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Warm verpackt im SchneeErwachet! 2008 | Februar
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Auch Eulenvögel sind auf Beutejagd. Der Bartkauz hat ein so scharfes Gehör, dass er bei nicht allzu hoher Schneedecke Wühlmäuse unter dem Schnee ausmachen und verfolgen kann. Hat er seine Beute geortet, taucht er im Sturzflug in den Schnee, packt das hilflose Opfer mit eisernem Griff und trägt es davon.
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Warm verpackt im SchneeErwachet! 2008 | Februar
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Sturzflug in den Schnee
Eine Reihe von Vögeln macht sich während ihrer Ruhe bei Tag oder in der Nacht die Wärmeisolation des Schnees zunutze, so zum Beispiel das Haselhuhn, das Birkhuhn, das Schneehuhn sowie kleinere Arten wie Hänflinge, Gimpel und Sperlinge. Ist der Schnee tief und weich, tauchen manche Vögel einfach im Sturzflug hinein, wie die Wasservögel ins Meer. Mit dieser schlauen Taktik hinterlassen sie keine Spuren und sind so vor dem scharfen Auge und dem Spürsinn ihrer Feinde geschützt.
Stecken die Vögel in einer Schneewehe, graben sie bis zu 1 Meter lange Gänge, in Finnisch kieppi genannt. Über Nacht verwischt der Wind dann jede Spur von Leben auf dem Schnee. Kommen Wanderer einer solchen Vogelbehausung zu nahe, erschrecken die Tiere beim Knirschen des Schnees und fliegen urplötzlich hoch. Das wilde Geflatter und der aufwirbelnde Schnee haben schon manch ahnungslosem Ausflügler einen tüchtigen Schrecken eingejagt!
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Warm verpackt im SchneeErwachet! 2008 | Februar
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Auch das im Sommer gesprenkelte Gefieder des Schneehuhns erstrahlt dann in reinstem Weiß. Seine sonst nur wenig befiederten Zehen sind im Winter dicht mit Federn umhüllt — die idealen „Schneeschuhe“.
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Warm verpackt im SchneeErwachet! 2008 | Februar
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Wie kommt es übrigens, dass viele Vögel barfuß über Schnee und Eis laufen können, ohne Erfrierungen davonzutragen? In ihren Beinen steckt ein genial konstruierter Wärmetauscher. Warmes Blut aus dem Herzen fließt in die Beine und erwärmt dabei das von den Füßen zurückfließende, abgekühlte Blut.
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