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Das ehemalige JugoslawienJahrbuch der Zeugen Jehovas 2009
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Aber auch die Brüder in Bosnien sollten nicht vergessen werden. Von Kroatien fuhren Lkws mit 16 Tonnen Nahrungsmitteln und Brennholz dorthin. Das war ein gefährliches Unterfangen. Es gab Berichte über Willkürakte von Soldaten. Die Fahrer hatten nicht nur Angst um die Hilfsgüter, sondern auch um ihr Leben.
Ein Bruder erzählt: „Auf der Fahrt durch die Wälder passierten wir eine Kontrollstelle nach der anderen. Manchmal mussten wir sogar an der Front entlangfahren. Das war nicht ungefährlich. Wir kamen aber sicher in Travnik an. Dort rannte ein Soldat zu dem Haus, wo unsere Brüder zusammengekommen waren, und rief: ‚Eure Leute sind mit den Lkws da!‘ Die Freude der Brüder war unbeschreiblich. Wir brachten die Nahrungsmittel in das Haus, wechselten ein paar Worte und mussten gleich weiter zu einer der nächsten Abladestellen.“
Viele Brüder bedankten sich beim Bethel in Zagreb für die Hilfslieferungen. Eine Versammlung schrieb: „Vielen Dank für alles, was ihr tut, damit wir regelmäßig geistige Speise bekommen. Wir freuen uns auch riesig über die Hilfsgüter. Sie werden dringend benötigt. Von ganzem Herzen möchten wir euch für eure liebevolle Fürsorge danken.“
In einem anderen Brief hieß es: „Einige Brüder sind Flüchtlinge, andere haben kein Einkommen. Als sie die vielen Hilfsgüter sahen, konnten sie ihre Tränen nicht zurückhalten. Die Liebe, Großzügigkeit und Opferbereitschaft ihrer Brüder hat sie tief bewegt und gestärkt.“
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Das ehemalige JugoslawienJahrbuch der Zeugen Jehovas 2009
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[Bilder auf Seite 209]
In Zagreb gelagerte Hilfsgüter
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