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Freudiger Höhepunkt einer bereits 80 Jahre dauernden EinsammlungDer Wachtturm 1986 | 15. April
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Wir können uns jetzt darüber freuen, daß es im letzten Jahr eine 10prozentige Mehrung gab sowie eine neue Höchstzahl von 7 410 Verkündigern, die im ganzen Land mit 340 Versammlungen und Verkündigergruppen verbunden sind.
Das stetige Wachstum ließ erkennen, daß ein größeres Zweigbüro benötigt wurde. Es war jedoch unmöglich, das Zweigbüro in Bombay zu erweitern. Und Grundstücke sind in dieser Stadt knapp und teuer. Es heißt auch, daß man in Bombay wegen der Luftverschmutzung eine bis zu zehn Jahre geringere Lebenserwartung habe. Daher wurde 1978 ein Grundstück in Lonavla erworben. Diese Stadt in den Bergen ist der erste Ort südlich von Bombay, wo die Straße und die Eisenbahnlinie zusammentreffen. Lonavla liegt in 610 m Höhe, daher ist die Luft dort relativ sauber.
Sechs Jahre Arbeit
Zunächst mußten Mauern gebaut werden, die stellenweise 4,60 m hoch sind. Sie dienen nicht nur zum Schutz des Grundstücks, sondern sollen auch den Erdboden der angrenzenden, am Hang gelegenen Grundstücke zurückhalten. Tiefe Senken mußten aufgefüllt und das verwilderte Unterholz, das voller Giftschlangen war (unter anderem Kobras und Vipern), mußte entfernt werden. Mehrere Bungalows und andere bereits bestehende Gebäude bedurften einer eingehenden Renovierung, um dort Wohnräume und Büros einrichten zu können.
Die Arbeiten wurden zwar Bauunternehmern übertragen, aber qualifizierte Brüder überwachten jeden Bauabschnitt, und viele halfen mit, wann immer sie konnten. Ein Bauunternehmer, der die Straße auf dem Grundstück pflastern sollte, wollte die Arbeit sechs Monate aufschieben, da es nicht möglich war, die notwendige Bewässerung des Straßenbelags zu gewährleisten. Welch ein Anblick bot sich doch, als die gesamte Bethelfamilie jeden Abend das Wasser eimerweise zur Straße schleppte, damit die Arbeit planmäßig durchgeführt werden konnte!
Das Gedröhn eines Bulldozers war übrigens nie zu hören, da in Indien fast alles von Hand gemacht wird. So ging die Arbeit am Hauptgebäude bis zur Fertigstellung des ersten Geschosses reibungslos voran. Doch dann gab es eine ernste Verknappung an Zement. Zum Glück war jedoch der koreanische Zweig der Watch Tower Society in der Lage, eine Ladung von 10 000 Säcken zu beschaffen, so daß das Bauwerk planmäßig fertiggestellt werden konnte. Jehova gebührt die Ehre dafür, daß die neuen Zweiggebäude 1984 bezugsfertig waren.
Das Ergebnis
Acht Gebäude stehen jetzt auf dem 1,9 Hektar großen Grundstück der Gesellschaft, das mit Bananenstauden, Mango-, Feigen- und Papayabäumen sowie mit vielen Blumen und Büschen bepflanzt wurde.
Im Keller des zweigeschossigen Hauptgebäudes sind eine Reparaturwerkstatt und die Wäscherei untergebracht. In der Druckerei im Erdgeschoß ist genügend Platz für drei kleine Druckmaschinen sowie für Schneide-, Falz- und Drahtheftmaschinen. Auf dieser Etage befinden sich auch die Räume für den MEPS-Computer und die Versandabteilung, von wo aus die in Indien hergestellte Literatur in 56 Länder versandt wird. Im ersten Stockwerk sind Büros, eine Bibliothek und Wohnräume.
Der neue Königreichssaal befindet sich im vorderen Teil des Grundstücks. Der Saal, dessen Bühne mit handgeschnitztem Teakholz vertäfelt ist, hat 250 Sitzplätze. In den renovierten Gebäuden in unmittelbarer Nachbarschaft des Saals wurden Wohnräume eingerichtet sowie die Küche und ein Speisesaal mit ausreichend Platz für die 31 Glieder der Bethelfamilie. Auch ist noch unbebautes Gelände für weitere Ausdehnung vorhanden.
Ein besonderes Ereignis
Nach 80 Jahren der Einsammlung der wertvollen Dinge Jehovas richtete sich an jenem herrlichen Januartag die Aufmerksamkeit auf die Bestimmungsübergabe der neuen indischen Zweiggebäude.
Im Verlauf des Programms wurde ein Rückblick auf die Predigttätigkeit der vergangenen 80 Jahre gehalten, und es wurde über Höhepunkte während der Bauarbeiten berichtet. Der Zonenaufseher Günter Künz erwähnte in seiner Ansprache, daß es unter dem Volk Jehovas in den letzten 5 Jahren weltweit eine 30prozentige Mehrung gegeben hat. Erfreut konnte er feststellen, daß Indien mit 34 Prozent noch über dem Durchschnitt lag. Er erinnerte die Zuhörer daran, daß durch eifrige Tätigkeit in Indien weiterer Fortschritt erreicht werden kann.
Alle Anwesenden waren begeistert über diesen Beweis des Segens Jehovas. Die Brüder in Indien sind entschlossen, eifrig tätig zu sein, damit noch vielen Menschen geholfen werden kann, auf die gute Botschaft vom Königreich zu hören.
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Freudiger Höhepunkt einer bereits 80 Jahre dauernden EinsammlungDer Wachtturm 1986 | 15. April
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[Bild auf Seite 24]
Das neue, südlich von Bombay gelegene Zweigbüro
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