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KoreaJahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
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GIGANTISCHES PROJEKT
Im Sommer 1979 gab die leitende Körperschaft dem Zweigbüro die Erlaubnis, sich nach einem Grundstück für ein neues Zweigbüro umzusehen. Nachdem die Brüder ein Jahr lang gesucht hatten, fanden sie 68 km südlich von Seoul in Gyonggi-do (Ansung Kun, Kongdo Myun) ein etwa dreieinhalb Hektar großes Stück Acker- und Waldland. Das neue Zweigbüro würde also in einer nicht verschmutzten Umgebung liegen.
Dieses Projekt hatte, verglichen mit früheren Bauvorhaben, gigantische Ausmaße. Das Zweigbüro sollte nun das Drucken von Zeitschriften übernehmen und das künftige Drucken von Büchern vorbereiten. Es herrschte glühende Begeisterung, als die fertiggestellten Gebäude am 8. Mai 1982 der Bestimmung übergeben werden konnten und Bruder Franz sowie Bruder Barry aus der Weltzentrale anwesend waren, um besondere Vorträge zu halten.
Die Unterstützung der Brüder aus den Vereinigten Staaten und aus Japan sowie eines weltlichen Druckereibetriebes am Ort ermöglichte es, daß das Zweigbüro jetzt seine eigene Druckerei hat. In sehr kurzer Zeit erhöhte sich die Auflage jeder Ausgabe der Zeitschriften auf fast 200 000, so daß die Maschinen den ganzen Tag in Betrieb sind.
Drei Jahre nachdem das Zweigbüro nach Kongdo umgezogen war, übergab Bruder Albert Schroeder von der leitenden Körperschaft, der dort gerade als Zonenaufseher diente, im Mai 1985 einen Anbau der Bestimmung. Durch den Anbau verdoppelte sich die Bodenfläche auf nahezu 9 300 Quadratmeter. Die Verkündigerzahl nahm von 30 000 im Jahre 1982 auf über 39 600 im Jahre 1985 zu. Welch eine Mehrung!
Da Seoul nicht nur die Hauptstadt Süd-Koreas, sondern auch das Wirtschaftszentrum des Landes ist, hielt man es für das beste, den eingetragenen Sitz der Korporation dort zu belassen. Man errichtete in Seoul ein schönes neues Gebäude, in dem Büros und ein Königreichssaal untergebracht sind und das auch genügend Raum für ein Literaturlager bietet. Am 20. Dezember 1986 fand die Bestimmungsübergabe statt. Vier Glieder der Bethelfamilie wohnen und arbeiten dort.
HOCHLEISTUNGS-ROTATIONSMASCHINE IN AKTION
Vor nahezu 600 Jahren erzielten die Koreaner durch die Erfindung der ersten beweglichen Metalletter auf dem Gebiet der Drucktechnik echte Fortschritte. Heute machen sich die koreanischen Zeugen moderne Drucktechniken zunutze, um die Königreichsinteressen zu fördern. Die Druckvorbereitungen werden zum Teil mit Hilfe von Computeranlagen erledigt, und eine neue Mitsubishi-Rollenoffsetpresse produziert pro Minute 500 farbige 32seitige Zeitschriften, so daß problemlos genügend Zeitschriften und andere Literatur hergestellt werden können. Im Sommer 1983, als Bruder Lloyd Barry als Zonenaufseher zu Besuch war und den überlasteten Zustand der Druckerei sah, kam man zum erstenmal auf die Idee, solch eine große Druckmaschine anzuschaffen.
Damals gab es in der Fabrik so gut wie keine Stellfläche mehr. Für eine 130-Tonnen-Druckpresse mit einer Länge von 26 Metern war absolut kein Platz vorhanden. Dies bedeutete, daß man den Bau eines weiteren Gebäudes in Angriff nehmen mußte — den zweiten Erweiterungsbau in Kongdo innerhalb von nur vier Jahren. Bis dahin waren die koreanischen Zeitschriften drei Monate nach den englischen Ausgaben erschienen. Die Aussicht, die Zeitschriften zur gleichen Zeit wie die englischen herauszubringen, war all die Mühe wert.
Das Importieren dieser Druckpresse brachte jedoch viele Probleme mit sich. Die Gesetzgebung verlangte, daß man sich bei der Regierung eine Empfehlung einholte, bevor die Erlaubnis für die Einfuhr erteilt würde. Die Lage schien aussichtslos. Doch im Sommer 1985 wurde diese Einschränkung aufgehoben, und die Brüder im Zweigbüro besorgten sich sofort eine Importlizenz. Sechs Wochen später wurde das Gesetz erneut geändert, und man brauchte wieder eine Empfehlung. Der heilige Geist hatte den Weg geebnet, und die Brüder hatten schnell gehandelt. Heute ist das Geräusch der Druckmaschine im Zweigbüro zu hören. Die Verkündiger können für das Zeugniswerk ausreichend mit Literatur versorgt werden.
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KoreaJahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
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[Kasten/Bilder auf Seite 193]
Am 23. Mai 1987 übergab Milton G. Henschel, ein Glied der leitenden Körperschaft, einen dreigeschossigen Anbau des Zweigbüros in Kongdo seiner Bestimmung. In dem neuen Fabrikgebäude ist eine 130 Tonnen schwere Vierfarb-Rollen- offsetmaschine untergebracht. Bruder Henschel sprach zu 2 060 Personen, die sich auf dem Gelände des Zweigbüros versammelt hatten. Dies ist die zweite größere Erweiterung des Bethels seit 1982.
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Das ursprüngliche Wohngebäude, das 1982 der Bestimmung übergeben wurde
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Bürogebäude; Fabrik (cremefarbener Teil in der Mitte); rechts das neue Wohngebäude, das 1985 der Bestimmung übergeben wurde
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Rechts das Fabrikgebäude, das 1987 der Bestimmung übergeben wurde
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Modell des koreanischen Zweigbüros, von einem Architekten angefertigt
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KoreaJahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
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[Bild auf Seite 194]
Brüder aus dem japanischen und dem koreanischen Bethel arbeiteten und lernten gemeinsam, nachdem die 26 Meter lange Vierfarb-Druckmaschine 1986 im Anbau des Zweigbüros in Kongdo installiert worden war
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