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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2006
    • Das Bethel wird zu klein

      In den 1930er Jahren kamen Llewelyn Phillips und seine Mitarbeiter ihren Aufgaben in einem Gebäude mit zwei Räumen in Lusaka nach. Kaum einer hätte sich damals vorstellen können, dass es heute einen 110 Hektar großen Bethelkomplex gibt, in dem über 250 Mitarbeiter untergebracht sind. Diese Brüder und Schwestern nehmen sich der geistigen Bedürfnisse von mehr als 125 000 Verkündigern und Pionieren an. Es interessiert uns jetzt noch kurz, wie diese Ausdehnung zustande kam.

      Wie wir schon hörten, hatte sich ja die Einstellung der Behörden bis 1936 erheblich gemildert, und man stimmte der Eröffnung eines Literaturdepots in Lusaka zu. Wegen des Wachstums brauchte man schon bald ein größeres Gebäude. Ein Wohnhaus in der Nähe der Polizeihauptwache wurde gekauft. Jonas Manjoni erzählt davon: „Das Esszimmer war die Dienstabteilung und eine Veranda die Versandabteilung.“ 1951 nahm Jonas zwei Wochen Urlaub von seiner Arbeit, um im Bethel mitzuhelfen, und später kam er dann ganz. „Alles war prima durchorganisiert und alle waren glücklich. Ich war mit Bruder Phillips zusammen im Versand, bearbeitete die Abonnements und frankierte die Zeitschriftenrollen. Es war ein schönes Gefühl, den Brüdern zu dienen.“ Später gesellte sich zu Llewelyn Phillips noch Harry Arnott hinzu. Die beiden arbeiteten Seite an Seite mit einheimischen Brüdern wie zum Beispiel Job Sichela, Andrew John Mulabaka, John Mutale, Potipher Kachepa und Morton Chisulo.

      Als Sambias Kupferindustrie immer mehr boomte, sich die Infrastruktur rasant verbesserte und der Copperbelt Leute aus allen Ecken des Landes anzog, richtete sich auch die Aufmerksamkeit der Brüder vom Zweigbüro zunehmend in diese Richtung und weg von Lusaka. Ian Fergusson empfahl ein Grundstück in einer Bergbaustadt, und 1954 zog das Zweigbüro nach Luanshya in die King George Avenue. Es dauerte gar nicht lange, und es war dort einfach zu klein geworden, um sich des rapide ausdehnenden Gebiets annehmen zu können, das sich über fast ganz Ostafrika erstreckte. Bruder Nathan Knorr kam 1959 aus der Weltzentrale zu dem Kongress „Wachsame Diener Gottes“. Bei der Gelegenheit sah er sich auch infrage kommende Grundstücke an und gab grünes Licht für den Bau. Geoffrey Wheeler erzählt: „Frank Lewis, Eugene Kinaschuk und ich gingen mit einem Architekten zu dem Baugelände in Kitwe, um das genaue Grundstück für das neue Bethel abzustecken. Am 3. Februar 1962 wurde ein neues Zweiggebäude mit einem Bethelheim, einer Druckerei und einem Königreichssaal Jehova übergeben. Harry Arnott, der damalige Zweigdiener, schloss das Programm zur Bestimmungsübergabe mit dem Gedanken ab, dass es einen wichtigeren geistigen Bau gibt, an dem jeder Einzelne hart arbeiten muss — mit den Bausteinen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe.

      Erneut dauerte es nicht lange, und es wurde auch dort zu eng; innerhalb von zehn Jahren wurden aus 30 129 Verkündigern nahezu 57 000. Ian Fergusson erzählte: „Bruder Knorr ermunterte uns, mehr zu drucken. Ich besuchte den südafrikanischen Zweig in Elandsfontein, um mich mit den Brüdern zu beraten. Schon bald wurde eine Druckmaschine per Luftfracht von dort nach Kitwe geschafft.“

      In Kitwe wurde außer Literatur und Zeitschriften auch der monatliche Königreichsdienst für Kenia und andere ostafrikanische Gebiete gedruckt. In null Komma nichts wurde es in der kleinen Druckerei zu eng und man musste das Drucken woandershin verlegen. Als der Stadtrat Einwände dagegen erhob, dass wir ein verfügbares Grundstück nutzten, meldete sich ein Bruder und bot uns Land an. Das Gebäude wurde 1984 fertig. Drei Jahrzehnte lang war Kitwe Dreh- und Angelpunkt des Predigtwerks in Sambia.

      In den schweren Jahren nach der Ausweisung der Missionare stieg die Zahl der Bethelmitarbeiter so stark an, dass 14 von ihnen mit ihren Angehörigen außerhalb des Bethels wohnten. Das musste sich ändern, um der Arbeit, die noch vor den Brüdern lag, gerecht zu werden. Nach einiger Zeit kaufte man zwei Häuser und ein weiteres wurde gemietet, sodass die Bethelfamilie vergrößert werden konnte. Doch lag es auf der Hand, dass ein neues Zweiggebäude gebraucht wurde. Zum Glück sollten sich die Umstände bald gewaltig verbessern. 1986 erhielten Brüder an günstig gelegenen Orten die Aufgabe, nach einem Grundstück für ein neues Zweigbüro zu suchen. Man entschied sich für eine 110 Hektar große Farm rund 15 Kilometer westlich der Hauptstadt. Es stellte sich heraus, dass das eine kluge Entscheidung gewesen war, denn die Farm verfügt über einen großen Grundwasservorrat. Dayrell Sharp sagt dazu: „Ich glaube, dass Jehova uns zu diesem hübschen Fleckchen Erde geführt hat.“

      Bestimmungsübergabe und weiteres Wachstum

      Am Samstag, dem 24. April 1993, kamen Hunderte von langjährigen Dienern Jehovas anlässlich der Einweihung der neuen Zweiggebäude zusammen. Zu den 4 000 einheimischen Brüdern hatten sich auch über 160 internationale Gäste gesellt, wie zum Beispiel Missionare, die das Land vor rund 20 Jahren verlassen mussten. Theodore Jaracz, einer der beiden anwesenden Brüder von der leitenden Körperschaft, sprach über das Thema „Uns als Diener Gottes empfehlen“. Er wies die langjährigen Treuen darauf hin, dass es ohne ihr Ausharren keinen Grund zum Bauen gegeben hätte. Mit den Worten des Apostels Paulus an die Korinther unterstrich er, dass ein echter Diener Gottes viel Wert auf die Frucht des Geistes legt, durch die er überhaupt erst unter Schwierigkeiten, Prüfungen und Verfolgungen ausharren kann. „Ihr habt euch als Diener Gottes empfohlen“, sagte er. „Wir mussten dieses neue Zweigbüro bauen, weil sich das Werk ausdehnt.“

      2004 wurde ein neues vierstöckiges Wohngebäude mit 32 Zimmern fertig gestellt. Fast 1 000 Quadratmeter in der Druckerei wurden so umgebaut, dass dort jetzt Platz ist für 47 Übersetzungsbüros sowie Archive, Besprechungsräume und eine Bibliothek.

  • Sambia
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2006
    • [Bilder auf Seite 251]

      Freudige Arbeiter beim Bau des derzeitigen Zweigbüros in Lusaka

      [Bilder auf Seite 252, 253]

      (1, 2) Vor kurzem gebaute Königreichssäle

      (3, 4) Das sambische Zweigbüro in Lusaka

      (5) Stephen Lett bei der Bestimmungsübergabe der Zweigerweiterungen (Dezember 2004)

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