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  • Soll sich unsere Familie impfen lassen?
    Erwachet! 1993 | 8. August
    • Eine weitere Impfung verdient unsere Aufmerksamkeit, weil dabei der einzige aktive Impfstoff verwandt wird, den man aus Blut gewinnt. Er schützt vor Hepatitis B und ist unter dem Namen Hevac B pasteur oder H-B-Vax im Handel. Diese Impfung ist für bestimmte Personenkreise gedacht, wie zum Beispiel die medizinischen Berufsgruppen, bei denen ein Kontakt mit Blut oder Blutbestandteilen von Patienten mit Hepatitis B möglich ist. Dieser Impfstoff wird zwar als großer Fortschritt gepriesen, doch viele haben Vorbehalte wegen der Herstellungsmethode.

      Einfach gesagt, wird hierbei das Blut von zahlreichen ausgesuchten Trägern des Hepatitis-B-Virus gemischt, dann werden alle Viren abgetötet, und ein bestimmtes Hepatitis-B-Antigen wird angereichert. Das gereinigte, inaktivierte Antigen kann dann als Impfstoff verwandt werden. Viele lehnen diesen Impfstoff jedoch ab, weil ihnen Blutprodukte von infizierten Menschen, beispielsweise von sexuell freizügigen Personen, zu riskant sind. Außerdem lehnen einige Christen den Impfstoff aus Gewissensgründen ab, weil er aus dem Blut anderer Personen gewonnen wird.c

      Diese Bedenken gegen den Hepatitisimpfstoff konnten durch die Freigabe eines anderen, aber genauso wirksamen Hepatitis-B-Impfstoffs aus dem Weg geräumt werden. Er wird ohne die Verwendung von Blut auf gentechnischem Weg in Hefezellen produziert. Wer in einem medizinischen Beruf arbeitet oder wem aus einem anderen Grund eine Hepatitis-B-Impfung zu empfehlen ist, sollte mit seinem Arzt darüber sprechen.

      Blut bei der Herstellung von Impfstoffen

      Für einen Christen, der das biblische Verbot des Blutmißbrauchs ernst nimmt, führt dies zu einer wichtigen Frage (Apostelgeschichte 15:28, 29). Gibt es noch andere Impfstoffe, die aus Blut gewonnen werden?

      In der Regel werden mit Ausnahme von Hevac B pasteur beziehungsweise H-B-Vax keine aktiven Impfstoffe, wie sie zum Beispiel bei allen Schutzimpfungen im Kindesalter verwandt werden, aus Blut gewonnen.

      Bei passiven Impfstoffen ist das Gegenteil der Fall. Wird einem nach einer möglichen Infizierung, vielleicht durch einen Hundebiß oder den Tritt auf einen rostigen Nagel, empfohlen, sich impfen zu lassen, so kann man davon ausgehen, daß der Impfstoff ein Hyperimmunglobulin ist und unter der Verwendung von Blut hergestellt wurde (außer es handelt sich einfach nur um eine Auffrischimpfung). Das gleiche trifft auf Anti-D-Immunglobulin zu, das oftmals Rh-negativen Müttern empfohlen wird, die aus irgendeinem Grund wie zum Beispiel der Geburt eines Rh-positiven Kindes Rh-positivem Blut ausgesetzt sind.

      Welchen Standpunkt sollten gewissenhafte Christen gegenüber den passiven Impfstoffen einnehmen, bei denen ja die Blutfrage von Bedeutung ist? In dieser Zeitschrift wie auch im Wachtturm wurde schon wiederholt folgender Standpunkt vertreten: Es bleibt dem einzelnen Christen mit seinem biblisch geschulten Gewissen überlassen, ob er einer solchen Behandlung für sich oder seine Familienmitglieder zustimmt oder nicht.d

  • Soll sich unsere Familie impfen lassen?
    Erwachet! 1993 | 8. August
    • Aus Blut gewonnene Impfstoffe

      Hevac B pasteur, H-B-Vax

      Anti-D-Immunglobulin

      Antitoxine

      Schlangen- und Spinnenimmunseren

      Immunglobuline (gegen verschiedene Krankheiten)

      Gammaglobulin

      Hyperimmunglobulin-Präparate (zum Beispiel Tollwutserum)

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