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  • Das Gewähren von Darlehen unter Christen
    Der Wachtturm 1991 | 15. Oktober
    • Mit Verleihern ‘die Wahrheit reden’

      Nach dem Abwägen solcher Faktoren hältst du es vielleicht immer noch für nötig, für ein Geschäft Geld zu borgen. Wenn du es nicht bei einer Bank aufnehmen kannst, ist es nicht unbedingt verkehrt, deshalb an einen Mitchristen heranzutreten, denn wie Jesus gemäß Lukas 11:5 zeigte, ist es üblich, sich in Zeiten der Not an einen Freund zu wenden. Man sollte sich jedoch bemühen, ‘die Wahrheit zu reden’ (Epheser 4:25). Erläutere ehrlich alle damit verbundenen Fakten — auch die Risiken, einschließlich der nicht allzu wahrscheinlichen. Und sei nicht beleidigt, wenn der voraussichtliche Verleiher mehrere gezielte Fragen stellt, um sicher sein zu können, ein möglichst genaues Bild zu haben.c

      Hieße es, die Wahrheit zu reden, wenn man Geld zu einem bestimmten Zweck borgt, es dann aber für einen ganz anderen Zweck verwendet? Kaum. Ein Bankier aus Lateinamerika erklärte: „Eine Bank würde den Kredit streichen und, falls man seine Schuld nicht sofort zurückzahlt, einen gerichtlichen Pfändungsauftrag erwirken.“ Borgt man sich Geld unter der Voraussetzung, damit die Rentabilität eines Geschäfts zu erhöhen, und verwendet es für einen anderen Zweck, so beraubt man dem Verleiher praktisch der Sicherheit, daß der Kredit zurückgezahlt werden kann. Zugegeben, wenn man von einem Mitchristen Geld geborgt hat, mag man keine rechtlichen Repressalien zu befürchten haben. Dennoch gilt: „Wer borgt, ist ein Knecht des Leihenden“, und man ist verpflichtet, ihm gegenüber ehrlich zu sein (Sprüche 22:7).

      Die Goldene Regel im Geschäftsleben anwenden

      Jesus sagte: „Alles daher, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun“ (Matthäus 7:12). Wie wichtig ist es doch, daß man sich in geschäftlichen Angelegenheiten mit einem Glaubensbruder von dieser Regel leiten läßt! Wie würdest du beispielsweise reagieren, wenn ein Bruder deine Bitte um einen Kredit ablehnen würde? Würdest du denken, er übe Verrat an eurer Freundschaft? Oder würdest du sein Recht respektieren, deine Bitte abzulehnen, weil er weiß, daß er seine Mittel selbst benötigt, oder weil er die Risiken höher einschätzt als du? Womöglich zieht er in aller Aufrichtigkeit deine Fähigkeit in Frage, die Mittel erfolgreich einzusetzen. In diesem Fall kann seine Weigerung sowohl praktisch als auch liebevoll sein (Sprüche 27:6).

      Erklärt sich ein Freund einverstanden, dir Geld zu leihen, so sollten bestimmte Einzelheiten schriftlich festgehalten werden, zum Beispiel die Höhe des Betrags, wofür das Geld verwendet werden soll, wodurch der Kredit abgesichert ist und wie und wann er zurückgezahlt wird. Unter Umständen ist es sogar vernünftig, den Vertrag von einem Rechtsanwalt oder einem Notar aufsetzen oder durchsehen zu lassen und ihn gegebenenfalls behördlich eintragen zu lassen. Wenn du eine Vereinbarung unterzeichnet hast, sollte auf jeden Fall ‘dein Wort Ja einfach ja bedeuten, dein Nein nein’ (Matthäus 5:37). Mißbrauche nicht den guten Willen deines Freundes, sondern nimm deine Verpflichtung ihm gegenüber ebenso ernst wie gegenüber irgendeiner Bank.

  • Das Gewähren von Darlehen unter Christen
    Der Wachtturm 1991 | 15. Oktober
    • c Einige haben sich von mehreren Verleihern kleinere Beträge geborgt. Jeder Verleiher, der nicht umfassend über die Situation unterrichtet ist, denkt vielleicht, der Borgende könne seine Schuld mit Leichtigkeit zurückzahlen.

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