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  • Gemeinsame Bautätigkeit auf der ganzen Erde
    Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
    • Viele Tausende helfen gern mit

      Beim Bau eines Zweigbüros in Arboga (Schweden) dienten von den damals 17 000 Zeugen in Schweden etwa 5 000 als freiwillige Helfer. Die meisten waren lediglich willige Hilfskräfte, aber es gab auch genügend fähige Fachkräfte, die dafür sorgten, daß die Arbeit richtig gemacht wurde. Was war ihr Beweggrund? Liebe zu Jehova.

      Als ein Beamter von einem Vermessungsamt in Dänemark davon hörte, daß die Arbeiten an einem neuen Zweigbüro in Holbæk ausschließlich von Zeugen Jehovas ausgeführt werden sollten, hatte er Bedenken. Zeugen, die dort als freiwillige Helfer dienten, verfügten jedoch über das gesamte erforderliche Know-how. Wäre es trotzdem vorteilhafter gewesen, ein Bauunternehmen zu beauftragen? Experten von der städtischen Baubehörde besichtigten die Gebäude, als das Projekt beendet war, und äußerten sich lobend über die geleistete Qualitätsarbeit — etwas, was heute kaum noch anzutreffen sei, wenn für Geld gearbeitet werde. Der Beamte, der sich vorher besorgt gezeigt hatte, sagte lächelnd: „Wissen Sie, damals wußte ich nicht, was für eine Organisation Sie haben.“

      In Australien liegen die Städte weit über das Land verstreut; daher mußten die meisten der 3 000 Freiwilligen, die zwischen 1978 und 1983 an den Zweiggebäuden in Ingleburn arbeiteten, mindestens 1 600 Kilometer zurücklegen. Man organisierte jedoch Busreisen für Gruppen von Freiwilligen, und unterwegs erwiesen Versammlungen den Brüdern Gastfreundschaft, indem sie an den Rastorten für Mahlzeiten sorgten und den Reisenden Gesellschaft leisteten. Um mitarbeiten zu können, verkauften einige Brüder ihr Haus, gaben ihr Geschäft auf, nahmen Urlaub oder brachten andere Opfer. Erfahrene Handwerkerteams trafen ein — manche kamen mehrmals — und gossen Beton, hängten Decken ab oder errichteten Zäune. Andere Zeugen spendeten Material.

      Bei denen, die als freiwillige Helfer an diesen Projekten beteiligt waren, handelte es sich überwiegend um ungelernte Kräfte, aber mit etwas Schulung konnten etliche von ihnen wichtige Aufgaben übernehmen und leisteten vorzügliche Arbeit. Sie lernten, wie man Fenster baut, Baumaschinen bedient, Beton mischt oder Maurerarbeiten ausführt. Gegenüber Personen, die keine Zeugen Jehovas sind und von Berufs wegen dieselbe Arbeit verrichten, genossen sie deutliche Vorteile. Welche? Die Brüder, die Erfahrung hatten, gaben ihre Kenntnisse bereitwillig weiter. Niemand brauchte zu befürchten, daß ein anderer ihm die Arbeit wegnehmen würde; es gab für alle reichlich zu tun. Außerdem fühlte man sich angespornt, Qualitätsarbeit zu leisten, da die Tätigkeit ein Ausdruck der Liebe zu Gott war.

      Auf allen Baustellen bilden einige Zeugen den Kern der sogenannten Baufamilie. Als von 1979 bis 1984 in Selters/Taunus gebaut wurde, bestand dieser Kern in der Regel aus mehreren hundert Arbeitern. Weitere Tausende schlossen sich ihnen für verschieden lange Zeitspannen an, viele davon an Wochenenden. Dank guter Planung fanden freiwillige Helfer bei ihrer Ankunft reichlich Arbeit vor.

