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  • Das ehemalige Jugoslawien
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2009
    • 1997 wurde aus diesem Bethel ein Zweigbüro.

      Als die leitende Körperschaft den Bau eines neuen Bethels genehmigte, suchte man ein geeignetes Grundstück. Die Brüder sahen sich 40 Bauplätze an und entschieden sich dann für ein Grundstück bei Kamnik, das 20 Kilometer von der Hauptstadt entfernt am Fuß der Alpen liegt. Man stellte den Bauantrag, bekam die Genehmigung, schloss einen Vertrag mit einer Baufirma und lud internationale Baufachleute ein. Es konnte losgehen — so schien es jedenfalls.

      Nachdem die Öffentlichkeit von dem Projekt erfahren hatte, regte sich in der Nachbarschaft Widerstand. An dem Tag, als die Bauarbeiten anfangen sollten, versperrten Demonstranten die Zufahrt zur Baustelle. Außerdem hängten sie überall Transparente auf. Sechs Tage später, um die Mittagszeit, kamen städtische Arbeiter in Begleitung von 30 Polizisten, um die Barrikaden zu entfernen. Die Polizisten wurden von den Demonstranten wüst beschimpft. Inzwischen war der Baubeginn aber verschoben worden, sodass zu dem Zeitpunkt weder die Brüder noch die Baufirma vor Ort waren. Durch die Verzögerung beruhigte sich die Lage und man bemühte sich um eine friedliche Lösung.

      Insgesamt drei Mal wurde der Bauzaun von Demonstranten abgerissen. Doch nach einem Monat konnte man endlich mit Bauen anfangen und von da an verlief alles ziemlich ruhig. Die Angriffe auf Jehovas Zeugen hatten einen positiven Nebeneffekt, weil ein Medienereignis daraus wurde. Es gab über 150 Fernseh-, Rundfunk- und Zeitungsberichte zu dem Projekt. Nach ungefähr elf Monaten war der Bau fertig, und im August 2005 konnte die Bethelfamilie einziehen.

      Seither lebt man in bestem Einvernehmen miteinander. Viele Nachbarn haben das Bethel besichtigt. Ein ehemaliger Gegner interessierte sich sehr für das Projekt. Er erkundigte sich, wer wir sind und was wir da drinnen machen. Bei einer Besichtigung war er von der Freundlichkeit der Mitarbeiter und der Sauberkeit des Gebäudes tief beeindruckt. Er sagte zu den Brüdern: „Die Nachbarn fragen mich andauernd, ob ich jetzt auf eurer Seite bin. Ich sage dann immer, dass ich so, wie ich früher gegen euch war, jetzt für euch bin, weil ihr einfach nette Menschen seid.“

      Am 12. August 2006 herrschte große Freude, als Theodore Jaracz von der leitenden Körperschaft die Ansprache zur Bestimmungsübergabe hielt. Es waren 144 Brüder und Schwestern aus 20 Ländern mit dabei. Außerdem sprach er bei einer besonderen Zusammenkunft in Ljubljana zu 3 097 Zuhörern aus Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina.

  • Das ehemalige Jugoslawien
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2009
    • [Bild auf Seite 251]

      Ehemaliges Bethel in Ljubljana (2002)

      [Bild auf Seite 253]

      Bethel in Kamnik (2006)

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