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  • Der Buddhismus — Die Suche nach Erleuchtung ohne Gott
    Die Suche der Menschheit nach Gott
    • Die Erleuchtung — Was ist damit gemeint?

      17. (a) Wo und vor wem hielt Buddha seine erste Predigt? (b) Umreiße kurz die „vier edlen Wahrheiten“.

      17 Nach seiner Erleuchtung begann Buddha nach anfänglichem Zögern, andere seine neugefundene Wahrheit, dharma, zu lehren. In einem Hirschpark bei Benares hielt er vor fünf Bhikkhus — Jüngern oder Mönchen — seine erste und wahrscheinlich auch seine bedeutendste Predigt. Darin lehrte er, daß man, um Erlösung zu finden, den Weg des sinnlichen Vergnügens sowie den Weg der Askese meiden und den „mittleren Weg“ gehen müsse. Außerdem müsse man die „vier edlen Wahrheiten“ verstehen und beachten (siehe den Kasten auf der gegenüberliegenden Seite), die auf folgende Weise kurz zusammengefaßt werden können:

      1. Alle Existenz ist von Leiden gekennzeichnet.

      2. Leiden entstehen aus einem Verlangen oder einer Gier.

      3. Die Aufhebung der Gier hebt das Leiden auf.

      4. Der Weg zur Aufhebung des Leidens ist der „achtfache Pfad“, durch den das Verhalten, das Denken und das Glauben geregelt wird.

      18. Was sagte Buddha über die Quelle seiner Erleuchtung? (Vergleiche Hiob 28:20, 21, 28; Psalm 111:10.)

      18 Diese Predigt über den „mittleren Weg“ und über die „vier edlen Wahrheiten“ stellt das Wesentliche der Erleuchtung Buddhas dar und bildet den Inhalt der gesamten Lehren Buddhas. (Im Gegensatz dazu vergleiche Matthäus 6:25-34; 1. Timotheus 6:17-19; Jakobus 4:1-3; 1. Johannes 2:15-17.) Gautama behauptete nicht, daß er für seine Predigt von Gott inspiriert worden sei, aber mit den Worten „hat der Tathāgata die Kenntnis ... gewonnen“ gibt er sich selbst die Ehre. Es heißt, daß Buddha auf seinem Sterbebett zu seinen Jüngern sagte, sie sollten „zur Wahrheit stehen ... als zu ... [ihrer] Richtschnur ... und zu niemandem Zuflucht suchen ... außer zu sich selbst“. Nach den Worten Buddhas kommt also die Erleuchtung nicht von Gott, sondern dadurch, daß man sich persönlich bemüht, richtiges Denken zu entwickeln und gute Taten zu vollbringen.

      19. Warum wurde die Botschaft Buddhas damals gern angenommen?

      19 Es ist leicht, zu erkennen, warum diese Lehre von der damaligen indischen Gesellschaft gern angenommen wurde. Durch diese Lehre wurden einerseits die Habgier und die korrupten religiösen Bräuche der Brahmanen oder der Priesterkaste des Hinduismus und andererseits die strenge Askese der Anhänger des Dschainismus sowie anderer mystischer Kulte verurteilt. Buddhas Lehre machte auch den Opfergaben und Riten, den Myriaden von Göttern und Göttinnen und dem bedrückenden Kastensystem, das jeden Lebensbereich des Volkes beherrschte und es versklavte, ein Ende. Kurz gesagt, diese Lehre verhieß Freiheit für alle, die dem Weg Buddhas folgten.

  • Der Buddhismus — Die Suche nach Erleuchtung ohne Gott
    Die Suche der Menschheit nach Gott
    • [Kasten auf Seite 139]

      Die „vier edlen Wahrheiten“ Buddhas

      Buddha erläuterte seine grundlegende Lehre durch die sogenannten „vier edlen Wahrheiten“. Es folgt ein Zitat aus dem dhamma-cakka-ppavattna-sutta (G. J. Bellinger, Der große Religionsführer, München 1986, S. 68):

      ▪ „Dies, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit vom Leiden: Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Sterben ist Leiden; mit Unlieben vereint sein ist Leiden. Von Lieben getrennt sein ist Leiden. Nicht erlangen, was man begehrt, ist Leiden. ...

      ▪ Dies, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit von der Entstehung des Leidens: es ist der die Wiedergeburt erzeugende Durst, begleitet von Wohlgefallen und Begier, der hier und dort seine Freude findet: nämlich der Durst nach Lust, der Durst nach Werden und Dasein ...

      ▪ Dies, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit von der Aufhebung des Leidens: Die Aufhebung dieses Durstes durch restlose Vernichtung des Begehrens, ihn fahren lassen, sich seiner entäußern, sich von ihm lösen, ihm keine Stätte gewähren.

      ▪ Dies, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit von dem Weg, der hinführt zur Aufhebung des Leidens: Es ist dies der edle ,achtfache Pfad‘, der da heißt: rechtes Glauben, rechtes Denken, rechtes Sprechen, rechtes Tun, rechtes Leben, rechtes Streben, rechte Konzentration, rechtes Sichversenken.“

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