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ZypernJahrbuch der Zeugen Jehovas 1995
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Neue Zweiggebäude
Im Jahr 1981 wurden im Zweigbüro der Gesellschaft auf Verwaltungsebene einige Änderungen vorgenommen. Don Rendell, der zu der Zeit im Bethel in Griechenland diente, wurde gebeten, nach Zypern zurückzukehren, um sich dort als Koordinator des Zweigkomitees der Belange des Zweiges anzunehmen. Im darauffolgenden Jahr schloß sich ein zyprisches Ehepaar griechischer Abstammung, Andreas Kontoyiorgis und seine Frau Maro, die vorher als Sonderpioniere in England tätig waren, der Bethelfamilie auf Zypern an. Da die Gebäude in Limassol inzwischen zu klein geworden waren, freute die Bethelfamilie sich sehr, als die leitende Körperschaft im Jahr 1985 die Genehmigung für den Bau eines neuen Zweiggebäudes erteilte.
Obwohl die Brüder am liebsten sofort mit der Arbeit begonnen hätten, mußten zunächst einige Probleme gelöst werden. Wo sollte das neue Gebäude errichtet werden? Es wurde beschlossen, zu diesem Zweck das Grundstück in Limassol, das dem Verein der Zeugen Jehovas auf Zypern gehörte, zu verwenden. Die Baupläne wurden 1987 bei der Kommunalbehörde eingereicht, und die Baugenehmigung wurde beantragt. Aber sobald bekannt wurde, daß Jehovas Zeugen bauen wollten, sammelten Vertreter der griechisch-orthodoxen Kirche in der Nachbarschaft Unterschriften für ein Protestschreiben. Das Ergebnis war, daß die Behörden die Baugenehmigung nicht erteilten. Als Grund gaben sie zum einen an, daß dadurch „die öffentliche Ordnung und Sicherheit gewahrt bliebe, die durch die Erteilung einer Baugenehmigung gefährdet würde“, und zum anderen den „Zweck, zu dem das geplante Gebäude benutzt werden soll“.
Da der Ablehnung offensichtlich religiöse Vorurteile zugrunde lagen, brachten die Brüder die Angelegenheit vor Gericht. Dort wurde eine Entscheidung zugunsten von Jehovas Zeugen gefällt. Im Urteilsspruch wurde erklärt, die Kommunalbehörde habe „kein Recht, die Anfrage zur Erteilung einer Baugenehmigung aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung abzuweisen“. Weiter hieß es: „Aber der weitere angegebene Grund, nämlich der ‚Zweck, zu dem das geplante Gebäude benutzt werden soll‘ ..., gibt das wahre Motiv preis, warum der Antrag der Antragsteller abgelehnt worden ist.“ Es erwies sich als nützlich, daß diese Angelegenheit gerichtlich geregelt worden war.
Noch bevor das Gericht sein Urteil verkündete, wurde es aber immer offenkundiger, daß es unklug wäre, das Zweigbüro in einem Gebiet zu errichten, wo solch ein erbitterter Widerstand geleistet wurde. Es war eine glückliche Fügung, daß genau zu der Zeit ein Bruder, der ein Grundstück in Nissou besaß, einem Dorf nur wenige Kilometer von Nikosia entfernt, dieses der Gesellschaft zum Kauf anbot. Auf dem 0,4 Hektar großen Stück Land stand ein Gebäude mit vier Wohnungen. Hinter dem Haus war ein Garten mit Zitronenbäumen, und vorn hatte es eine von Palmen und blühenden Sträuchern umgebene Veranda. Gleich nebenan war der Königreichssaal. Für die Belange des Zweiges war dieses Grundstück einfach ideal. Es war hier mehr Platz vorhanden, als in Limassol zur Verfügung gestanden hätte. Die nötigen Umbauarbeiten waren nicht der Rede wert, das Grundstück lag zentral, und die Nachbarschaft war uns freundlich gesinnt. Nachdem das Verlagskomitee der leitenden Körperschaft seine Zustimmung gegeben hatte, wurde das Grundstück 1988 gekauft, und im Juni desselben Jahres zog die Bethelfamilie ein.
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ZypernJahrbuch der Zeugen Jehovas 1995
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[Bilder auf Seite 108, 109]
Gegenwärtiges Zweigbüro und Bethelfamilie auf Zypern
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