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  • Korinth — „Herr zweier Häfen“
    Der Wachtturm 2009 | 1. März
    • Strategisch wichtige Lage

      Korinth, gelegen am westlichen Rand des Isthmus, war „Herr zweier Häfen“, wie der griechische Geograf Strabo die Stadt bezeichnete: Lechaion am westlichen und Kenchreä am östlichen Ende der Landenge.

  • Korinth — „Herr zweier Häfen“
    Der Wachtturm 2009 | 1. März
    • Was vom Hafen in Kenchreä übrig blieb

      Das rund 11 Kilometer östlich von Korinth gelegene Kenchreä war Zielhafen der Seestraßen aus dem Osten. Durch schwere Erdbeben Ende des 4. Jahrhunderts u. Z. weitgehend zerstört, sind die Hafenanlagen heute größtenteils überflutet. Bei Strabo wird Kenchreä als geschäftiger und wohlhabender Hafen beschrieben, und der römische Philosoph Lucius Apuleius nannte ihn „einen sehr sicheren, schiffreichen Hafen“.

      Zur Römerzeit ragten dort zwei gegenüberliegende Molen hufeisenförmig ins Meer hinaus. Die Hafenöffnung dürfte 150 bis 200 Meter breit gewesen sein. Bis zu 40 Meter lange Schiffe konnten den Hafen anlaufen. Bei Ausgrabungen am südwestlichen Ende wurden Überreste eines Tempels gefunden, von dem man annimmt, dass er der Göttin Isis geweiht war. Ein Gebäudekomplex am entgegengesetzten Ende des Hafengeländes war vermutlich ein Aphroditeheiligtum. Beide Göttinnen galten den Seefahrern als Schutzpatroninnen.

      Dass der Apostel Paulus in Korinth seinem Handwerk als Zeltmacher nachgehen konnte, hatte möglicherweise mit dem Seehandel zu tun, der über den nahe gelegenen Hafen abgewickelt wurde (Apostelgeschichte 18:1-3). Das Buch In den Spuren des heiligen Paulus sagt dazu: „Als der Sommer mit den ersten Regenfällen sein Ende nahm und der Winter nahte, hatten die korinthischen Zeltnäher, die zugleich auch Segelmacher waren, fast mehr Arbeit, als sie bewältigen konnten. Da beide Häfen voll von Schiffen waren, die angesichts des Winters vor Anker gegangen waren und wieder flottgemacht werden wollten, solange das Meer noch unbefahrbar war, müssen die Schiffsmakler in Lechäum und Kenchreä für fast jeden Mann Arbeit gehabt haben, der imstande war, ein Stück Segeltuch zu flicken.“

      Um das Jahr 52 u. Z. bestieg Paulus in Kenchreä nach 18 Monaten Aufenthalt in Korinth ein Schiff nach Ephesus (Apostelgeschichte 18:18, 19). Irgendwann während der nächsten vier Jahre wurde in Kenchreä eine Christengemeinde gegründet. Wie die Bibel erwähnt, bat Paulus die Christen in Rom, eine Glaubensschwester namens Phöbe aus „der Versammlung in Kenchreä“ zu unterstützen (Römer 16:1, 2).

      Touristen, die heute im kristallklaren Wasser der Bucht von Kenchreä zwischen den Ruinen des versunkenen Hafens baden, sind sich wohl kaum bewusst, was für ein geschäftiges Treiben dort vor rund zwei Jahrtausenden herrschte und wie eifrig die Christen dort predigten.

  • Korinth — „Herr zweier Häfen“
    Der Wachtturm 2009 | 1. März
    • [Bild auf Seite 26]

      Hafen von Kenchreä

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