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  • Leben retten mit Blut — Wie?
    Der Wachtturm 1991 | 15. Juni
    • Die meisten Menschen erkennen zwar die Verbindung zwischen Leben und den normalen Funktionen des Blutes an, doch in Wirklichkeit spielt noch viel mehr dabei eine Rolle. Die ethischen Grundsätze von Christen, Muslimen und Juden gehen auf einen Lebengeber zurück, der sich über das Leben und das Blut geäußert hat. Ja, unser Schöpfer hat viel über das Blut zu sagen.

      Gottes fester Standpunkt in bezug auf Blut

      4. Was sagte Gott in der Frühzeit der Menschheitsgeschichte über das Blut?

      4 Blut wird in Gottes Wort, der Bibel, an mehr als 400 Stellen erwähnt. Ziemlich zu Beginn ist Jehovas Verordnung zu finden: „Alles, was sich regt und lebt, sei eure Speise. ... Doch ihr sollt kein Fleisch essen, in dem noch das Leben, das Blut, ist.“ Er fügte hinzu: „Besonders aber von eurem Leben, vom Blut der Menschen, will ich Rechenschaft fordern“ (1. Mose 9:3-6, Stuttgarter Erklärungsbibel). Jehova sagte das zu Noah, dem Urahnen der Menschheitsfamilie. Somit wurde die ganze Menschheit davon in Kenntnis gesetzt, daß in den Augen des Schöpfers Blut für Leben steht. Jeder, der behauptet, den Lebengeber anzuerkennen, sollte also auch anerkennen, daß dieser in bezug auf die Verwendung von Blut einen festen Standpunkt einnimmt.

      5. Worin bestand der Hauptgrund, warum die Israeliten kein Blut genießen durften?

      5 Gott nahm auf das Blut Bezug, als er dem Volk Israel das Gesetz gab. In 3. Mose 17:10, 11 heißt es in der jüdischen Übersetzung von Dr. Zunz: „Jedermann aus dem Hause Jisrael oder von den Fremdlingen, die unter ihnen weilen, der irgend Blut ißt, so werde ich meinen Zornblick richten auf die Person, die das Blut gegessen, und werde sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes. Denn die Seele des Fleisches ist im Blute.“ Dieses Gesetz mag der Gesundheit förderlich gewesen sein, aber es ging dabei um mehr. Dadurch, daß die Israeliten das Blut als etwas Besonderes behandelten, sollten sie zeigen, daß sie in bezug auf das Leben von Gott abhängig waren (5. Mose 30:19, 20). Ja, der Hauptgrund, warum sie kein Blut genießen durften, bestand nicht darin, daß es gesundheitsschädlich war, sondern darin, daß es für Gott eine besondere Bedeutung hatte.

      6. Warum können wir davon überzeugt sein, daß Jesus Gottes Standpunkt bezüglich des Blutes vertrat?

      6 Welchen Standpunkt nimmt das Christentum hinsichtlich der Rettung von Menschenleben durch Blut ein? Jesus wußte, was sein Vater über den Blutgenuß gesagt hatte. Er beging „keine Sünde, und in seinem Munde fand sich kein Trug“. Das heißt, daß er das mosaische Gesetz einschließlich des Gesetzes über das Blut vollkommen hielt (1. Petrus 2:22, Pattloch-Bibel). Dadurch gab er seinen Nachfolgern ein Beispiel — auch ein Beispiel für die Achtung vor dem Leben und dem Blut.

      7, 8. Wie wurde deutlich gemacht, daß Gottes Gesetz über das Blut für Christen gültig ist?

      7 Die Geschichte zeigt, was später geschah, als auf einer Sitzung der christlichen leitenden Körperschaft die Frage entschieden wurde, ob ein Christ alle Gesetze Israels halten müsse. Unter göttlicher Leitung kam man zu dem Ergebnis, daß Christen nicht verpflichtet sind, das mosaische Gesetz zu halten, daß es aber ‘notwendig’ ist, sich „von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem [nicht ausgeblutetes Fleisch] und von Hurerei“ (Apostelgeschichte 15:22-29). Damit wurde deutlich gemacht, daß die Enthaltung von Blut moralisch ebenso bedeutsam ist wie die Notwendigkeit, keinen Götzendienst und keine schwerwiegende Unsittlichkeit zu treiben.a

      8 Die ersten Christen hielten sich an dieses göttliche Verbot. Der britische Gelehrte Joseph Benson schrieb darüber in einem Kommentar: „Das Verbot des Blutgenusses, das Noah und seiner ganzen Nachkommenschaft auferlegt und gegenüber den Israeliten ... wiederholt wurde, ist nie widerrufen worden, sondern unter dem Neuen Testament, Apostelgeschichte XV, bestätigt und somit zu einer für alle Zeiten geltenden Verpflichtung gemacht worden.“

  • Leben retten mit Blut — Wie?
    Der Wachtturm 1991 | 15. Juni
    • a Der Erlaß schloß mit den Worten: „Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“ (Apostelgeschichte 15:29). Mit den Worten „Bleibt gesund!“ war nicht gemeint: „Wenn ihr euch des Blutes oder der Hurerei enthaltet, wird es euch gesundheitlich bessergehen.“ Es war lediglich eine Schlußformel am Ende eines Briefes wie beispielsweise „Lebt wohl!“

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