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  • Liebst du kleine Tiere?
  • Erwachet! 1988
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Erwachet! 1988
g88 22. 2. S. 16-18

Liebst du kleine Tiere?

VIELE lieben sie nicht. Und ich war einer von ihnen, bis ich mir die Tierchen etwas näher ansah. Warum sich nicht einmal mit einigen Einzelheiten befassen, die ich über drei von ihnen kennengelernt habe?

Der japanische Rüsselkäfer

Im Mai sucht sich der japanische Rüsselkäfer ein geeignetes junges Blatt aus, zum Beispiel ein Eichenblatt. Zuerst trennt er in der Nähe des Blattansatzes alle Adern durch. Der Saftzustrom zum Blatt wird unterbrochen, und es welkt. Anschließend muß es gefaltet werden.

Wer schon einmal versucht hat, etwas Proviant hübsch in ein Blatt einzuwickeln, weiß, wie schwierig das ist. Doch dieses winzige Insekt, das nicht einmal 5 Millimeter lang ist, bringt es fertig. Mit allen sechs Beinen und den Freßwerkzeugen faltet das Weibchen das Blatt der Länge nach und beginnt, es von der Spitze aus zusammenzurollen. Etwas später hält es inne und legt ein Ei in eine Rippe des Blattes, bevor es endgültig zusammengerollt wird. Klugerweise rollt das Tierchen die Blattränder in die Mitte der Röhre, so daß das Blatt nicht wieder auseinandergeht.

Wenn das Junge aus dem Ei schlüpft, hat es bereits eine Wohnung und findet reichlich frische Nahrung vor. Das fest zusammengerollte Blatt bleibt innen frisch, so, wie die inneren Blätter eines Kohl- oder Salatkopfes. Dank der Vorbereitungen der talentierten Mutter ist die Larve so lange versorgt, bis sie sich nach drei bis vier Wochen der Außenwelt zeigt.

Ein wunderschöner Schmetterling

Nun betrachte einmal die Eier des japanischen Nationalfalters, des sasakia charonda. Schon diese sind schön. Von Ende Juli bis Mitte August kann man sie auf Blättern und Zweigen finden. Die Eier werden in Mengen von 20 bis 200 Stück abgelegt und sind nur etwa 1,5 Millimeter dick. Nach sechs bis acht Tagen schlüpfen die Larven. Sie knabbern das obere Ende des Eies auf, klettern heraus und verzehren die Schale des Eies. Wirklich ein sauberes kleines Geschöpf!

In den folgenden drei bis vier Monaten frißt und schläft die Larve nur und häutet sich mehrmals. Im November versteckt sie sich im Laub und versinkt in einen tiefen Schlaf. Etwa Anfang Mai wacht sie wieder auf, wirft ihre braune Winterhaut ab und setzt die Nahrungsaufnahme fort, diesmal mit größerem Appetit. Kurz darauf wird aus ihr eine Schmetterlingspuppe. Ihre ausgezeichnete Tarnung bietet ihr Schutz, da sie für ihre Feinde genauso aussieht wie ein Blatt, das sich im Wind bewegt.

Zu dieser Zeit ist das Insekt über zehn Monate alt. Gegen Ende Juni bricht die Hülle der Puppe auf, und heraus kommt ein wunderschöner Schmetterling. Seine Flügel- spannweite erreicht bis zu 11 Zentimeter. Da er nur ungefähr 40 Tage zu leben hat, kann man sagen, daß das Tier seine größte Schönheit erst kurz vor dem Lebensende erhält.

Eine fleißige Biene

Die Blattschneiderbiene nimmt sich viel Zeit, um sich einen passenden Platz für den Nestbau zu suchen. Es kann eine Aushöhlung in einem Stein sein, ein Hohlraum in einem Stück Holz oder Bambus oder ein Loch in der Erde.

Ist der Ort erst einmal ausgewählt worden, macht sich die Biene auf die Suche nach geeigneten Blättern, aus denen sie feine ovale Stückchen herausschneidet. Jedes faltet sie einmal und bringt es an den ausgewählten Ort. Um genügend Blätter zu bekommen, muß sie meist 20- bis 30mal ausfliegen.

In den folgenden zwei Tagen sammelt sie Nektar und Blütenstaub, fliegt jeweils zurück und lädt alles ab. Wenn sie genug Nahrung aufgehäuft hat, damit ihr Junges groß werden kann, legt sie ein Ei. Nicht damit zufrieden, daß sie ihr Ei sicher verstaut hat, geht die gewissenhafte Mutter nun daran, vollkommen runde Stücke aus Blättern zu schneiden. Mit einigen davon versiegelt sie die Zelle, in der sie ihr wertvolles Ei untergebracht hat. Wenn die Larve geschlüpft ist, kann sie sich an einer ausgeglichenen Kost aus Nektar (Kohlenhydrate) und Blütenstaub (Eiweiß) laben, für die ihre hart arbeitende Mutter gesorgt hat.

Nachdem ich ein paar Insekten näher betrachtet hatte, wurde mir bewußt, daß nur wenige Kenntnisse ausreichen, um viele Vorurteile gegenüber dem großartigen Schöpfer und Lebengeber solch kleiner Geschöpfe abzubauen, dessen Name Jehova ist. Vielleicht kannst auch du dir etwas Zeit dazu nehmen, dich an den kleinen Tierchen zu erfreuen. Es gibt sie überall.

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