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  • Ehelosigkeit — Eine Tür zur Tätigkeit ohne Ablenkung
    Der Wachtturm 1996 | 15. Oktober
    • Kein immerwährendes Ehelosigkeitsgelübde

      21. (a) Woraus geht deutlich hervor, daß Paulus nicht dazu ermunterte, ein Ehelosigkeitsgelübde abzulegen? (b) Was meinte er mit der Wendung „über die Blüte der Jugend hinausgehen“?

      21 Ein Kerngedanke des von Paulus gegebenen Rates ist, daß Christen „gut“ tun, in ihrem Leben Raum für die Ehelosigkeit zu schaffen (1. Korinther 7:1, 8, 26, 37). Er forderte sie jedoch nicht dazu auf, ein Ehelosigkeitsgelübde abzulegen. Ganz im Gegenteil, denn er schrieb: „Wenn aber jemand denkt, er verhalte sich gegenüber seiner Jungfräulichkeit ungehörig, wenn diese über die Blüte der Jugend hinausgeht, und es auf diese Weise geschehen sollte, so tue er, was er will; er sündigt nicht. Sie mögen heiraten“ (1. Korinther 7:36). Das mit „über die Blüte der Jugend hinausgehen“ übersetzte griechische Wort (hypérakmos) bedeutet wörtlich „nach dem höchsten Punkt“ und bezieht sich darauf, das stärkste geschlechtliche Verlangen hinter sich zu haben. Denjenigen, die einige Jahre unverheiratet geblieben sind und sich dann entschließen zu heiraten, steht es völlig frei, mit einem Mitchristen die Ehe einzugehen (2. Korinther 6:14).

  • Den Verpflichtungen als Ehemann und Ältester ausgeglichen nachkommen
    Der Wachtturm 1996 | 15. Oktober
    • 1, 2. Warum ist der priesterliche Zölibat nicht biblisch?

      IM ERSTEN Jahrhundert waren treue Christen darauf bedacht, ihrer Verantwortung, die sie auf verschiedenen Gebieten hatten, in ausgeglichener Weise nachzukommen. Meinte der Apostel Paulus mit der Aussage, ein Christ, der unverheiratet bleibt, werde „besser tun“, daß ein solcher Mann besser als ein Verheirateter geeignet ist, als Aufseher in der Christenversammlung zu dienen? Machte er dadurch tatsächlich die Ehelosigkeit zu einer Voraussetzung dafür, daß jemand Ältester werden kann? (1. Korinther 7:38). Von katholischen Geistlichen wird Ehelosigkeit gefordert. Doch ist der priesterliche Zölibat biblisch begründet? Die orthodoxen Kirchen gestatten ihren Gemeindepriestern, verheiratet zu sein, ihren Bischöfen dagegen nicht. Ist das im Einklang mit der Bibel?

      2 Viele der 12 Apostel Christi, der Gründungsmitglieder der Christenversammlung, waren verheiratet (Matthäus 8:14, 15; Epheser 2:20). Paulus schrieb: „Haben wir nicht die Befugnis, eine Schwester als Ehefrau umherzuführen, wie auch die übrigen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas [Petrus]?“ (1. Korinther 9:5). In der New Catholic Encyclopedia wird eingeräumt, daß „das Zölibatsgesetz kirchlichen Ursprungs ist“ und daß „Diener Gottes des N[euen] T[estaments] nicht zur Ehelosigkeit verpflichtet waren“. Jehovas Zeugen halten sich nicht an Kirchengesetze, sondern an das biblische Vorbild (1. Timotheus 4:1-3).

      Ältestenamt und Ehe sind vereinbar

      3. Welche biblischen Aussagen lassen erkennen, daß christliche Aufseher verheiratet sein können?

      3 Paulus forderte nicht, daß Männer, die zu Aufsehern ernannt werden, unverheiratet sein müssen, sondern er schrieb an Titus: „Aus diesem Grund habe ich dich auf Kreta gelassen, damit du die Dinge berichtigen mögest, die mangelhaft waren, und von Stadt zu Stadt Ernennungen älterer Männer [griechisch: presbýteros] vornehmest, wie ich dir Weisung gab; wenn irgendeiner frei von Anklage ist, der Mann e i n e r Ehefrau, der gläubige Kinder hat, die nicht der Ausschweifung oder der Widerspenstigkeit beschuldigt werden. Denn als Gottes Verwalter muß ein Aufseher [griechisch: epískopos, davon abgeleitet das Wort „Bischof“] frei von Anklage sein“ (Titus 1:5-7).

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