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  • Die Entlarvung der Schlange
    Der Wachtturm 1988 | 1. September
    • Das heilige Geheimnis enthüllt

      16, 17. Was schloß das „heilige Geheimnis des Christus“ ein?

      16 Der Apostel Paulus schrieb ausführlich über das „heilige Geheimnis des Christus“ (Epheser 3:2-4; Römer 11:25; 16:25). Dieses heilige Geheimnis hatte mit dem wahren „Samen“ zu tun, der die Urschlange, Satan, den Teufel, schließlich zertreten sollte (Offenbarung 20:1-3, 10). Es bestand zum Teil darin, daß Jesus das erste und primäre Glied jenes „Samens“ ist, dem sich außerdem „Miterben“ anschließen würden, zuerst aus den Juden und später aus den Samaritern und den Heiden, wodurch die Zahl dieses „Samens“ vervollständigt würde (Römer 8:17; Galater 3:16, 19, 26-29; Offenbarung 7:4; 14:1).

      17 Paulus erklärte: „In anderen Generationen wurde dieses Geheimnis den Söhnen der Menschen nicht so bekanntgemacht, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist geoffenbart worden ist.“ Und was war dieses Geheimnis? „Daß Leute von den Nationen Miterben sein sollten und Miteinverleibte sowie Mitgenossen der Verheißung mit uns in Gemeinschaft mit Christus Jesus durch die gute Botschaft“ (Epheser 3:5, 6; Kolosser 1:25-27).

      18. (a) Wie zeigte Paulus, daß Zeit nötig war, um die Bedeutung des „heiligen Geheimnisses“ zu enthüllen? (b) Wie wirkte sich diese Enthüllung auf das Verständnis in bezug auf die „Urschlange“ aus?

      18 Paulus war tief beeindruckt, daß von allen Menschen ausgerechnet er gebraucht wurde, „die gute Botschaft über den unergründlichen Reichtum des Christus zu verkündigen und die Menschen sehen zu lassen, wie das heilige Geheimnis verwaltet wird, das von der unabsehbaren Vergangenheit her in Gott, der alle Dinge erschaffen hat, verborgen gewesen ist“. Er schrieb an die Kolosser: „... das heilige Geheimnis, das von den vergangenen Systemen der Dinge und den vergangenen Generationen her verborgen war. Jetzt aber ist es seinen Heiligen offenbar gemacht worden.“ Als das Geheimnis in bezug auf den „Samen“ schließlich enthüllt wurde, ging damit logischerweise auch die völlige Entlarvung des großen Widersachers, der „Urschlange“, einher. Offensichtlich wollte Jehova die Streitfrage mit Satan erst dann allem anderen voranstellen, nachdem der Messias gekommen war. Und wer wäre auch besser dazu in der Lage gewesen, den Teufel zu entlarven, als der Same, Jesus Christus, selbst? (Epheser 3:8, 9; Kolosser 1:26).

      Jesus stellt den Widersacher bloß

      19. Wie stellte Jesus den Widersacher bloß?

      19 Zu Beginn seines Dienstes erteilte Jesus dem Versucher mit folgenden Worten eine Abfuhr: „Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen‘“ (Matthäus 4:3, 10). Bei einer anderen Gelegenheit stellte Jesus seine verleumderischen religiösen Feinde, die ihn umzubringen suchten, bloß, indem er ihren Anstifter anprangerte und offenbarte, daß dieser die Macht hinter der Schlange in Eden war. Er sagte: „Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge“ (Johannes 8:44).

      20. Weshalb konnte Jesus Satan bloßstellen?

      20 Wieso konnte sich Jesus bei der Anklage Satans so sicher sein? Woher kannte er ihn so gut? Weil er zusammen mit Satan im Himmel gelebt hatte! Jesus, das WORT, hatte Satan schon gekannt, bevor dieser in seinem Stolz gegen den Souveränen Herrn Jehova rebellierte (Johannes 1:1-3; Kolosser 1:15, 16). Er hatte das hinterlistige Vorgehen beobachtet, als sich Satan in Eden der Schlange bediente. Auch hatte er gesehen, welch heimtückischen Einfluß Satan auf den Brudermörder Kain ausübte (1. Mose 4:3-8; 1. Johannes 3:12). Später war Jesus in Jehovas himmlischen Höfen zugegen, ‘als die Söhne des wahren Gottes hineingingen und sich auch Satan mitten unter ihnen hineinbegab’ (Hiob 1:6; 2:1). O ja, Jesus kannte ihn ganz genau, und er war willens, ihn als das bloßzustellen, was er war — ein Lügner, ein Mörder, ein Verleumder und ein Feind Gottes (Sprüche 8:22-31; Johannes 8:58).

  • Gegen die Machenschaften des Teufels standhalten
    Der Wachtturm 1988 | 1. September
    • Wie aus den Evangelien des Matthäus und Lukas hervorgeht, wurde Christus Jesus dreimal von Satan persönlich versucht, und jedesmal widerstand er ihm, indem er einen Schrifttext zitierte. Warum entgegnete ihm Jesus mit Zitaten aus den Hebräischen Schriften? Weil Satan mit einer Fehlinterpretation dieser Schriften an ihn herangetreten war, um ihn, den Sohn Gottes und verheißenen Samen, zum Sündigen zu veranlassen (Matthäus 4:1-11; Lukas 4:1-13).

