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Mit dem Boot durch die Backwaters von KeralaErwachet! 2008 | April
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Schwimmende Luxushotels
Für Touristen interessant sind neben den Schlangenbooten auch noch andere Wasserfahrzeuge der Backwaters. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich alte Reisbarken, umgerüstet zu sehr komfortablen Hausbooten.
Neben den vielen, die zu Tourismuszwecken neu gebaut werden, sind manche Reisboote schon über 100 Jahre alt. Ihr ursprünglicher Name, kettuvallam, bedeutet so viel wie „geknotetes Boot“. Die Planken bestehen aus dem harten Holz des Jackfruchtbaums und werden ohne einen einzigen Nagel mit Kokosschnüren zusammengehalten. Früher transportierte man damit nicht nur Reis und andere Güter von Dorf zu Dorf, sondern auch Gewürze in die Ferne. Mit dem Aufkommen moderner Transportmittel waren die kettuvallam vom Aussterben bedroht. Doch dann kam ein findiger Geschäftsmann auf eine brillante Idee: Warum sollte man sie nicht zu Hausbooten für Touristen umfunktionieren? Ausgestattet mit Balkon, hübsch eingerichteten Wohnräumen und einem sehr komfortablen Schlafzimmer samt separatem Bad und WC, handelt es sich um regelrechte Hotelschiffe. Mit an Bord sind Servicekräfte, die das Boot an jeden gewünschten Ort steuern und jedes gewünschte Menü zubereiten.
Gegen Abend ankern die Boote in Ufernähe oder, falls man ungestört sein möchte, auch mitten auf einem See. So kann man die himmlische Ruhe der Backwaters genießen — nur hin und wieder unterbrochen vom Planschen eines schlaflosen Fischs.
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Mit dem Boot durch die Backwaters von KeralaErwachet! 2008 | April
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[Bild auf Seite 24]
„kettuvallam“
[Bild auf Seite 24, 25]
Hausboot
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