auf ihre Datierungen zuversichtlicher sein als ihre Kollegen in der Vergangenheit.19

      29 In dem Werk The World of the Old Testament wird die Frage aufgeworfen: „Wie objektiv und wirklich wissenschaftlich ist die archäologische Methode?“ Die Antwort lautet: „Archäologen sind beim Ausgraben der Fakten objektiver als bei deren Interpretation. Aber ihre menschliche Befangenheit beeinflußt auch ihre Grabungsmethoden. Es läßt sich nicht vermeiden, daß sie beim Hineingraben in die Erdschichten ihre Beweise zerstören, so daß sie ihr ‚Experiment‘ nie mehr durch eine Wiederholung überprüfen können. Das macht die Archäologie zu etwas Einmaligem unter den Wissenschaften. Aber auch die Zusammenstellung eines archäologischen Berichts wird dadurch zu einer äußerst anspruchsvollen Aufgabe voller Fallgruben.“20

      30. Wie sind Erforscher der Bibel zur Archäologie eingestellt?

      30 Die Archäologie kann somit sehr hilfreich sein, doch sie ist wie jedes menschliche Unterfangen nicht unfehlbar. So interessant archäologische Theorien auch sein mögen, man sollte sie doch nie als unanfechtbare Wahrheit betrachten. Wenn Archäologen ihre Funde im Widerspruch zur Bibel interpretieren, darf man nicht automatisch annehmen, die Bibel sei im Unrecht und die Archäologen seien im Recht. Ihre Interpretationen können sich bekanntlich ändern.

  • Wie glaubwürdig ist das „Alte Testament“?
    Die Bibel — Gottes oder Menschenwort?
    • [Kasten auf Seite 50]

      Was die Archäologie kann und was nicht

      „Die Bibel in schlüssiger Form zu bestätigen oder zu widerlegen, ist nicht Sache der Archäologie; sie hat andere, bedeutendere Aufgaben. Sie versucht, in gewissem Umfang die materielle Welt wiederzuerwecken, die von der Bibel vorausgesetzt wird. Zu wissen, aus welchem Material ein Haus gebaut war, oder wie eine ‚Hohe Stätte‘ aussah, fördert unser Verständnis des Textes erheblich. Zweitens trägt sie die historischen Fakten nach. So erzählt beispielsweise der Moabiter-Stein [Mesa-Stein] die andere Seite der in II Könige 3;4ff. geschilderten Geschichte. ... Drittens enthüllt sie uns die Lebens- und Denkweise der Nachbarn des alten Israel, was sowohl an sich von Interesse ist wie aber auch die Vorstellungswelt erhellt, in der sich das Gedankengut des alten Israel entwickelte“ (Ebla — Neu entdeckte Zivilisation im alten Orient).

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