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ArgentinienJahrbuch der Zeugen Jehovas 2001
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Neue Zweiggebäude
Im Dezember 1984 wurde eine neue Höchstzahl von 51 962 Königreichsverkündigern erreicht. Dieses Wachstum bedeutete, daß mehr Literatur benötigt wurde, und das wiederum erforderte eine größere Druckerei. Um diesem Bedarf zu entsprechen, wurde in Buenos Aires in der Calle Caldas 1551 ein Gebäudekomplex gekauft und renoviert, um mehr Platz für die Druckerei und die Büros zu schaffen. Außerdem erwarb man in der Avenida Elcano 3850 (ebenfalls in Buenos Aires) eine verlassene Keramikfabrik; diese riß man ab und errichtete auf dem Grundstück ein wunderschönes neues Wohngebäude.
Insgesamt beteiligten sich 640 Vollzeitarbeiter an dem Bauprojekt, einschließlich der 259 Mitarbeiter vom internationalen Bauprogramm. An Wochenenden kamen außerdem Hunderte weiterer Helfer. Da es auf der Baustelle über 200 Freiwillige aus dem Ausland gab, kam es zu interessanten Situationen. Ein Bruder forderte auf einem Formular einmal 12 weiße palomos (männliche Tauben) an. Der für den Einkauf zuständige Bruder wunderte sich, wofür Vögel angefordert wurden. Wie sich herausstellte, brauchte der betreffende Bruder 12 pomos (Tuben) mit weißer Farbe.
Zur Zeit des Projekts herrschte in Argentinien galoppierende Inflation. Die Preise für Baumaterialien stiegen mitunter täglich dreimal, was für die Brüder vom Einkauf eine große Herausforderung war. In dieser Zeit vergaßen die Brüder vom Bau niemals die wichtigste Tätigkeit: das Predigen des Wortes Gottes. Ein Lieferant schickte des öfteren Vertreter auf die Baustelle, die nicht nur Materialbestellungen entgegennahmen, sondern auch ein gründliches Zeugnis erhielten. Insgesamt nahmen Mitarbeiter dieser Firmen 20 Zeitschriften und 5 Bücher entgegen, und im Büro des Inhabers lagen Zeitschriften aus.
Der Bau selbst erwies sich als ein Zeugnis. Die Brüder setzten die Tilt-up-Methode ein, bei der bewehrte Wandelemente auf der Baustelle betoniert und später mit einem Kran aufgestellt wurden. Es handelte sich um eine ungewöhnliche Bauweise, die bei einheimischen Bauunternehmern Aufsehen erregte. An Samstagen kamen gewöhnlich vormittags Schüler einer Hochschule für Architektur zur Besichtigung der Baustelle, und man lud sie zu einer Führung ein.
Im Oktober 1990 wurde dieser ansprechende Gebäudekomplex Jehova übergeben. Theodore Jaracz von der leitenden Körperschaft hielt die begeisternde Ansprache zur Bestimmungsübergabe, die sich auf Jesaja 2:2-4 stützte. Viele, die schon in der Anfangszeit mitgeholfen hatten, den Wahrheitssamen in Argentinien auszusäen, freuten sich, mit Gästen aus anderen Zweigen bei diesem freudigen Anlaß zugegen zu sein.
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Zusätzliche Erweiterung
Kaum waren die neuen Zweiggebäude der Bestimmung übergeben worden, da begann man schon mit einer Erweiterung des Druckereigebäudes in der Calle Caldas. Auf einem angrenzenden Grundstück entstand ein dreistöckiger unterkellerter Bau, um Lagerraum für Literatur zu schaffen. Eine Gruppe von 25 Freiwilligen stellte das Projekt in acht Monaten fertig.
Genau zu der Zeit, als mehr Büroraum gebraucht wurde, stand ein Gebäude zum Verkauf, das nur einen Häuserblock vom Bethel entfernt war. Da die Stadt die Vergabe von Baugenehmigungen zunehmend strenger handhabte, war der Kauf eines Grundstücks mit einem Gebäude eine vernünftige Alternative. Das Haus war zwar schon über 30 Jahre alt, aber es war mit hochwertigen Materialien erbaut worden; das Innere bestand aus Hartholz, und außen war es mit Marmor verkleidet. Das erworbene Gebäude wurde renoviert und beherbergt jetzt die Verwaltungsbüros sowie die Einkaufs- und Dienstabteilung, das Baubüro und die Buchhaltung. Es wurde 1997 — gleichzeitig mit dem Kongreßsaal in Cañuelas — der Bestimmung übergeben.
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