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  • Das „Neue Testament“ — Geschichte oder Mythos?
    Die Bibel — Gottes oder Menschenwort?
    • [Kasten auf Seite 56]

      Die moderne Kritik zu leicht befunden

      Als Beispiel dafür, wie unsicher die moderne Bibelkritik ist, mögen folgende Bemerkungen von Raymond E. Brown über das Johannesevangelium dienen: „Ende des letzten Jahrhunderts und in den frühen Jahren dieses Jahrhunderts herrschte für die Gelehrten eine Zeit extremen Skeptizismus in bezug auf dieses Evangelium. Man hat es sehr spät datiert, sogar in die zweite Hälfte des 2. Jahrhunderts. Als ein Erzeugnis der hellenistischen Welt hielt man es für historisch völlig wertlos und dachte, es habe wenig Beziehung zum Palästina des Jesus von Nazareth ...

      Kein einziger dieser Standpunkte blieb indes unberührt von einer Reihe unerwarteter archäologischer, dokumentarischer und textlicher Entdeckungen. Diese Entdeckungen haben es ermöglicht, die beinahe orthodoxen kritischen Ansichten anzufechten und zu erkennen, wie zerbrechlich die Grundlage war, auf der die äußerst skeptische Johannesanalyse ruhte. ...

      Das Evangelium ist ans Ende des 1. Jahrhunderts oder sogar noch weiter zurückdatiert worden.

  • Das „Neue Testament“ — Geschichte oder Mythos?
    Die Bibel — Gottes oder Menschenwort?
    • Wann wurden sie geschrieben?

      4. (a) Warum ist die Frage von Bedeutung, wann die Bücher der Christlichen Griechischen Schriften geschrieben wurden? (b) Welche Meinungen werden bezüglich der Zeit ihrer Niederschrift vertreten?

      4 Für die Entstehung von Mythen und Legenden ist Zeit erforderlich. Daher ist die Frage von Bedeutung, wann diese Bibelbücher geschrieben wurden. Michael Grant, ein Historiker, schreibt, man habe die Geschichtsberichte der Christlichen Griechischen Schriften „35 bis 70 Jahre nach dem Tode Jesu“ aufgezeichnet.4 Der Archäologe William Foxwell Albright zitiert C. C. Torrey, der folgert, „daß alle Evangelien vor 70 n. Chr. geschrieben wurden, und daß sie nichts enthalten, was nicht innerhalb der zwanzig Jahre nach Jesu Tod geschrieben sein könnte“. Albright selbst ist der Meinung, ihre Niederschrift sei „nicht später als ca. 80 n. Chr.“ vollendet gewesen. Die Schätzungen anderer unterscheiden sich davon geringfügig, doch geht man größtenteils darin einig, daß die Niederschrift des „Neuen Testaments“ Ende des ersten Jahrhunderts abgeschlossen war.

      5, 6. Welche Schlußfolgerung liegt aufgrund dessen nahe, daß die Christlichen Griechischen Schriften nicht allzu lange nach den berichteten Ereignissen geschrieben wurden?

      5 Was bedeutet das? Albright schlußfolgert: „Wir können höchstens sagen, daß in einem Zeitraum von 20—50 Jahren schwerlich eine ins Gewicht fallende Verderbnis des wesentlichen Inhalts und nicht einmal des spezifischen Wortlauts von Jesu Aussprüchen stattgefunden haben kann.“5 Professor Gary Habermas sagt diesbezüglich: „Die Evangelien kommen der Zeitperiode, über die sie berichten, ganz nahe, während alte Historiker häufig Ereignisse beschreiben, die Jahrhunderte früher stattfanden. Dennoch können moderne Historiker selbst aus diesen alten Zeitperioden die Ereignisse erfolgreich herleiten.“6

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