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  • Große Auswahl — Großer Frust?
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Erwachet! 2005
g05 22. 11. S. 31

Große Auswahl — Großer Frust?

„HEUTZUTAGE können wir unter mehr Angeboten auswählen als je zuvor“, heißt es in einem Artikel der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft. Das gilt für Produkte, Dienstleistungen, Beruf und sogar zwischenmenschliche Beziehungen. Es wäre logisch, daraus zu folgern: je mehr Auswahl, desto größer die Zufriedenheit im Leben. Erstaunlicherweise ist aber oft genau das Gegenteil der Fall. Wie lässt sich das erklären?

Die Zufriedenheit, so der Artikel, hänge oft mit der Einstellung zur Wahlfreiheit zusammen. Zum Beispiel würden manche enorme Mühe darauf verwenden, Beschriftungen zu lesen und neue Produkte zu untersuchen, sie würden auch mehr Zeit opfern, um ihre Kaufentscheidung mit der von anderen zu vergleichen — alles um die bestmögliche Auswahl zu treffen. Andere Konsumenten begnügten sich mit einer „halbwegs zufrieden stellenden Option“, obwohl es durchaus noch bessere Möglichkeiten gebe. Wenn sie das gefunden hätten, was ihren Standards entspreche, hörten sie mit der Suche auf.

Für Personen, die immer das Beste wollen, wird die Entscheidung immer schwieriger, je mehr Wahlmöglichkeiten sie haben. Treffen sie dann endlich eine Wahl, so Spektrum der Wissenschaft, „gehen ihnen die Alternativen, die sie aus Zeitmangel nicht erforschen konnten, nicht aus dem Kopf“. Letzten Endes sind sie „weniger zufrieden mit ihrem Leben, weniger glücklich, pessimistischer und deprimierter“. Das Fazit? „Das Übermaß an Angeboten [trägt] offensichtlich zu dem Unbehagen bei, das sich in den modernen Gesellschaften epidemisch ausbreitet.“

Die Autoren der Studie gaben allerdings auch Tipps, wie man Auswahlstress verringern kann. Sie raten:

● Wir können uns entschließen, unsere Optionen einzuschränken, wenn die Entscheidung nicht sehr wichtig ist. Machen Sie es sich beispielsweise zur Regel, beim Kauf von Kleidung nicht mehr als zwei Kaufhäuser aufzusuchen.

● Begnügen Sie sich mit einer Wahl, die Ihre Hauptanforderung erfüllt, statt lange nach dem kaum erreichbaren Allerbesten zu suchen. Und hören Sie auf, daran zu denken.

● Schränken Sie bewusst Ihre Grübeleien über scheinbar attraktive Eigenschaften von Optionen ein, die Sie verwerfen. Lernen Sie, sich auf die positiven Aspekte der getroffenen Wahl zu konzentrieren.

● „Wer nicht zu viel erwartet, wird nicht enttäuscht.“ Das mag zwar ein Gemeinplatz sein, ist aber ein vernünftiger Rat, wenn Sie mit dem Leben zufriedener sein wollen.

[Bildnachweis auf Seite 31]

Quelle: Spektrum der Wissenschaft

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