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  • Jehovas Zeugen — Jahrbuchbericht 1996
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1996
    • Außer den Bauarbeiten, die in der Weltzentrale durchgeführt wurden, wurde letztes Jahr in 54 Ländern am Neubau oder an einer Erweiterung von Zweiggebäuden gearbeitet. Einige Projekte waren im Planungsstadium. Andere wurden fertig. Unsere Brüder in den folgenden sechs Ländern freuten sich darüber, daß im letzten Dienstjahr die Bestimmungsübergabe der Zweigeinrichtungen stattfand.

      REPUBLIK KOREA: Das koreanische Zweigbüro steht in Kongdo, 67 Kilometer südlich von Seoul. Seit 1982, als das Zweigbüro dorthin verlegt wurde, mußten die Anlagen viermal erweitert werden. Durch die letzte Erweiterung wurde die Größe des Zweiges fast verdoppelt. Am 8. Oktober 1994 wurden die neuen Gebäude der Bestimmung übergeben, und Bruder Lloyd Barry von der leitenden Körperschaft hielt den Vortrag: „Freut euch vor dem Baumeister!“ Angesichts der Beweise dafür, daß Jehova ihren Dienst segnet, sind Jehovas Zeugen in Korea hoch erfreut.

      Der Same der biblischen Wahrheit gelangte vor dem Ersten Weltkrieg nach Korea. Als das Zweigbüro vor dreizehn Jahren nach Kongdo verlegt wurde, betrug die Verkündigerhöchstzahl 30 237. Im August 1994 waren es 77 542 — davon 40 Prozent Pioniere.

      Die Zweiggebäude mußten erweitert werden. Was kam hinzu? Das ganze Bürogebäude ist neu und hat viel Platz für die Dienstabteilung, den Krankenhausinformationsdienst, die Korrespondenz, die Kasse und die Übersetzungsabteilung. Das Druckereibüro, die Abteilungen für Elektronik, Computer, MEPS und Reproduktion sind in einer neuen Umgebung, und andere Arbeitsbereiche in der Druckerei haben jetzt mehr Platz. Das Bethelheim hat 56 neue Zimmer, eine neue Küche, einen angenehmen Speisesaal, neue Räumlichkeiten für die Gesundheitspflege, eine neue Bibliothek und eine neue Wäscherei. Es gibt auch einen ansprechenden und komfortablen neuen Königreichssaal.

      Am Tag nach der Bestimmungsübergabe fand in der Sporthalle von Suwon eine besondere Zusammenkunft statt, bei der Bruder Barry noch einmal sprach. Dreizehn weitere Orte waren mit der Sporthalle über eine Telefonleitung verbunden, und insgesamt wurden 95 883 Besucher gezählt. Offenbar sind in Korea noch viele bereit, Jehovas Wege kennenzulernen und auf seinen Pfaden zu wandeln.

      TAIWAN: Am darauffolgenden Wochenende, das heißt am 15. Oktober, wurden auf der Insel Taiwan, die etwa 145 Kilometer vor der Küste Chinas liegt, neue Zweiggebäude der Bestimmung übergeben. Auch hier war es Bruder Barry, der die Einrichtungen der Bestimmung übergab. Vor 42 Jahren war er das erste Mal auf Taiwan, als es nur eine Handvoll Zeugen Jehovas gab — zumeist vom Stamm der Ami —, die mit der Versammlung verbunden waren.

      Am Bau des Zweigbüros waren Brüder aus Übersee und einheimische Zeugen beteiligt. Bisweilen arbeiteten sogar 50 Prozent der einheimischen Verkündiger an dem Projekt. Einige fuhren bis zu 9 Stunden (eine Fahrt) mit dem Bus, um sich an den Arbeiten beteiligen zu können. Acht Schwestern vom Stamm der Ami halfen mit, vor dem Speisesaal Grassoden zu verlegen. Die jüngste war 60 Jahre alt und die älteste 84! Diese Schwestern fingen morgens um 4.30 Uhr mit der Arbeit an. Eigentlich wollten sie schon um 4 Uhr beginnen, aber dafür war es draußen noch zu dunkel. Den gleichen Eifer bekunden sie auch beim Predigen.

