Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Dänemark
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1993
    • Ein neues Zweigbüro

      In der Zwischenzeit wurde ein anderes theokratisches Bauprojekt geplant. Im Zweigbüro in Virum war es sehr eng. Größere Räumlichkeiten wurden dringend benötigt.

      Ein geeignetes Stück Land wurde in der Stadt Holbæk gefunden, 72 Kilometer westlich von Kopenhagen. Das hügelige Gelände war 6 Hektar groß mit wunderschönem Blick auf den Fjord von Holbæk. Die Pläne wurden gezeichnet und der Bauantrag eingereicht. Aber als ein freundlicher leitender Mitarbeiter beim Vermessungsamt davon erfuhr, daß dieser Komplex mit einer Bodenfläche von 14 000 Quadratmetern von den Zeugen selbst gebaut werden sollte, riet er dringend davon ab.

      „Aber für Jehova ist nichts unmöglich“, bemerkt Filip Hoffmann, der das Projekt koordinierte. „Die Baufamilie machte sich mit durchschnittlich 200 Mann an die Arbeit, und an Wochenenden hatten sie gute Unterstützung von freiwilligen Helfern. Nicht einmal der kälteste Winter des Jahrhunderts, in dem die Temperaturen wochenlang bei minus 10 bis 20 Grad lagen, konnte sie aufhalten. Nach nur hundert Wochen waren die Gebäude am 21. Mai 1983 fertig zur Bestimmungsübergabe.

      Die Familie zieht in ihr neues Zuhause ein

      Im August 1982 zog die Bethelfamilie in das neue Zuhause ein. Ein Ehepaar, das nicht mit umzog, war Richard und Julia Abrahamson. Jahrelang war Bruder Abrahamson in dem Werk in Dänemark führend vorangegangen, und für viele war er ein Ansporn gewesen. Die dänischen Zeugen hatten beide, ihn und seine Frau, in ihr Herz geschlossen. Ende des Jahres 1980 wurden sie jedoch in das Hauptbüro der Gesellschaft in Brooklyn (New York) gerufen. So nahm die dänische Bethelfamilie Anfang Januar 1981 schweren Herzens Abschied von ihnen.

      Die Aufgabe, als Koordinator des Zweigkomitees zu dienen, wurde Jørgen Larsen übertragen, der seit 1951 Erfahrungen im Vollzeitdienst gesammelt hatte und zweimal die Gileadschule besuchte, nämlich 1959 und 1965. Zusammen mit seiner Frau Anna war er einige Jahre als Kreisaufseher gereist, und dann diente er im Bethel in der Dienstabteilung und in der Übersetzungsabteilung.

      Bestimmungsübergabe der Zweiggebäude

      Einige Tage vor der Bestimmungsübergabe wurde für Lieferanten und Behördenvertreter ein besonderer Empfang gegeben. Während einer Führung durch die Gebäude erwähnten sie den Brüdern gegenüber, wie sehr sie von der Auswahl der Baumaterialien, dem handwerklichen Können und der Ausstattung angetan waren — ein Qualitätsniveau, wie sie es in jungen Jahren kennengelernt, jedoch nie wieder gesehen hatten. Als man den leitenden Mitarbeiter des Vermessungsamts, der den Brüdern gut gesonnen war, an seine anfänglichen Befürchtungen erinnerte, lächelte er und sagte: „Wissen Sie, damals kannte ich Ihre Organisation noch nicht.“

      Die 700 Brüder und Schwestern, die zur Bestimmungsübergabe eingeladen worden waren, bewunderten nicht nur die schönen Gebäude, sondern waren auch von der Größe des Komplexes beeindruckt. So sagte Christian Rømer: „Ich bin vom Anblick der Gebäude überwältigt, vor allem wenn ich daran denke, wieviel Arbeit hineingesteckt wurde.“ Alle stimmten Daniel Sydlik von der leitenden Körperschaft zu, als er in seinem Vortrag zur Bestimmungsübergabe darauf hinwies, daß Opfer für Jehova uns etwas kosten. Das Bauprojekt kostete sowohl Geld als auch Anstrengungen, aber diese Opfer wurden freudig dargebracht, da sie dazu beitrugen, Jehovas Werk voranzutreiben.

      Geistige Bedürfnisse werden gestillt

      Die neuen Zweiggebäude boten genügend Platz, um einen lang gehegten Wunsch nach mehr Übersetzern erfüllen zu können, die nun in der Lage wären, neue Projekte in Angriff zu nehmen. Die Anzahl der Seiten des dänischen Wachtturms und Erwachet! wurden von 24 auf 32 erhöht; nun wurde auch das Jahrbuch in Dänisch herausgegeben, und man begann mit der Übersetzung des Buches Hilfe zum Verständnis der Bibel.

      Zwei Publikationen gingen in die Geschichte Dänemarks ein: Die Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift, herausgegeben im April 1985, und die Umfassende Konkordanz, die mit Hilfe von Computerprogrammen zusammengestellt wurde und 1988 erschien. Das war das erste Mal, daß eine Gruppe ohne das Dazutun der dänischen Volkskirche eine Übersetzung der ganzen Bibel herausgegeben hatte, und das erste Mal überhaupt, daß eine so umfassende Bibelkonkordanz in Dänisch gedruckt wurde.

      Inzwischen war es durch die zusätzlichen Räumlichkeiten in den neuen Gebäuden möglich geworden, an dem umfassenden Index der Wachtturm-Publikationen 1930—1985 zu arbeiten. Dieses wertvolle Werkzeug für Erforscher der Bibel wurde anläßlich des Kongresses im Jahr 1991 freigegeben. Auf diesem Kongreß gab es noch eine Neuheit — ein Buch, das gleichzeitig in den drei Sprachen veröffentlicht wurde, für die das dänische Zweigbüro zuständig ist. Das Buch Der größte Mensch, der je lebte wurde in Dänisch, Färöisch und Grönländisch freigegeben.

      Dadurch, daß ein neues Tonstudio eingerichtet wurde, ist es möglich, Tonbandkassetten von guter Qualität herzustellen. Bis jetzt wurden Aufnahmen von den Christlichen Griechischen Schriften und der Hälfte der Hebräischen Schriften gemacht; und um Sehbehinderten und solchen zu helfen, die Schwierigkeiten beim Lesen haben, werden Artikel aus dem Wachtturm auf Tonband aufgenommen und zweimal im Monat an 350 Abonnenten versandt.

      Ein weiterer Schritt nach vorn war der Wechsel zum computergesteuerten Fotosatz und zum modernen Offsetdruck. Arne S. Nielsen, der Fabrikaufseher, sagt dazu: „Das war eine Herausforderung und gleichzeitig ein Segen. Es bedeutete, daß fast alle Maschinen in der Druckerei ausgetauscht werden mußten und daß jeder lernen mußte, mit den neuen Maschinen umzugehen und dabei neue Arbeitsverfahren anzuwenden.“ Eine Bogenoffsetmaschine ist ständig in Betrieb, um die Zeitschriften in Dänisch, Isländisch und Grönländisch zu drucken. Als die dänischen Zeitschriften vierfarbig gedruckt werden sollten, stellte man eine weitere Druckmaschine in der Druckereietage auf.

  • Dänemark
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1993
    • [Bild auf Seite 133]

      Das neue Zweigbüro in Holbæk.

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen