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Sonderaktion in Bulgarien von Erfolg gekröntDer Wachtturm 2010 | 15. September
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Mit so vielen willigen Helfern konnte man es in Angriff nehmen, gleich drei Städte durchzuarbeiten: Kasanlak, Sandanski und Silistra. Zusätzlich luden auch die Kreisaufseher in Bulgarien Pioniere und Verkündiger ein, die Sonderaktion zu unterstützen. So kam es, dass 382 „Erntearbeiter“ eifrig in Gebieten predigten, die vorher nur selten mit der guten Botschaft in Berührung gekommen waren.
Brüder aus den nächstgelegenen Versammlungen wurden beauftragt, Unterkünfte zu besorgen. Man mietete Wohnungen und günstige Hotelzimmer an. Die Brüder scheuten keine Mühe. Sie halfen den Anreisenden, sich zurechtzufinden, und kümmerten sich um alles Nötige. Außerdem wurden in allen drei Städten Räumlichkeiten gemietet, damit Versammlungszusammenkünfte abgehalten werden konnten. Das Programm bestritten die angereisten Brüder. Wie begeisternd war es doch, wenn sich dort, wo es keinen einzigen Zeugen gab, 50 Verkündiger zum Lobpreis Jehovas versammelten!
Die Teilnehmer der Aktion aus dem Ausland gingen mit Feuereifer ans Werk. Im Sommer klettert das Thermometer in Bulgarien öfter mal auf über 40 Grad. Aber diese eifrigen Brüder und Schwestern waren durch nichts zu bremsen. Schon in den ersten drei Wochen erhielt Silistra, eine Stadt an der Donau mit über 50 000 Einwohnern, ein gründliches Zeugnis. Deshalb beschloss man, auch in den umliegenden Ortschaften zu predigen. So wurde sogar Tutrakan erreicht, das 55 Kilometer westlich von Silistra liegt. Mit dem Dienst begann man in der Regel nicht später als 9.30 Uhr. Und nach einer Mittagspause ging es weiter bis mindestens 19.00 Uhr. Auch in Kasanlak und Sandanski predigten alle so fleißig, dass die Aktion auf die benachbarten Dörfer und Städte ausgeweitet werden konnte.
Was wurde erreicht?
In nur sieben Wochen wurde ein großartiges Zeugnis gegeben. Das erinnerte an die Tage der Apostel. Wie damals hätten die Einwohner sagen können: „Ihr habt unsere Stadt mit eurer Lehre erfüllt“ (Apg. 5:28). Bei der Aktion wurden über 50 000 Zeitschriften abgegeben und 482 Bibelstudien begonnen. Zur Freude aller wurde zum 1. September 2009 in Silistra eine Versammlung gegründet. Und in Kasanlak und Sandanski gibt es eine Gruppe. Wie schön ist es, dass Menschen, die durch diese besondere Aktion zum ersten Mal etwas von der guten Botschaft gehört haben, nun im Glauben wachsen.
In der ersten Woche der Aktion sprach eine Sonderpionierin aus Spanien eine Frau an, die in Silistra auf der Straße Zeitungen verkaufte. Karina war interessiert und kam zu einer Zusammenkunft. Sie nahm das Angebot eines Bibelstudiums gern an. Aber da ihr Mann Atheist ist, wollte sie im Park studieren. Ihre zwei Töchter nahmen auch an dem Studium teil. Besonders die ältere, Daniela, war von der biblischen Wahrheit sehr angetan. Sie las das Buch Was lehrt die Bibel wirklich? in einer Woche durch und wandte das, was die Bibel über den Gebrauch von Kultbildern sagt, sofort an. Und sie erzählte im Bekanntenkreis von der Wahrheit. Nur drei Wochen nachdem sie ihre erste Zusammenkunft besucht hatte, sagte sie zu der Schwester, die mit ihr studierte: „Ich fühle mich wie eine von euch. Was muss ich tun, damit ich auch mit predigen gehen kann?“ Daniela macht weiter gute Fortschritte und ihre Mutter und ihre jüngere Schwester ebenfalls.
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Sonderaktion in Bulgarien von Erfolg gekröntDer Wachtturm 2010 | 15. September
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Carina aus Spanien ist ledig und dient als allgemeiner Pionier. Sie war bei der Aktion in Silistra dabei. Danach gab sie ihre Arbeit in Spanien auf und zog nach Bulgarien, um die neue Versammlung in Silistra zu unterstützen. Von ihren Ersparnissen kann sie dort ein Jahr leben. Carina zu ihrer Entscheidung: „Ich bin so froh, dass Jehova mich hier in Bulgarien dienen lässt, und hoffe, möglichst lange bleiben zu können. Ich habe schon fünf Bibelstudien; drei besuchen bereits die Zusammenkünfte.“
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