      Cyril Charles, ein Gileadabsolvent, der jetzt in Hongkong lebt, berichtete anläßlich des Programms der Bestimmungsübergabe über seinen Dienst auf Taiwan im Jahr 1949, als er 28 Jahre zählte. Das Leben unter der Ami-Bevölkerung bedeutete: keine Elektrizität, keine sanitären Anlagen und keine Matratzen. Aber die Angehörigen des Ami-Stammes offenbarten Liebe zur biblischen Wahrheit. Als Bruder Charles beschloß, einige im Haus-zu-Haus-Dienst zu schulen, wollten alle mitmachen. Auf dem Weg ins Gebiet schlossen sich ihm 70 Personen an, die aus südlicher Richtung kamen, und weitere 70 aus nördlicher Richtung. Kurz danach kamen noch 100 weitere dazu. Alle wollten mit Bruder Charles von Haus zu Haus gehen. Seither sind alle, die den ernsthaften Wunsch hegten, Jehova zu dienen, gut geschult worden.

      Missionare, die sechs Jahre später und danach eintrafen, wurden zu Vorkämpfern des Werkes unter den Chinesen, die einen großen Anteil der Bevölkerung ausmachen. Sechsundzwanzig frühere Missionare kamen an diesem Wochenende zur Bestimmungsübergabe wieder nach Taiwan. Sie freuten sich nicht nur über die ansprechenden neuen Zweiggebäude, sondern auch darüber, daß diejenigen, mit denen sie früher studiert hatten, vielen anderen geholfen haben, Lobpreiser Jehovas zu werden.

      Harvey Logan, der Koordinator des Zweigkomitees, und seine Frau Kathleen (beide Gileadabsolventen) dienen hier seit 1962. Allein in den vergangenen 10 Jahren konnten sie eine 150prozentige Zunahme beobachten.

      ECUADOR: Im November, einen Monat später, wurden Erweiterungsbauten des Zweigbüros in Ecuador der Bestimmung übergeben. Die Gebäude liegen 23 Kilometer von der Hafenstadt Guayaquil entfernt.

      Erst sieben Jahre zuvor, im Jahr 1987, wurde auf demselben Grundstück ein neues Zweigbüro der Bestimmung übergeben. Doch seither ist die Verkündigerdurchschnittszahl um 130 Prozent gestiegen. In derselben Zeit hat sich die Zahl der Bibelstudien um 120 Prozent erhöht. 1987 hatte Daniel Sydlik hier in einem Fußballstadion vor 14 322 Zuhörern einen Vortrag gehalten. In demselben Stadion hielt Bruder Henschel dann am 19. November 1994 vor 35 992 Anwesenden eine mitreißende Ansprache. Die reine Anbetung ist in Ecuador auf dem Vormarsch, und das erweiterte Zweigbüro ist ein ausgezeichnetes Zentrum, von wo aus die Unterweisung im Willen Jehovas bis in die entlegensten Winkel des Landes vordringen kann.

      SRI LANKA: Im Januar 1995 war es soweit, daß auch der Zweig auf Sri Lanka zwei schöne neue Gebäude der Bestimmung übergeben konnte. Welch eine Verbesserung es doch war, wenn man bedenkt, daß man seit 1953 — als das Zweigbüro eröffnet worden war — jeweils das geeignetste Zimmer in einem gemieteten Haus zum Büro umfunktionieren mußte! Jetzt gibt es endlich Einrichtungen, die unseren Gott ehren, mit einem Grundstück, dessen Anlagen unseren Glauben an Jehovas Vorsatz, die Erde zu einem Paradies zu machen, widerspiegeln.

      Unter denen, die beim Programm anwesend waren, befanden sich Claude Goodman, der hier 1930/31 gedient hat, Matilda Rajapakse (geb. Chapman), die jetzt über 90 ist und mindestens 80 Jahre mit den Ortsversammlungen verbunden ist und immer noch im allgemeinen Pionierdienst steht, Douglas King, der zweite Zweigdiener (wie man damals sagte), David Mercante, Zonenaufseher aus der Weltzentrale, der die Ansprache zur Bestimmungsübergabe hielt, und viele andere.

      Sri Lanka ist eine große Insel, der Südspitze Indiens südöstlich vorgelagert, wo etwa 18 000 000 Menschen leben. Für viele ist der Gruß „Ayubowan!“, der soviel wie „Mögest du lange leben!“ bedeutet, etwas Alltägliches. Unter den Gliedern des Volkes Jehovas ist er mehr als eine landläufige Begrüßung: Er drückt ihren Herzenswunsch aus. Damit im Einklang möchten sie allen Menschen auf Sri Lanka die Königreichsbotschaft in ihrer eigenen Sprache überbringen. Die neuen Einrichtungen werden dazu beitragen.

