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Entschlossen, die Hände nicht erschlaffen zu lassenDer Wachtturm (Studienausgabe) 2018 | August
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BAUEN IN DER ZENTRALAFRIKANISCHEN REPUBLIK
Nach Haiti war meine nächste Missionarzuteilung die Zentralafrikanische Republik. Später durfte ich dort als reisender Aufseher und Zweigaufseher dienen.
Viele Königreichssäle waren damals extrem einfach. Ich lernte, im Busch Stroh zu sammeln und damit Dächer zu decken. Für alle, die vorbeikamen, muss es ein ziemliches Schauspiel gewesen sein, mich da herumwerkeln zu sehen. Für die Brüder war es ein Ansporn, sich mehr für den Bau und die Instandhaltung ihrer Königreichssäle einzusetzen. Die Geistlichen machten sich über uns lustig, weil unsere Säle kein Blechdach hatten wie ihre Kirchen. Doch wir bauten unsere Säle weiter unbeirrt mit Strohdächern. Das Lästern hörte mit einem Schlag auf, als ein Sturm über die Hauptstadt Bangui fegte. Der Wind nahm ein Kirchendach mit und es landete mit einem Knall auf der Hauptstraße. Unsere Strohdächer blieben heil. Um das Königreichswerk besser leiten zu können, bauten wir ein neues Zweigbüro und ein Missionarheim — und das auf den Tag genau in nur 5 Monaten.d
EINE EIFRIGE FRAU AN MEINER SEITE
Am Tag unserer Hochzeit
Im Jahr 1976 wurde das Werk in der Zentralafrikanischen Republik verboten und ich wurde nach N’Djamena versetzt, der Hauptstadt des benachbarten Tschad.
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Entschlossen, die Hände nicht erschlaffen zu lassenDer Wachtturm (Studienausgabe) 2018 | August
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Etwa zwei Jahre später wurde das Verbot in der Zentralafrikanischen Republik aufgehoben. Wir kehrten dorthin zurück und fingen mit dem Reisedienst an. Unser Zuhause war ein Kleintransporter mit einem Klappbett, einem 200-Liter-Fass Wasser, einem gasbetriebenen Kühlschrank und einem Gasbrenner. Das Reisen war nicht einfach. Einmal mussten wir durch 117 Polizeikontrollen!
Das Thermometer stieg oft auf 50 Grad. Auf Kongressen war es manchmal schwierig, genug Wasser für die Taufe zu finden. Also gruben die Brüder Löcher in Flussbetten und sammelten nach und nach genügend Wasser. Die Taufe wurde oft in einem Fass vorgenommen.
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