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45. Bibelbuch — Römer„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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2. (a) Welche Schwierigkeiten bespricht Paulus im Römerbrief? (b) Was wird durch diesen Brief einwandfrei nachgewiesen?
2 Paulus, der Tertius als Sekretär gebrauchte, verbindet eine schnell aufeinanderfolgende Beweisführung und eine erstaunliche Anzahl von Anführungen aus den Hebräischen Schriften zu einem der überzeugendsten Bücher der Christlichen Griechischen Schriften. Er erörtert mit bemerkenswert schöner Sprache die Schwierigkeiten, die auftraten, als sich im ersten Jahrhundert die Christenversammlungen sowohl aus Juden als auch aus Griechen zusammensetzten. Hatten die Juden Vorrang, weil sie Abrahams Nachkommen waren? Hatten reife Christen, die sich nicht mehr an das mosaische Gesetz hielten, das Recht, schwächere jüdische Brüder, die noch an alten Bräuchen festhielten, zum Straucheln zu bringen? In diesem Brief weist Paulus einwandfrei nach, daß Juden und Nichtjuden vor Gott gleich sind und daß Menschen nicht durch das mosaische Gesetz gerechtgesprochen werden, sondern durch Glauben an Jesus Christus und durch Gottes unverdiente Güte.
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45. Bibelbuch — Römer„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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8. (a) Was sagt Paulus über seinen Auftrag? (b) Wie zeigt er, daß sowohl Juden als auch Griechen Gottes Zorn verdienen?
8 Gottes Unparteilichkeit gegenüber Juden und Nichtjuden (1:1—2:29). Was sagt der inspirierte Paulus den Römern? In seinen Anfangsworten weist er sich als Apostel aus, der von Christus dazu erwählt worden ist, „Glaubensgehorsam“ unter den Nationen zu lehren. Er äußert seinen innigen Wunsch, die Heiligen in Rom zu besuchen, um Ermunterungen auszutauschen und unter ihnen die gute Botschaft zu verkündigen, die „Gottes Kraft zur Rettung [ist] für jeden, der Glauben hat“. Wie vor langem geschrieben worden ist, wird der Gerechte „durch Glauben“ leben (1:5, 12, 16, 17). Sowohl Juden als auch Griechen verdienen, wie er zeigt, Gottes Zorn. Die Gottlosigkeit des Menschen ist unentschuldbar, weil Gottes ‘unsichtbare Eigenschaften ... seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen werden’ (1:20). Dennoch erheben die Nationen törichterweise gemachte Dinge zu Göttern. Aber die Juden sollten die Nationen nicht streng richten, denn auch sie haben sich der Sünde schuldig gemacht. Beide Gruppen werden gemäß ihren Taten gerichtet werden, weil Gott nicht parteiisch ist. Der entscheidende Umstand ist nicht die fleischliche Beschneidung; „der ist ein Jude, der es innerlich ist, und seine Beschneidung ist die des Herzens“ (2:29).
9. (a) Worin sind die Juden anderen überlegen, doch welche Bibeltexte führt Paulus an, um zu zeigen, daß alle unter der Sünde sind? (b) Wie wird ein Mensch daher gerechtgesprochen, und welches Beispiel stützt diese Schlußfolgerung?
9 Durch Glauben werden alle gerechtgesprochen (3:1—4:25). „Worin besteht denn die Überlegenheit des Juden?“ Sie ist groß, denn den Juden wurden Gottes heilige Aussprüche anvertraut. Doch sind „alle, Juden wie auch Griechen, unter der Sünde“, und niemand ist „gerecht“ in Gottes Augen. Um diesen Punkt zu beweisen, werden sieben Zitate aus den Hebräischen Schriften angeführt (Röm. 3:1, 9-18; Ps. 14:1-3; 5:9; 140:3; 10:7; Spr. 1:16; Jes. 59:7, 8; Ps. 36:1). Das Gesetz stellt die Sündhaftigkeit des Menschen bloß, daher „wird durch Gesetzeswerke kein Fleisch ... gerechtgesprochen werden“. Doch durch Gottes unverdiente Güte und die Befreiung durch ein Lösegeld werden sowohl Juden als auch Griechen „ohne Gesetzeswerke durch Glauben gerechtgesprochen“ (Röm. 3:20, 28). Paulus untermauert diese Behauptung mit dem Beispiel Abrahams, der als gerecht betrachtet wurde, und zwar nicht aufgrund von Werken oder aufgrund der Beschneidung, sondern wegen seines beispielhaften Glaubens. Auf diese Weise wurde Abraham nicht nur der Vater der Juden, sondern der Vater „all derer ..., die Glauben haben“ (4:11).
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