      Der Bau des Zweigbüros an sich war schon von erzieherischem Wert — nicht nur, was die Baumethoden anbetraf, sondern auch in geistiger Hinsicht. Durch das Projekt fühlten sich die Brüder auf Sri Lanka mit der internationalen Bruderschaft der Diener Jehovas enger verbunden. Die Baupläne wurden von Brüdern aus Amerika und Australien geliefert. Brüder aus Übersee arbeiteten fleißig und beaufsichtigten die Bauarbeiten; sie brachten den einheimischen Zeugen bei, wie man die Arbeit bewerkstelligen kann. Benötigte Materialien und finanzielle Mittel steuerten andere Zweige bei. Geduldig überwanden freiwillige Helfer Sprachschwierigkeiten, um die Zusammenarbeit zu ermöglichen. Alle haben ihre Wertschätzung für den weltweiten Aspekt der Organisation Jehovas vertieft, und die geistigen Bande sind gestärkt worden, durch die alles reibungslos abläuft.

      SURINAME: Die Bestimmungsübergabe des Zweigbüros in Suriname fand am 12. Februar 1995 statt. Doch alles, was sich im Vorfeld abspielte, rief Erstaunen hervor und löste bei allen Beteiligten Freude aus. 16 Kilometer westlich der Stadt Paramaribo wurde ein Grundstück für die neuen Zweiggebäude erworben. Aus vielen Ländern reisten Brüder an, um bei den Bauarbeiten mitzuhelfen. Aus allen Teilen Paramaribos strömten Menschen herbei und sahen den Beweis einer liebevollen internationalen Zusammenarbeit, und sie staunten darüber, wie unsere Schwestern mit Planierraupen und anderen schweren Baufahrzeugen umgingen. Lehrkräfte zeigten sogar ihren Schulklassen, was erreicht werden kann, wenn Menschen in e i n e m Geist zusammenarbeiten. Als das Projekt fertig war, strahlten beide Fernsehanstalten von Suriname ein Programm darüber aus.

      Zum Programm der Bestimmungsübergabe waren Brüder von Curaçao, aus den Niederlanden, aus Deutschland, Französisch-Guayana, Guyana und anderen Ländern gekommen. Dominick Piccone hielt in seiner Eigenschaft als Zonenaufseher die Ansprache zur Bestimmungsübergabe. Das Büro in diesen Einrichtungen wird eine Hilfe dabei sein, das Predigen der guten Botschaft in diesem Land mit einer Bevölkerung von 400 000 Einwohnern zu koordinieren.

      KAMERUN: Jehovas Zeugen in vielen Ländern sind begierig zu erfahren, was in Kamerun vor sich geht. Tatsächlich waren einige aus Benin, Frankreich, Gabun, Kanada, Nigeria und den Vereinigten Staaten am 1. April 1995 anwesend, als die vier zweigeschossigen Gebäude, aus denen der neue Zweigkomplex in Bonaberi (Douala) besteht, der Bestimmung übergeben wurden. Unter den Gästen waren auch sieben Missionare, die Ende der 50er Jahre und in den 60er Jahren in Kamerun gedient hatten. Jean-Marie Bockaert aus Frankreich hielt die Ansprache zur Bestimmungsübergabe.

      Im Jahr 1948 gab es nur 81 aktive Zeugen in Kamerun. Derzeit gibt es dort über 24 000, die Gott die Ehre geben, obwohl die Zeugen 23 Jahre unter strikten Einschränkungen zu leiden hatten. Zweifellos wird das neue Bethel mit seinen Einrichtungen für die Brüder von großem Wert sein, weil von dort aus die Tätigkeit des Volkes Jehovas beaufsichtigt wird, während an alle Kameruner großzügig die Einladung ergeht, zum Haus Jehovas hinaufzuziehen, seine Wege kennenzulernen und auf seinen Pfaden zu wandeln, damit sie ihm in der neuen Welt für immer heiligen Dienst darbringen können.

  • Jehovas Zeugen — Jahrbuchbericht 1996
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1996
    • [Bilder auf Seite 28, 29]

      Zweigeinrichtungen der Bestimmung übergeben:

      1. Taiwan

      2. Suriname

      3. Sri Lanka

      4. Ecuador

      5. Korea

      6. Kamerun

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