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Gesundheitspolizei der LüfteErwachet! 1993 | 22. Februar
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Gesichtssinn und Teamarbeit
Geier sind für die Überwachung aus der Luft bewundernswert ausgerüstet. Ihre großen Flügel sind ideal für das Gleiten und Segeln konstruiert und ermöglichen es ihnen, stundenlang mit kaum einem Flügelschlag in der Luft unterwegs zu sein. Sie sind Meister im Ausnutzen der Thermik, aufsteigender Warmluftströmungen, mit deren Hilfe sie sich unter minimalen Anstrengungen in der Luft halten. Dean Amadon, ein bekannter amerikanischer Ornithologe, beschrieb ihren Flug als eine „der ausdrucksvollsten Formen des Fluges, die die Natur zu bieten hat“.
Eine Frage, mit der sich Ornithologen über viele Jahre hinweg beschäftigt haben, war: Wie können die Geier die Tierleichen so schnell finden?
Die Lösung liegt in einer Kombination von scharfem Gesichtssinn und Teamarbeit. Berechnungen zufolge kann ein Geier aus 750 Meter Höhe ein Objekt erkennen, das kleiner als 15 Zentimeter ist.
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Gesundheitspolizei der LüfteErwachet! 1993 | 22. Februar
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Geier können auch große Höhen erreichen. 1973 stieß ein Flugzeug über der Côte d’Ivoire (Westafrika) in einer Höhe von 11 300 Metern mit einem Sperbergeier zusammen.
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