      Solange Menschen unvollkommen sind, entstehen Probleme; doch die Zeugen, die mit Bauvorhaben wie den hier erwähnten beschäftigt sind, bemühen sich, ihre Probleme durch die Anwendung biblischer Grundsätze zu lösen. Ihnen ist bewußt, daß christliches Verhalten wichtiger ist als rationelle Arbeitsmethoden. Daran erinnerten auf der Baustelle in Ebina (Japan) große Schilder mit Darstellungen von Arbeitern, auf deren Schutzhelmen in japanischen Schriftzeichen jeweils eine der Früchte des Geistes Gottes stand: Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde, Selbstbeherrschung (Gal. 5:22, 23). Besucher sehen und hören, wie sich ein solches Verhalten auswirkt. Ein Reporter, der das brasilianische Zweigbüro während der Bauzeit besichtigt hatte, beschrieb seine Eindrücke wie folgt: „Kein ungehobeltes Benehmen, kein Mangel an Zusammenarbeit ... Die christliche Atmosphäre hier ist ganz anders als das, was man im brasilianischen Baugewerbe gewohnt ist.“

  • Gemeinsame Bautätigkeit auf der ganzen Erde
    Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
    • Freiwillige, die im Ausland dienen

      Als immer mehr Einrichtungen dringend einer Erweiterung bedurften, traf man 1985 Vorkehrungen, um freiwillige Helfer ins Ausland zu senden. Nicht, daß man damals erst begonnen hätte, auf dem Bausektor international zusammenzuarbeiten, aber nun wurde eine besondere Art der Zusammenarbeit vom Hauptbüro aus sorgfältig koordiniert. Alle Teilnehmer sind Zeugen, die sich freiwillig für die Bautätigkeit außerhalb ihres eigenen Landes zur Verfügung stellen. Es sind Fachleute sowie Ehefrauen, die ihre Männer begleiten und mit anpacken, wo sie können. Die meisten bestreiten ihre Reisekosten selbst; niemand bekommt seine Arbeit bezahlt. Manche dienen für kürzere Zeit, gewöhnlich zwei Wochen bis drei Monate. Andere sind Langzeithelfer und bleiben mindestens ein Jahr, vielleicht sogar bis zum Abschluß des Projekts. Während der ersten fünf Jahre beteiligten sich über 3 000 Zeugen Jehovas aus 30 verschiedenen Ländern an diesem Programm, und weitere brannten darauf, je nach Bedarf ihre Fähigkeiten einsetzen zu dürfen. Sie sehen es als ein Vorrecht an, auf diese Weise etwas von sich selbst und von ihren Mitteln zu geben, um die Interessen des Königreiches Gottes zu fördern.

      Helfer, die im Ausland dienen, erhalten eine Unterkunft und werden mit Mahlzeiten versorgt. Oft müssen sie auf viele Annehmlichkeiten verzichten. Die einheimischen Zeugen sind für die Dienste dieser Brüder überaus dankbar und teilen, wenn möglich, ihre Wohnung mit ihnen, mag sie noch so bescheiden sein. Die Mahlzeiten werden meist auf der Baustelle eingenommen.

      Die Brüder, die aus fremden Ländern gekommen sind, sollen nicht die ganze Arbeit tun. Sie sind da, um gemeinsam mit der einheimischen Baumannschaft zu arbeiten. Darüber hinaus helfen womöglich Hunderte oder sogar Tausende aus dem Inland mit, sei es an den Wochenenden oder für jeweils eine Woche und mehr. In Argentinien arbeiteten 259 Freiwillige aus anderen Ländern mit mehreren tausend einheimischen Brüdern zusammen, von denen einige jeden Tag, andere für ein paar Wochen und viele weitere an den Wochenenden da waren. In Kolumbien half eine internationale Schar von über 830 Freiwilligen teils für längere, teils für kürzere Zeit. Dazu kamen noch über 200 einheimische Freiwillige, die das Projekt ständig unterstützten, sowie wenigstens 250 weitere Helfer an jedem Wochenende. Insgesamt beteiligten sich mehr als 3 600 verschiedene Personen.

