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  • Enthüllung eines heiligen Geheimnisses
    Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
    • 12. (a) Wie entwickelte sich in den Jahrhunderten nach den Tagen des Johannes der Abfall? (b) Wie entstand die Christenheit?

      12 Wie die Versammlungen im Jahre 96 u. Z. auf die Botschaften Jesu reagierten, wissen wir nicht. Wir wissen aber, daß der Abfall nach dem Tod des Johannes rasch um sich griff. „Christen“ hörten auf, den Namen Jehova zu gebrauchen, und in Bibelhandschriften ersetzte man ihn durch „Herr“ oder „Gott“. Bis zum vierten Jahrhundert war die Irrlehre von der Dreieinigkeit (Trinität) in die Versammlungen eingedrungen. Zur gleichen Zeit übernahm man den Begriff der unsterblichen Seele. Schließlich wurde die „christliche“ Religion von dem römischen Kaiser Konstantin staatlich anerkannt. Das führte zur Entstehung der Christenheit, in der Kirche und Staat gemeinsam tausend Jahre lang regierten. Es war leicht, ein „Christ“ nach dem neuen Stil zu werden. Ganze Stämme paßten ihre früheren heidnischen Glaubensansichten den Versionen dieser Religion an. Viele Führer der Christenheit wurden politische Tyrannen, die ihre falschen Ansichten anderen mit dem Schwert aufzwangen.

      13. Welchen Weg schlugen die abtrünnigen Christen trotz Jesu Warnung vor dem Sektierertum ein?

      13 Die abtrünnigen Christen ließen die an die sieben Versammlungen gerichteten Worte Jesu vollständig außer acht. Jesus hatte die Epheser ermahnt, die Liebe, die sie zuerst hatten, wieder aufleben zu lassen (Offenbarung 2:4). Nichtsdestoweniger führten Angehörige der Christenheit — da sie nicht mehr in der Liebe zu Jehova vereint waren — schreckliche Kriege gegeneinander und verfolgten sich gegenseitig auf grausame Weise (1. Johannes 4:20). Jesus hatte die Versammlung in Pergamon vor dem Sektierertum gewarnt. Doch schon im zweiten Jahrhundert entstanden Sekten, und heute ist die Christenheit in Tausende sich streitende Sekten und Religionsgemeinschaften aufgeteilt (Offenbarung 2:15).

      14. (a) Wie handelten die angeblichen Christen trotz Jesu Warnung vor geistigem Tod? (b) Inwiefern ließen die angeblichen Christen Jesu Warnung vor dem Götzendienst und der Unsittlichkeit außer acht?

      14 Jesus hatte die Versammlung in Sardes warnend darauf hingewiesen, daß sie in geistiger Hinsicht tot sei (Offenbarung 3:1). Wie die Glieder der Versammlung in Sardes, so dachten auch die angeblichen Christen sehr schnell nicht mehr daran, christliche Werke zu tun, und überließen das höchst wichtige Werk des Predigens einer kleinen bezahlten Klasse — der Geistlichkeit. Die Versammlung in Thyatira wurde von Jesus vor Götzendienst und Hurerei gewarnt (Offenbarung 2:20). Dessenungeachtet befürwortete die Christenheit ganz offen die Verehrung von Bildern und förderte den Nationalismus sowie den Materialismus — noch heimtückischere Formen des Götzendienstes. Gegen die Unsittlichkeit wird zwar manchmal gepredigt, aber man duldet sie trotzdem in ausgedehntem Maß.

      15. Was lassen die Worte, die Jesus an die sieben Versammlungen richtete, in bezug auf die Religionsgemeinschaften der Christenheit deutlich erkennen, und als was haben sich die Geistlichen der Christenheit erwiesen?

      15 Gemessen an den Worten, die Jesus an die sieben Versammlungen richtete, ist es offensichtlich, daß sich die Religionsgemeinschaften der Christenheit nicht als Jehovas besonderes Volk erwiesen haben. Ja, die Geistlichen der Christenheit sind die prominentesten Glieder des Samens Satans. Der Apostel Paulus bezeichnete sie als den „Gesetzlosen“ und sagte voraus, daß ihre „Gegenwart ... gemäß der Wirksamkeit des Satans [ist,] mit jeder Machttat und mit lügenhaften Zeichen und Wundern und mit jedem Trug der Ungerechtigkeit“ (2. Thessalonicher 2:9, 10).

      16. (a) Wen haben die Führer der Christenheit besonders gehaßt? (b) Was ereignete sich im Mittelalter innerhalb der Christenheit? (c) Änderte die Reformation etwas an der Handlungsweise der abtrünnigen Christenheit?

      16 Trotz ihres Anspruchs, Hirten der Herde Gottes zu sein, haben sowohl kirchliche als auch weltliche Führer der Christenheit einen besonderen Haß gegen alle bewiesen, die zum Bibellesen ermunterten oder die ihre schriftwidrige Handlungsweise bloßstellten. Johannes Huß und der Bibelübersetzer William Tyndale wurden verfolgt und starben als Märtyrer. Im finsteren Mittelalter erreichte die Herrschaft der Abtrünnigen durch die teuflische Einrichtung der katholischen Inquisition einen Höhepunkt. Jeder, der die Lehren oder die Autorität der Kirche anzweifelte, wurde unbarmherzig unterdrückt. Tausende und aber Tausende sogenannte Ketzer wurden zu Tode gemartert oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Auf diese Weise wollte Satan erreichen, daß jeglicher wahre ‘Same der Frau’, mit der Gottes Organisation verglichen wird, sofort zermalmt würde. Viele protestantische Kirchen, die durch die Reformation (von 1517 an) entstanden, bewiesen eine ähnliche Unduldsamkeit. Auch sie luden Blutschuld auf sich, indem sie diejenigen, die gegenüber Gott und Christus loyal bleiben wollten, zu Tode marterten. Ja, es wurde in der Tat sehr viel „Blut von Heiligen“ vergossen! (Offenbarung 16:6; vergleiche Matthäus 23:33-36).

  • Enthüllung eines heiligen Geheimnisses
    Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
    • [Bilder auf Seite 31]

      Durch die Verfolgung und Hinrichtung von Personen, die die Bibel übersetzten, sie lasen oder auch nur besaßen, hat die Religion der Christenheit schwere Blutschuld auf sich geladen

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