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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2001
    • Neue und erweiterte Zweigbüros

      Damit man sich um die wachsende Zahl der Zeugen Jehovas kümmern und sie für den Predigtdienst ausrüsten kann, sind auch geeignete Zweigbüros nötig. Eine ganze Anzahl wurde im vergangenen Jahr der Bestimmung übergeben. In diesen Gebäuden sind weltweit insgesamt 19 587 ordinierte Diener beschäftigt — alles Mitglieder der ordensähnlichen Gemeinschaft der Sondervollzeitdiener.

      SÜDAFRIKA: Als 1987 die Zweiggebäude in Krugersdorp fertiggestellt worden waren, schienen sie größer als nötig zu sein. Aber nur 12 Jahre danach wurden das erweiterte Bürogebäude, drei neue Wohnhäuser, eine Lkw-Reparaturwerkstatt und ein geräumiges neues Versandlager der Bestimmung übergeben.

      Seit Ende des kalten Krieges ist die zunehmende Freiheit für Jehovas Volk ein Grund zur Freude. In Ländern wie Ruanda, Malawi, Mosambik und Angola wurde das Verbot der Zeugen Jehovas aufgehoben. Seit Fertigstellung der Zweiggebäude im Jahr 1987 haben zehn der Länder, die aus Südafrika Lieferungen erhalten, insgesamt eine 148prozentige Zunahme an Verkündigern erlebt! (Allein Mosambik hatte in den 12 Jahren eine Zunahme von insgesamt 523 Prozent.)

      Ferner führte ein Regierungswechsel in Südafrika und der Abbau der Apartheid zu weniger Beschränkungen bei der Ein- und Ausreise im innerafrikanischen Reiseverkehr. Der südafrikanische Zweig hat nun mehr Möglichkeiten, Güter in Nachbarländer zu senden. Außer Zeitschriften, Broschüren und anderes Material zu drucken, lagert der Zweig Literatur und bearbeitet Versammlungsbestellungen für eine Reihe umliegender Länder. Als der Bau von Kongreß- und Königreichssälen in Afrika an Schwung zunahm, stellte Südafrika die Baumaterialien für andere Zweige zur Verfügung.

      Andere Faktoren: Im Gebiet des südafrikanischen Zweiges hat die Zahl der Königreichsverkündiger von 1987 bis heute um 62 Prozent zugenommen. In den letzten paar Jahren mußte die Übersetzungsabteilung vergrößert werden, um die zusätzliche Arbeit bewältigen zu können, die wegen der Übersetzung der Bibel in sieben einheimische Sprachen anfällt — Afrikaans, Pedi, Sutho, Tsonga, Tswana, Xhosa und Zulu. Kein Wunder, daß dieser wichtige Bereich im südafrikanischen Zweig erweitert werden mußte.

      Am 23. Oktober 1999 wurden daher die erweiterten Zweiggebäude in Südafrika eingeweiht. Daniel Sydlik, ein Mitglied der leitenden Körperschaft, der bei diesem Anlaß zugegen war, hielt den interessanten Vortrag mit dem Thema „Bestimmungsübergaben, die die Herrlichkeit Gottes widerspiegeln“.

      JAPAN: Ein paar Wochen später, am 13. November, wurden die erweiterten Zweiggebäude in Ebina (Japan) eingeweiht. Zu der Erweiterung gehören zwei 12geschossige Wohngebäude und ein 4geschossiges Wirtschaftsgebäude. Das Projekt wurde in dreieinhalb Jahren von über 70 erfahrenen International Servants und Volunteers fertiggestellt, die mit ungefähr 2 000 einheimischen Lang- und Kurzzeitmitarbeitern zusammenwirkten.

      Das Programm zur Bestimmungsübergabe fand 50 Jahre nach dem Eintreffen der ersten Missionare der Watch Tower Society in Japan statt. Einige dieser Missionare, die noch in Japan tätig sind, waren zusammen mit den reisenden Aufsehern aus Japan, anderen langjährigen Dienern Jehovas und 344 Delegierten aus 37 anderen Ländern bei diesem Anlaß zugegen.

      Als die ersten Missionare nach dem Zweiten Weltkrieg in Tokio eintrafen und dort die Predigttätigkeit neu belebten, gab es in Japan nur eine Handvoll treuer Anbeter Jehovas. Heute gibt es über 221 000 aktive Königreichsverkündiger, die die gute Botschaft in jedem Winkel des Landes verkündigen. Die biblische Literatur wird in Japan nicht nur in 27 Sprachen gedruckt, sondern von dort aus auch in andere Länder versandt; außerdem leistet das Zweigbüro unter Anleitung der leitenden Körperschaft einigen asiatischen Ländern in Verbindung mit der Predigttätigkeit unmittelbare Hilfe.

