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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
    • Wie bereits erwähnt, hatte sich im Februar 1946 ein Beamter des Woiwodschafts-Sicherheitsamtes in Lodz bemüht, die Zeugen als Spione gegen die katholische Kirche anzuwerben, aber die Zeugen hatten das abgelehnt. Vier Monate später kam wieder ein Geheimpolizist zum Zweigbüro und forderte die Brüder auf, mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Er versprach ihnen, daß sie die besten Säle für ihre Zusammenkünfte erhalten würden, wenn sie zur Zusammenarbeit bereit wären, und warnte vor schlimmen Konsequenzen für den Fall, daß sie sich weigerten. „Niemand kann sich uns widersetzen“, drohte er im Weggehen.

  • Polen
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
    • In seinen privaten Notizen über diese Zeit des Dienstes schrieb Bruder Behunick: „Heute, 1949, ist die Arbeit im Zweigbüro bereits besser organisiert. Auch arbeiten die Versammlungen besser zusammen. Wir haben schon drei Bezirke, und im Juni hatten wir 13 699 Verkündiger — doppelt so viele wie bei unserer Ankunft 1947. Es gibt 710 eifrige Versammlungen, und 45 Personen arbeiten im Zweigbüro.

  • Polen
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
    • In der Nacht vom 21. April 1950 drang eine große Gruppe UB-Agenten durch ein Fenster in das Zweigbüro in Lodz ein. Sie behaupteten, die Bethelmitarbeiter seien als Spione für die Vereinigten Staaten tätig und „versuchten, die Regierung der Volksrepublik Polen gewaltsam zu stürzen“. Die UB-Agenten suchten das Gelände gründlich nach Beweisstücken ab. Natürlich fanden sie nichts. Allerdings wurden Unterlagen über die religiöse Tätigkeit der Zeugen beschlagnahmt. Am Tag darauf wurde der Vorstand der Gesellschaft festgenommen.

      Die übrigen im Zweigbüro beschlossen, so viele Zeitschriften wie möglich zu drucken und sie an die Versammlungen zu verteilen. Sie verbrauchten den gesamten Papiervorrat von rund 20 Tonnen und verschickten die Literatur. Dann versteckten sie das Vervielfältigungsgerät und andere Maschinen sowie die Unterlagen. Unter solchen Umständen im Zweigbüro weiterzuarbeiten erforderte großen Mut. In dieser Zeit erhielten die Brüder auch Briefe von angeblich interessierten Personen, die sich mit den Brüdern an bestimmten Stellen in der Stadt verabreden wollten. Das eigentliche Ziel war jedoch, die Brüder auf die Straße zu locken, um Bethelmitarbeiter zu entführen, was tatsächlich auch vorkam. Daraufhin verließen die anderen das Gelände nur noch in größeren Gruppen.

      Am Abend des 21. Juni machten die Beamten wieder eine Razzia im Bethel. Diesmal wurden fast alle verhaftet. Die Brüder wurden auf die offene Ladefläche eines Lkws verladen und durch Lodz gefahren. Die Wachen spotteten, das sei wie ein Betriebsausflug. „Wenn das so ist, dann laßt uns singen“, schlug ein Bruder vor. Die Proteste der Wachen nicht beachtend, begannen diese mutigen Diener Jehovas zu singen: „Wer Gott ergeben, wer stets loyal ist, der seine Furcht schnell verliert.“

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