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„Folge mir weiter nach“„Komm, folge mir nach“
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Er ist bestimmt zornig über all die religiösen Organisationen, die nur vorgeben, ihn zu vertreten. Er sagte schon voraus: „Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr!‘, wird in das Königreich des Himmels kommen, sondern nur, wer das tut, was mein Vater im Himmel will. An jenem Tag werden viele zu mir sagen: ‚Herr, Herr! Haben wir nicht in deinem Namen … viele mächtige Taten vollbracht?‘ Aber ich sage ihnen dann: ‚Ich habe euch nie gekannt! Verschwindet, ihr Gesetzlosen!‘“ (Matthäus 7:21-23).
11-13. Warum sind manche vielleicht erstaunt, dass Jesus mit Menschen, die in seinem Namen „viele mächtige Taten“ vollbringen, hart ins Gericht geht, doch warum ist Jesus zornig? Veranschauliche es.
11 Viele, die sich heute als Christen bezeichnen, werden über diese Worte vielleicht erstaunt sein. Warum geht Jesus mit Menschen, die in seinem Namen „viele mächtige Taten“ vollbracht haben, so hart ins Gericht? Die Kirchen der Christenheit haben Wohltätigkeitsorganisationen unterstützt, den Armen geholfen, Krankenhäuser und Schulen gebaut und vieles andere mehr. Warum haben sie Jesu Zorn dennoch verdient? Ein Vergleich soll das verdeutlichen.
12 Ein Elternpaar muss dringend verreisen. Da sie ihre Kinder nicht mitnehmen können, engagieren sie eine Babysitterin. Sie geben ihr folgende einfache Anweisungen: „Kümmern Sie sich um die Kinder. Geben Sie ihnen zu essen, halten Sie sie sauber, und passen Sie auf, dass ihnen nichts passiert.“ Als die Eltern zurückkommen, sind sie schockiert: Die Kinder sind ausgehungert, schmutzig, kränklich und sehen elend aus. Sie weinen und rufen nach der Babysitterin, aber sie reagiert nicht. Sie steht auf der Leiter und putzt Fenster. Zornig verlangen die Eltern eine Erklärung. Die Frau sagt: „Schauen Sie, was ich alles gemacht habe! Sind die Fenster nicht schön sauber? Und ich hab auch etwas am Haus repariert, extra für Sie!“ Würde das die Eltern beschwichtigen? Bestimmt nicht! Sie haben das alles gar nicht verlangt. Die Babysitterin sollte sich lediglich um die Kinder kümmern. Eine solche Eigenmächtigkeit kann die Eltern nur zornig machen.
13 Die Christenheit hat sich ähnlich verhalten. Jesus hinterließ seinen Vertretern klare Anweisungen: Sie sollten die Menschen mit der Wahrheit aus Gottes Wort ernähren und ihnen helfen, in Gottes Augen rein zu bleiben (Johannes 21:15-17). Doch in alldem hat die Christenheit kläglich versagt. Sie hat die Menschen hungern lassen, indem sie sie durch Unwahrheiten verwirrt und über die grundlegenden Wahrheiten der Bibel in Unwissenheit gelassen hat (Jesaja 65:13; Amos 8:11). Ihr willentlicher Ungehorsam ist auch dadurch nicht zu entschuldigen, dass sie die Welt verbessern wollte, gleicht doch das heutige Weltsystem einem Haus, das kurz vor dem Abriss steht! Gottes Wort zeigt deutlich, dass Satans Weltsystem bald zerstört werden wird (1. Johannes 2:15-17).
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15, 16. (a) Wie empfindet Jesus all die Lieblosigkeit in der Welt von heute, und woraus ist das zu schließen? (b) Wodurch hat sich die Christenheit Jesu Zorn zugezogen?
15 Wir können sicher sein, dass Jesus zornig ist, wenn er all die Lieblosigkeit in der Welt von heute sieht. Denken wir nur an die Pharisäer, die Jesus kritisierten, weil er am Sabbat heilte. Sie waren so hartherzig und eingefahren in ihrem Denken, dass sie über ihre kleinliche Auslegung des mosaischen und des mündlichen Gesetzes nicht hinausblickten. Jesu Wunder bewirkten unendlich viel Gutes! Sie brachten Freude, schufen Erleichterung und stärkten den Glauben der Menschen; doch das zählte für die Pharisäer nicht. Wie dachte Jesus über diese Männer? Die Bibel berichtet, dass er einmal empört in ihre Runde schaute, „tieftraurig über ihr gefühlloses Herz“ (Markus 3:5).
16 Heute sieht Jesus noch viel mehr, was ihn tieftraurig macht. Die Führer der Christenheit sind verblendet, weil sie auf unbiblische Traditionen und Lehren fixiert sind. Außerdem macht es sie wütend, dass die gute Botschaft von Gottes Königreich gepredigt wird. In vielen Teilen der Welt haben Geistliche die heftige Verfolgung von Christen geschürt, von Menschen, die in aller Aufrichtigkeit die Botschaft predigen, die auch Jesus predigte (Johannes 16:2; Offenbarung 18:4, 24). Darüber hinaus rufen solche Geistliche oft ihre Gläubigen auf, in den Krieg zu ziehen und Menschen zu töten – als ob das Jesus Christus gefallen würde!
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