      Am Tag nach der Bestimmungsübergabe sprach Theodore Jaracz, ein Mitglied der leitenden Körperschaft, bei einer besonderen Zusammenkunft im Internationalen Stadion von Yokohama zu einer Zuhörerschaft von 61 323 Personen. Die Zahl derer, die an 41 Orten im ganzen Land miteinander verbunden waren, betrug insgesamt 269 376. Das Programm umfaßte Berichte von ausländischen Delegierten, und alle Anwesenden wurden durch den Vortrag von Bruder Jaracz mit dem Thema „Die Belehrung Jehovas — nützlich für heute und für die Ewigkeit“ sehr ermuntert, weiterhin geistige Fortschritte zu machen.

      BENIN: Dieses westafrikanische Land erweist sich in der geistigen Ernte als ein ertragreiches Feld. Es gibt dort 6 343 Verkündiger der guten Botschaft, und gut die Hälfte ließ sich in den 1990er Jahren taufen.

      Um dieser wachsenden Menge wahrer Anbeter dort und in Niger zu dienen, wurden am 1. Januar 2000 in Abomey-Calavi (Benin) neue Zweiggebäude, ein neuer Kongreßsaal und ein Missionarheim der Bestimmung übergeben. Gerrit Lösch, ein Mitglied der leitenden Körperschaft, nutzte die Gelegenheit, um zwei wichtige Gedanken hervorzuheben: 1. Der wichtigste Grund, warum wir Jehova dienen, ist nicht unsere Hoffnung auf ewiges Leben, sondern die Liebe zu ihm. 2. Lesen wir Gottes Wort, die Bibel, jeden Tag. Welch praktische Ermahnungen!

      MYANMAR: Ein paar Wochen nach der Bestimmungsübergabe in Benin wurden die neuen Zweiggebäude in Myanmar eingeweiht. Das Zweigbüro war dort 1947 gegründet worden. 1977 gelangte die Gesellschaft in den Besitz eines Grundstücks, auf dem geeignete Gebäude gebaut werden konnten. Welch große Schwierigkeiten doch überwunden werden mußten! Für Jehovas Zeugen war es bis dahin nicht möglich gewesen, sich gesetzlich eintragen zu lassen. Wie konnten sie also eine Baugenehmigung erhalten? Baumaterialien müßten eingeführt werden. Aber wie war das zu verwirklichen, da solche Genehmigungen noch nie irgendeiner Organisation erteilt worden waren? Brüder aus dem Ausland zur Mithilfe bei Bauarbeiten zu bekommen schien unmöglich, da für solch eine Arbeit nur dann ein Visum ausgestellt wurde, wenn die Regierung ein Projekt selbst förderte. Damit nicht genug, ging eine Frau vor Gericht und behauptete, das Grundstück, das seit über 20 Jahren im Besitz der Gesellschaft ist, gehöre in Wirklichkeit ihr. Doch plötzlich lösten sich die Probleme in Luft auf. Die Regierung verfuhr in jedem der Punkte, die zuvor ein Hindernis waren, anders. Und als mit dem Bau begonnen wurde, wies das Gericht die Forderung der Frau ab, die versucht hatte, das Grundstück zu bekommen.

      Das meiste Baumaterial schickten die Brüder aus Australien als Geschenk; weiteres Material kam aus Malaysia, Singapur und Thailand. Die Brüder kamen aus Australien, Deutschland, Fidschi, Griechenland, Großbritannien, Neuseeland und den Vereinigten Staaten, um bei den Arbeiten mitzuhelfen, und die einheimischen Zeugen unterstützten sie. Als die fertiggestellten Gebäude am 22. Januar 2000 anläßlich des Besuchs von John E. Barr, einem Mitglied der leitenden Körperschaft, der Bestimmung übergeben wurden, fühlten sich die Anwesenden gedrängt zu sagen: „Jehova hat Großes getan durch das, was er mit uns getan hat. Wir sind fröhlich geworden“ (Ps. 126:3).

  • Höhepunkte des vergangenen Jahres
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2001
    • [Bilder auf Seite 27]

      (1) Myanmar, (2) Benin, (3) Südafrika, (4) Japan

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