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Die Heiligkeit des Blutes — eine alte StreitfrageErwachet! 1986 | 8. September
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Der dänische Gelehrte Thomas Bartholin war der gleichen Meinung. Im Jahre 1673 schrieb er: „Die von Neulingen durchgeführten Operationen mit Transfusionen sind in den letzten Jahren bei weitem über das Übliche hinausgegangen, da man durch eine geöffnete Ader in das Herz eines kranken Menschen nicht nur stärkende Flüssigkeiten infundiert hat, sondern auch warmes Tier- oder Menschenblut ... Tatsächlich bringt der Gelehrte Elsholtz (Neues Klistier, Kap. 7) als Entschuldigung vor, daß sich der apostolische Erlaß in Wirklichkeit nur auf die Aufnahme von Blut durch den Mund bezieht und nicht auf die Infusion durch die Adern. Doch jede Methode der [Blut-]Aufnahme dient ein und demselben Zweck, nämlich der Ernährung oder Heilung eines kranken Körpers durch dieses Blut.“b
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Die Heiligkeit des Blutes — eine alte StreitfrageErwachet! 1986 | 8. September
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b Thomas Bartholin, De sanguine vetito disquisitio medica (Eine medizinische Abhandlung über das Blutverbot), Frankfurt, 1673, S. 11.
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