      2. Wieso wissen wir, daß sich Jesus seine Begegnungen mit Satan nicht bloß einbildete?

      2 Offensichtlich bildete sich Jesus als vollkommener Mensch diese Begegnungen mit Satan nicht bloß ein (Hebräer 4:15; 7:26). Er hatte es vielmehr mit dem zu tun, der auch die Macht war, die hinter der Schlange in Eden gestanden hatte: mit seinem früheren Bruder, einem Engel, der sich lange Zeit vorher gegen Gott aufgelehnt hatte und nun darauf aus war, die Erfüllung von 1. Mose 3:15 zu vereiteln. Satan wollte die Lauterkeit des verheißenen Samens brechen. Jesus, der die Schliche des Versuchers kannte, wies ihn standhaft zurück. Wie reagierte Satan darauf? „Als der Teufel mit seiner ganzen Versuchung zu Ende war, ließ er bis zu einer anderen passenden Zeit von ihm ab.“ Gewiß ließ Jesus nicht von sich selbst ab, sondern Satan, der gescheitert war, verließ ihn, „und siehe, Engel kamen und begannen ihm [Jesus] zu dienen“ (Lukas 4:13; Matthäus 4:11).

      3. Was sagte ein Historiker über die Bedeutung der Existenz des Teufels im Christentum?

      3 Ein Historiker vertrat vernünftigerweise den Standpunkt: „Die Existenz und die zentrale Bedeutung des Teufels im Christentum zu leugnen liefe der apostolischen Lehre und der geschichtlichen Entwicklung der christlichen Lehre zuwider. Es ist verstandesmäßig widersinnig, einem Christentum das Wort zu reden, das den Teufel ausklammert, da es einfach keinen Sinn ergibt, das Christentum anders zu definieren. Wenn der Teufel nicht existiert, dann ist das Christentum von Anfang an in einem zentralen Punkt völlig falsch gewesen.“a Diese Schlußfolgerung stellt für jeden heute lebenden Bewohner der Erde eine Herausforderung dar. Erkennst du die Existenz eines unsichtbaren Feindes an, der es darauf abgesehen hat, die Souveränität Gottes und die Untertanentreue des Menschen zu untergraben?

      Wer Satan wirklich ist

      4. Wie wurde ein vollkommenes Geistgeschöpf zum Satan?

      4 Satan ist ein mächtiges Geistgeschöpf, das ursprünglich von Gott als ein Engel erschaffen wurde, als ein Geistsohn mit Zutritt zu den himmlischen Höfen Jehovas (Hiob 1:6). Satan gebrauchte jedoch seinen freien Willen im Widerstand gegen Gott. Mit List verführte er Eva und durch sie auch Adam zum Ungehorsam und brachte so den Tod über beide (2. Korinther 11:3). Auf diese Weise wurde er zum Satan, was „Widersacher“ bedeutet — zu einem Rebellen, einem Dämon, einem Totschläger und Lügner (Johannes 8:44). Wie passend ist doch der Hinweis des Paulus, daß ‘Satan selbst immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts annimmt’, obwohl es sich bei ihm in Wirklichkeit um einen „Weltbeherrscher dieser Finsternis“ handelt (2. Korinther 6:14; 11:14; Epheser 6:12). Dadurch, daß er andere Engel zur Auflehnung verleitete, führte er sie aus dem Licht Gottes heraus in seine eigene Finsternis. Er wurde zum „Herrscher der Dämonen“. Jesus bezeichnete ihn auch als den „Herrscher dieser Welt“. Um ein Herrscher sein zu können, muß es sich bei ihm offensichtlich um eine Geistperson handeln (Matthäus 9:34; 12:24-28; Johannes 16:11).

      5. Wie deutlich wird Satan in den Christlichen Griechischen Schriften identifiziert?

      5 In den Hebräischen Schriften wird Satan zwar kaum erwähnt, doch in den Christlichen Griechischen Schriften wird er völlig bloßgestellt — wir stoßen dort 36mal auf den Namen Satan und 33mal auf das Wort Teufel. (Siehe Comprehensive Concordance of the New World Translation of the Holy Scriptures.) Er wird auch mit anderen Namen und Titeln belegt. Zwei davon gebraucht Johannes in Offenbarung 12:9: „Und hinabgeschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt.“ (Siehe auch Matthäus 12:24-27; 2. Korinther 6:14, 15.)

      6. Was bedeutet das Wort „Teufel“?

      6 In der Offenbarung erscheint hier das griechische Wort diábolos, das mit „Teufel“ übersetzt wird. Gemäß dem Gräzisten J. H. Thayer bedeutet es „ein Verleumder, Falschankläger“. (Vergleiche 1. Timotheus 3:11; 2. Timotheus 3:3, Kingdom Interlinear Translation.) W. E. Vine bezeichnet den Teufel als den „heimtückischen Feind Gottes und des Menschen“.b

      7. Warum kann Satan seine Anstrengungen auf Jehovas Volk konzentrieren?

      7 Der große Widersacher ist nicht untätig (1. Petrus 5:8). Wahrscheinlich sagt man deshalb im englischen Sprachraum: „Der Teufel hat Arbeit für müßige Hände.“ Er hat es darauf abgesehen, alle wahren Christen zu verderben (2. Timotheus 3:12). Und dabei kann er sich aus einem ganz einfachen Grund ausschließlich auf Jehovas Volk konzentrieren — die übrige Welt hat er bereits in seiner Gewalt (1. Johannes 5:19). Die heutige Welt ist die Welt Satans. Er ist ihr Herrscher und Gott, ob die Menschen dies wahrhaben wollen oder nicht (Johannes 12:31; 2. Korinther 4:4). Deshalb greift er zu allen möglichen listigen oder heimtückischen Anschlägen oder Verlockungen, um Jehovas Diener zu verderben, entweder als einzelne oder als Gesamtheit. Untersuchen wir, wie er dabei unter anderem vorgeht (Markus 4:14, 15; Lukas 8:12).

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