-
Ist Weihnachten eine Gabe Gottes?Erwachet! 1986 | 8. Dezember
-
-
Der Ursprung des Weihnachtsfestes
Sonnenanbeter, die an eine Vielzahl von Gottheiten glaubten, hatten eine dem Weihnachtsfest entsprechende Feier. Von den Völkern Nordeuropas sagt die Encyclopedia Americana: „Zu Ehren der Wiedergeburt der Sonne feierten sie daher am Tag der Wintersonnenwende ihr Hauptfest, nämlich das Julfest ... Die römischen Saturnalien ... fanden ebenfalls zu dieser Zeit statt, und einige Weihnachtsbräuche wurzeln, wie man annimmt, in diesem alten heidnischen Fest. Einige Gelehrte behaupten, die Geburt Christi, des ‚Lichtes der Welt‘, sei der Wiedergeburt der Sonne angeglichen worden, um dem Christentum eine größere Bedeutung zu verleihen.“ Es gewann dadurch besonders für solche Bekehrte an Bedeutung, die zuvor ihre eigenen mythischen Götter mit diesen Festen geehrt hatten.
Jesu Nachfolger hingegen feierten keinen Geburtstag zum Gedenken an Christus — weder am 25. Dezember noch im Oktober. Dies blieb so bis etwa zur Mitte des 4. Jahrhunderts. Origenes, ein Historiker des 3. Jahrhunderts, schrieb, daß „von keiner der heiligen Personen, die in den Schriften erwähnt werden, gesagt wird, sie habe an einem Geburtstag ein Fest gefeiert ... Nur Sünder [wie Pharao und Herodes] feiern den Tag, an dem sie in diese Welt hineingeboren sind“ (1. Mose 40:20-23; Markus 6:21-28). Gemäß McClintock and Strong’s Cyclopedia betrachteten die Juden in biblischer Zeit „Geburtstagsfeiern als Bestandteil des Götzendienstes“.
-
-
Ist Weihnachten eine Gabe Gottes?Erwachet! 1986 | 8. Dezember
-
-
[Kasten auf Seite 22]
In der Mythologie verwurzelt
◻ In vielen polytheistischen Kulturen war es üblich, Geburtstag zu feiern. Zu Ehren des Schutzgottes eines jeden Geburtstages wurden götzendienerische Riten durchgeführt, und der Geburtstag mythischer Götter wie Saturn und Apollo wurde ebenfalls gefeiert. Dr. John C. McCollister schreibt in seinem Buch The Christian Book of Why: „Die Christen des ersten Jahrhunderts feierten die Geburt Jesu nicht — aus demselben Grund, weshalb sie auch keine anderen Geburtstage feierten. Alle Christen vertraten damals die Ansicht, daß das Feiern eines jeden Geburtstages (der des Herrn eingeschlossen) ein heidnischer Brauch sei.“
◻ Die alten Völker dachten von gewissen immergrünen Pflanzen wie der Mistel und der Stechpalme, sie besäßen magische Kräfte. Sie schmückten ihre Häuser damit, um böse Geister und Hexen abzuwehren. Aus diesem Brauch entwickelte sich der Weihnachtsschmuck.
◻ In den meisten polytheistischen Kulturen wurden Bäume verehrt. Man glaubte, in heiligen Hainen würden die Geister der Vorfahren wohnen, und diesen gab man Geschenke als Gegenleistung für Gunstbezeigungen. In Westafrika wird dies heute noch getan.
◻ Der europäische Weihnachtsbrauch, einen großen Holzblock im Kamin zu verbrennen, läßt sich bis zu den Skandinaviern zurückverfolgen, die zu Ehren Thors, ihres Donnergottes, riesige Freudenfeuer anzündeten.
◻ Das Beschenken hat nicht die Gaben zum Vorbild, die die sogenannten Weisen oder Astrologen brachten, sondern stützt sich in Wirklichkeit auf den heidnischen römischen Brauch, sich bei den Saturnalien (Fest zu Ehren des Gottes Saturn) und den Kalenden (Neujahr) zu beschenken.
-