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Weihnachten — Warum in Japan so populär?Der Wachtturm 1991 | 15. Dezember
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„Ich frage mich, ob uns nicht etwas von der wahren Bedeutung des Weihnachtsfestes verlorengegangen ist“, schrieb ein westlicher Ausländer, der in Japan lebt und unlängst Weihnachten in seinem Heimatland verbrachte. „An jedem 25. Dez[ember] verspüre ich dieselbe Sehnsucht, zu jener altmodischen Art des Weihnachtsfestes früherer Zeiten zurückzukehren — zu der heidnischen Zeremonie, die Wintersonnenwende mit der Anbetung von Bäumen und mit Orgien zu feiern. Das heidnische Drum und Dran — Mistelzweige, Stechpalmen, Tannenbäume usw. — haben wir immer noch, aber irgendwie ist Weihnachten nicht mehr dasselbe, seit es von den Christen vereinnahmt und in ein religiöses Fest umgewandelt worden ist.“
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Weihnachten — Warum in Japan so populär?Der Wachtturm 1991 | 15. Dezember
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[Kasten auf Seite 4]
Der Ursprung des Weihnachtsfestes
Die genauen Einzelheiten sind zwar im Dunkel des Altertums verlorengegangen, aber alles deutet darauf hin, daß 336 u. Z. in der römischen Kirche eine Art Weihnachten gefeiert wurde. „Das Datum des Weihnachtsfestes wurde bewußt auf den 25. Dezember gelegt“, erklärt die New Encyclopædia Britannica, „um das große Fest des Sonnengottes in den Hintergrund zu drängen.“ Zu dieser Zeit feierten die Heiden anläßlich der römischen Saturnalien und des keltisch-germanischen Winter- sonnenwendfestes ihre Orgien. Wie es in der New Caxton Encyclopedia heißt, „ergriff die Kirche die Gelegenheit, diese Feste zu christianisieren“.
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