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Erwachet! 1999
g99 8. 3. S. 31

Friedensstifter oder Kriegstreiber?

„EIN Christ darf sich nicht am Krieg beteiligen.“ Das sei, kurz und knapp gesagt, die Einstellung der ersten Christen zum Krieg gewesen, schrieben Thoko und Malusi Mpulwana in Echoes, einer Zeitschrift des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). Erst „nachdem die christliche Kirche mit den politischen Einrichtungen eine Verbindung eingegangen war“, begann sie dafür einzutreten, „der Notwendigkeit des Krieges zuzustimmen“, so die Autoren weiter. Wozu führte das? Die Christenheit unterstützte all die Jahrhunderte hindurch Kriege in solch schamloser Weise, daß nach dem 2. Weltkrieg die Vereinigte Kirche Christi in Japan es für angebracht hielt, ein offizielles „Schuldbekenntnis zum 2. Weltkrieg“ abzulegen.

Heute, etwa 50 Jahre nach dem Krieg, steht die Christenheit noch immer in dem Ruf, kriegslüstern zu sein. Dr. Roger Williamson, der für die anglikanische Kirche arbeitet, gibt zu: „Wenn wir uns fragen, ob wir als Christen Argumente für den Krieg mit einem ganz entschiedenen und überzeugten Nein abgelehnt haben und ob wir für die Liebe des Christus eingetreten sind, wird uns klar, daß wir ... immer noch allerhand zu bekennen haben.“ Obwohl der ÖRK 1948 verkündete, daß „die Methode, Streitigkeiten durch Krieg beizulegen, mit den Lehren und dem Beispiel unseres Herrn Jesus Christus unvereinbar ist“, haben die Kirchen der Christenheit gemäß Dr. Williamson oftmals zu „engstirnigem Fanatismus, Intoleranz, Einschränkung der menschlichen Freiheit und zur Verschärfung der Konflikte“ beigetragen. Es ist nicht verwunderlich, daß er zum Abschluß sagt, daß „die Religion ... eher dazu beiträgt, einen Konflikt zu verschlimmern, als ihn zu schlichten“.

Der Krieg, der das ehemalige Jugoslawien entzweite, ist ein typisches Beispiel dafür. Trotz der Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten, die dort jahrelang verübt wurden, war es für die Kirchen ein Problem, in bezug auf den Konflikt in diesem Land gemeinsam Stellung zu beziehen. Warum? Dr. Williamson bemerkt dazu, daß serbische und kroatische Geistliche trotz ihrer angeblichen christlichen Bande genauso entzweit seien wie die Politiker ihrer eigenen Länder. Die Geistlichen der Christenheit, ob katholisch, orthodox oder protestantisch, betätigen sich weder dort noch anderswo als Friedensstifter, sondern als „Militärgeistliche, die für ihre Seite Partei ergreifen“. Obgleich inzwischen über 300 Kirchen dem ÖRK angehören, sei es „erstaunlicherweise schwer, Kirchen zu finden, die wirklich ein Beispiel dafür sind, wie man für ... [den] Frieden eintritt“, gibt Dr. Williamson zu.

Ja, es ist wirklich schwer. Aber es gibt eine Religionsorganisation, die nicht nur wie die Mitgliedskirchen des ÖRK über Versöhnung redet, sondern die bereits erfolgreich ehemalige Anhänger verschiedener Religionen miteinander versöhnt und ihnen geholfen hat, wahre Christen zu werden. Angetrieben von der Liebe zu Gott und dem Wunsch, ‘dem Frieden mit allen nachzujagen’, weigern sich derzeit mehr als 5,8 Millionen Zeugen Jehovas in 233 Ländern und Inselgebieten, sich an den Kriegen der Nationen zu beteiligen — ganz gleich, wo gekämpft wird, ob in Asien, im ehemaligen Jugoslawien, in Lateinamerika, im Nahen Osten, in Nordirland, in Ruanda oder sonstwo (Hebräer 12:14; Matthäus 22:36-38). Statt dessen tragen sie zur Erfüllung einer biblischen Prophezeiung bei, indem sie „ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden“ und „den Krieg nicht mehr lernen“ (Micha 4:3).

[Bilder auf Seite 31]

Einige Zeugen Jehovas in Afrika sind auf Grund ihrer neutralen Haltung schwer geschlagen worden oder mußten fliehen

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