      Sprachunterschiede können hinderlich sein, doch das hält diese internationalen Gruppen nicht davon ab zusammenzuarbeiten. Mit Zeichensprache, Mimik, gesundem Humor und dem Wunsch, eine Aufgabe zu erfüllen, die Jehova ehrt, kommt etwas zustande.

      Ein starkes Wachstum innerhalb der Organisation — und infolgedessen ein Bedarf an neuen Zweiggebäuden — ist manchmal in Ländern zu beobachten, wo es relativ wenige Bauhandwerker gibt. Für Jehovas Zeugen, die einander gern beistehen, ist das jedoch kein Hindernis. Sie arbeiten zusammen als Mitglieder einer weltweiten Familie, die nicht wegen Unterschieden in bezug auf Nationalität, Hautfarbe oder Sprache entzweit ist.

      In Papua-Neuguinea schulten freiwillige Helfer, die aus Australien und Neuseeland gekommen waren, je einen Einheimischen in ihrem Handwerk, so wie das Arbeitsministerium es verlangte. Dadurch wurden einheimische Zeugen, während sie mit Hingabe arbeiteten, in einem Beruf ausgebildet, der ihnen die Beschaffung des Lebensunterhalts für sich und ihre Familien erleichtern konnte.

      Als man in El Salvador ein neues Zweigbüro benötigte, schlossen sich den Brüdern dort 326 Freiwillige aus anderen Ländern an. Bei dem Projekt in Ecuador arbeiteten 270 Zeugen aus 14 Ländern an der Seite ihrer ecuadorianischen Brüder und Schwestern. Einige im Ausland tätige Helfer hatten einen Anteil an mehreren Bauprojekten, an denen zur selben Zeit gearbeitet wurde. Sie dienten abwechselnd auf Baustellen in Europa und in Afrika, je nachdem, wo ihre handwerklichen Fähigkeiten gerade benötigt wurden.

      Bis 1992 waren freiwillige Helfer bereits in 49 Zweige ausgesandt worden, um dort die einheimischen Baumannschaften zu unterstützen. In manchen Fällen waren diejenigen, denen dieses Programm zugute kam, in der Lage, wiederum anderen beizustehen. So leisteten etliche Filipinos bei Bauvorhaben in verschiedenen südostasiatischen Gebieten Hilfe, nachdem sie aus der mühevollen Arbeit von Freiwilligen aus dem Ausland Nutzen gezogen hatten; beim Bau des Zweigbüros auf den Philippinen hatten etwa 60 sogenannte International Servants längere Zeit und mehr als 230 sogenannte International Volunteers kürzere Zeit mitgewirkt.

  • Gemeinsame Bautätigkeit auf der ganzen Erde
    Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
    • [Kasten/Bilder auf Seite 338]

      Internationales Bauprogramm entspricht dringenden Bedürfnissen

      Wegen des raschen Wachstums der Organisation müssen auf der ganzen Erde ständig Bürogebäude, Druckereien und Bethelheime erweitert oder neu gebaut werden

      Freiwillige aus anderen Ländern helfen einheimischen Zeugen

      Spanien

      Die angewandten Baumethoden ermöglichen es vielen Freiwilligen mit begrenzter Erfahrung, wertvolle Arbeit zu leisten

      Puerto Rico

      Fachleute stellen sich gern zur Verfügung

      Neuseeland

      Griechenland

      Brasilien

      Haltbare Materialien senken auf lange Sicht die Instandhaltungskosten

      Großbritannien

      Persönliches Interesse an der Tätigkeit bewirkt, daß man Qualitätsarbeit leistet; es ist ein Ausdruck der Liebe zu Jehova

      Kanada

      Solche Projekte sind freudige Anlässe; viele bleibende Freundschaften werden geschlossen

      Kolumbien

      Ein Schild erinnerte Bauarbeiter in Japan an Sicherheitsvorkehrungen sowie an die Notwendigkeit, die Früchte des Geistes Gottes hervorzubringen

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