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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1987
w87 1. 5. S. 21

Königreichsverkündiger berichten

Ein Lohn für Treue

VOR 15 Jahren lernte Frau B. — damals ein 15jähriges Mädchen — in Italien die Wahrheit kennen. Aber sie machte keine Fortschritte. So kam es, daß sie einen Ungläubigen heiratete. Der Same der Wahrheit blieb jedoch in ihrem Herzen, und vor etwa einem Jahr erklärte sich Frau B. einverstanden, unter der Anleitung eines Zeugen Jehovas die Bibel zu studieren. Auch begann sie, die Zusammenkünfte zu besuchen. Ihr Mann nahm eine gegnerische Haltung ein und wurde sogar gewalttätig. Ja er drohte ihr, sie aus dem Haus zu jagen, und schlug sie so sehr, daß sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Eines Abends stürmte er während einer Zusammenkunft in den Königreichssaal, schlug einen Bruder, zertrümmerte die Glasfüllung der Eingangstür und schrie vor Zorn.

Als Frau B. nach Hause kam, stellte sie fest, daß ihr Mann sie ausgesperrt hatte. Sie ließ ihren Mut nicht sinken, ging zu den Karabinieri (Polizei) und meldete, was vorgefallen war. Anschließend übernachtete sie im Hause einer Tante. Nach zwei Tagen war ihr Mann damit einverstanden, daß sie nach Hause zurückkehrte.

Ihr Mann, der in der Stadt sehr bekannt ist, fing an, Jehovas Zeugen in der Öffentlichkeit zu denunzieren, indem er behauptete, sie hätten seine Ehe ruiniert. Die Geistlichkeit unterstützte ihn in diesem Feldzug gegen die Zeugen. Ein Priester ließ Aufkleber mit der Aufschrift herstellen: „JEHOVAS ZEUGEN, stören Sie bitte nicht den Frieden dieser Familie! VIELEN DANK!“ Diese Aufkleber ließ er an den Wohnungstüren in der Stadt anbringen. Jehovas Zeugen waren in aller Munde und wurden zur Zielscheibe des Spotts. Trotzdem setzten die Brüder mutig ihren Dienst fort und bekundeten sogar noch größeren Eifer als zuvor. Die meisten Familien in der Stadt hatten die Aufkleber gar nicht gewünscht. Wie es hieß, erhielten einige Jungen, die der Priester geschickt hatte, für das Anbringen der Aufkleber an den Türen 100 Lire.

Unterdessen teilte Herr B. seiner Frau mit, sie müsse die Wohnung verlassen, da er bereits eine gesetzliche Trennung beantragt habe. Doch in der Stadt bahnte sich eine Wende an. Eine örtliche Radiostation brachte eine Sendung, in der der Reporter im Zusammenhang mit diesem Fall von „einem Manöver mit einem fragwürdigen Beigeschmack“ und von „einem niederträchtigen Verhalten“ sprach. Unsere Brüder erklärten in der Sendung, daß vielen Familien die Aufkleber gewissermaßen aufgezwungen worden waren. Der Beweis lag darin, daß man die Aufkleber nachts angebracht hatte und einige sogar bei Zeugen Jehovas und bei Familien, denen ihre Besuche willkommen waren. Der Reporter lobte Jehovas Zeugen und bezeichnete sie als Menschen, die „außergewöhnlich höflich und sehr liebenswürdig sind“.

Nach einiger Zeit mußte das Ehepaar schließlich vor dem Richter erscheinen, da die von dem Mann beantragte gesetzliche Trennung eingeleitet werden sollte. Der Richter lobte Frau B. für ihren Wunsch, sich nicht trennen zu lassen, und sprach ihr bis zur Gerichtsverhandlung das Sorgerecht für die Kinder zu. Außerdem durfte sie mit den Kindern im Haus bleiben, und ihr Mann mußte ihr monatlich 250 000 Lire geben. Der Mann erhob dagegen Einspruch und sagte: „Das Haus gehört meiner Mutter, und meine Frau kann nicht darin bleiben.“ Der Richter antwortete: „Sie wollen Ehemann und Boß sein. Ihre Frau muß immer ja sagen, und weil sie einmal nein gesagt hat, bringen Sie die ganze Stadt in Aufregung. Wäre Ihre Frau Ihnen untreu geworden, so könnte ich das noch verstehen. Aber daß sie einem bestimmten Glauben den Vorzug gegenüber einem anderen gibt, sollte Sie doch nicht stören.“

Frau B. dient nun freudig Jehova (Matthäus 5:10). Die Leute in der Stadt haben ihre Einstellung geändert, und man kann mit ihnen ausgezeichnete biblische Gespräche führen. Sie geben im allgemeinen zu, daß Jehovas Zeugen den Familienfrieden nicht stören. Aufkleber, die noch an den Türen sind, haben keine Bedeutung mehr.

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